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Olympia 2018 in München?

Stand: 22.07.2010

 
In München ist nicht genug Schnee für Olympia. Klick die Lupe!
Eislaufen in München, Abfahrtslauf in Garmisch-Partenkirchen, Bob fahren am Königssee und Langlauf in Oberammergau! So sollten die Olympischen Winterspiele 2018 in Bayern aussehen. München hat sich nämlich als Austragungsort für die Wettkämpfe beworben. Da in München selbst aber natürlich zu wenig Schnee liegt, sollten die Spiele an verschiedenen Orten in Oberbayern ausgetragen werden. Ganz so sicher ist das nicht mehr, denn nicht alle finden "Olympia 2018 in Bayern" eine tolle Idee.

Warum sind eigentlich nicht alle von der Idee "Olympia 2018 in München" begeistert? Und warum braucht es schon gut 30 Millionen Euro, nur um sich als Stadt zu bewerben?

Ein dickes Ding!

Die Olympischen Spiele auszurichten ist eine große Sache: Nicht nur hunderte Sportler und Sportlerinnen aus der ganzen Welt reisen an, sondern natürlich auch Journalisten, Touristen und Sportfans. Für sie braucht man Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel, die sie von einem Wettkampf zum anderen bringen. Außerdem müssen die Sportstätten in Schuss sein: Skischanzen, Skipisten, Eislaufstadien, Langlaufstrecken und vieles mehr müssen entweder neu gebaut oder vielleicht renoviert werden.

Kohle, Kohle, Kohle

Olympia-Gegner in München (c) dpa
Nicht alle sind von der Idee "Olympia 2018" in Bayern begeistert.
Sich für die Olympischen Spiele zu bewerben ist auch schon ein ziemlich großes Ding. Ein so großes Ding, dass man dafür gleich eine ganze Gesellschaft gegründet hat. Die überlegt, was es alles braucht, damit die Spiele 2018 in Bayern stattfinden können. Und die hat die Aufgabe, Geld aufzutreiben. Wer nämlich nicht genug Geld vorweisen kann, hat bei der Bewerbung schlechte Karten.

Die Bewerbergesellschaft in Bayern hat keine leichte Aufgabe: Zum einen fehlt ihr noch ein beträchtlicher Batzen Geld – 30 Millionen Euro sollten nämlich mindestens zusammenkommen. Außerdem haben sie noch nicht genügend "Platz" für die Olympischen Spiele: Für Parkplätze, Skipisten und Trainingshallen brauchen sie Wiesen und Felder. Diese möchten sie gegen Geld von Bauern und Landwirten für die Zeit der Olympischen Spiele "leihen". Viele Bauern stellen sich aber quer: Sie möchten ihre Grundstücke nicht hergeben. Zum einen weil sie Angst haben, dass die Wiesen nachher so kaputt sind, dass sie sie nicht mehr bewirtschaften können. Zum anderen wollen viele von ihnen die Olympischen Spiele sowieso nicht in Bayern haben, weil sie glauben, dass der große Wintersportbetrieb die Umwelt zu sehr kaputt macht und deshalb der Region schadet.

Olympia-Befürwörter in München (c) dpa
Am 22.6.2010 wurde München offiziell zur "Kandidatenstadt" gekürt.
Die Bewerbergesellschaft sowie viele andere Menschen sehen das anders: Sie glauben, dass Olympia 2018 für Bayern eine große Chance sein könnte: Viele Menschen werden zu Besuch sein. Menschen, die natürlich auch Geld mitbringen und hier ausgeben. Und vielleicht findet manch einer Geschmack an Bayern und kommt als Tourist danach zurück.

Bis zum 6. Juli 2011 werden Gegner und Befürworter der Olympischen Spiele weiter alles tun, um ihre Pläne durchzukriegen. Dann nämlich wird im südafrikanischen Durban entschieden, wo die Olympische Fackel 2018 brennen wird: Drei Städte haben sich beworben: das französische Annecy, Pyeongchang in Südkorea oder eben München?

Tina Gentner

 
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