Terrorgefahr auf dem Oktoberfest?
Stand: 02.10.2009
Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Jedes Jahr kommen über sechs Millionen Menschen aus der ganzen Welt nach München, um auf der Theresienwiese zu feiern. 2009 haben Islamisten mit Terroranschlägen gedroht. Sie haben im Internet ein Video veröffentlicht, das mögliche Orte von Anschlägen gegen Deutschland zeigt. Darin ist auch ein Bild des Oktoberfestes zu sehen. Deswegen gibt es dort in diesem Jahr sehr viel schärfere Sicherheitsmaßnahmen.
Auch unsere klaro-Klasse der Woche, die 4b der Grundschule an der Oberföhringer Straße in München, hat sich Gedanken darüber gemacht, ob für das Oktoberfest Gefahr besteht.
Das größte Volksfest der Welt
Umgerechnet rund 350.000 bis 400.000 Menschen aus aller Welt besuchen jedes Jahr das Oktoberfest. Die ausländischen Besucher kommen vor allem aus Italien, den USA, Japan und Australien. Jedes Jahr kann man dort sechzehn bis achtzehn Tage feiern: immer vom ersten Samstag nach dem 15. September bis zum ersten Wochenende im Oktober. 2009 findet das Oktoberfest schon zum 176. Mal statt. Das allererste Oktoberfest wurde am 17. Oktober 1810 gefeiert: ein Pferderennen vor den Toren von München zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese. Aus diesem Grund heißt das Oktoberfestgelände auch heute noch "Theresienwiese" oder kurz und mundartlich "Wiesn". Aber sonst hat sich seit dem ersten Oktoberfest, dem Pferderennen, natürlich einiges verändert.
Terror auf dem Oktoberfest?
Ein so großes Volksfest mit einer solchen Anzahl von Besuchern bildet natürlich immer eine besondere Zielscheibe für Anschläge, deswegen ist es sehr wichtig, dort so gut wie möglich für Sicherheit zu sorgen. 2009 wird Sicherheit besonders groß geschrieben, weil die islamistische Terror-Organisation Al-Qaida in mehreren Videos im Internet mit Anschlägen gedroht hat. Derzeit sind nämlich deutsche Soldaten in Afghanistan im Einsatz und die Al-Qaida möchte mit ihren Drohungen erreichen, dass die Soldaten das Land verlassen.
Weil die deutsche Polizei diese Terror-Drohungen sehr ernst nimmt, gibt es dieses Jahr noch mehr und schärfere Sicherheitsmaßnahmen: Flugzeuge dürfen nicht über die Theresienwiese fliegen - und dass das Flugverbot auch eingehalten wird, dafür sorgen Polizeihubschrauber, die ständig über der Wiesn kreisen. Rund um das Gelände hat die Polizei eine Sicherheitszone eingerichtet: Die Straße um die Wiesn ist gesperrt, Fahrzeuge werden kontrolliert. Auch LKWs und Taxis dürfen nicht mehr überall, sondern nur noch in bestimmten Haltezonen stehenbleiben. Und auch auf dem Oktoberfest selbst werden Rucksäcke und Taschen kontrolliert. Außerdem wird das ganze Gelände von der Polizei ständig videoüberwacht. Auch wenn man sich bei all diesen Maßnahmen recht sicher fühlen kann - absolute Sicherheit kann es bei einem so großen Volksfest wahrscheinlich nie geben. Zudem ist vielen Münchnern noch der Oktoberfest-Anschlag von 1980 im Gedächtnis.
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Alles für die Sicherheit: Taschenkontrollen ...
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Videoüberwachung der gesamten Wiesn ...
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und ein Terror-Verdächtiger wird festgenommen.
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Das Oktoberfest-Attentat
Am Abend des 26. September 1980 wurde auf dem Oktoberfest ein Bombenanschlag verübt. Dabei kamen dreizehn Menschen ums Leben und 215 wurden zum Teil schwer verletzt. Auch der Bombenleger kam bei dem Anschlag ums Leben. Er hatte die Bombe in einem Mülleimer am Haupteingang versteckt. Allerdings ist man sich bis heute nicht sicher, ob der Täter, ein Rechtsradialer, diesen Anschlag wirklich alleine begangen haben kann. Damals wurde das Oktoberfest 24 Stunden lang für Trauerfeiern unterbrochen. Und ein Jahr später wurde am Haupteingang zum Oktoberfest eine Gedenksäule für die Opfer aufgestellt. Das Oktoberfest-Attentat von 1980 ist der größte Terror-Anschlag in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch an diesen Anschlag wurde bestimmt gedacht, als die Sicherheitsmaßnahmen für das Oktoberfest 2009 noch einmal verschärft wurden - und daran, dass so etwas nie wieder passieren soll.
Jedem, der seinen Wiesn-Besuch noch vor sich hat, wünsche ich eine weiterhin friedliche Wiesn 2009!
Simone Wichert
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