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Lawinen - Wie entstehen die?

Stand: 08.01.2014

 

Wie erkennt man Lawinengefahr?

Schnee untersuchen (c) BR/ Schmidt-Thrö
Na, wie sieht der Schnee aus? Die Experten schauen genau.
Wenn Lawinengefahr droht, warnen Experten. Einfach ist das aber nicht. Denn Mitarbeiter von Lawinenkommissionen müssen dafür fast wie Detektive arbeiten: Wie verändert sich die Temperatur, wie das Wetter und wie viel Neuschnee ist da? All das sind Zutaten für eine Lawine.

Die wichtigste Zutat aber ist die Schwachschicht. In einer dicken Schneedecke sind viele unterschiedliche Schichten Schnee übereinander - wie bei einer Torte. Immer wenn es schneit, kommt eine Neue dazu. Weil sich das Wetter und die Temperaturen aber verändern, verändert sich auch der Schnee am Boden. Manchmal entsteht deshalb zwischen zwei dicken, festen Schichten auch eine dünne nicht so feste Schicht: eine Schwachschicht.

Was ist denn so eine Schwachschicht? Und wie findet man sie?

Schwachschicht suchen (c) BR/ Schmidt-Thrö
Erst suchen,
Schwachschicht suchen (c) BR/ Schmidt-Thrö
dann graben,
Schwachschicht suchen (c) BR/ Schmidt-Thrö
die Schwachschicht!
 

Elefanten in Lawinen?

Schon gewusst?
Das Wort "Lawine" kommt vom lateinischen "labina", das Rutschen oder das Gleiten. Lawinen sind eigentlich nichts Besonderes: Jeden Winter gehen mehrere ab. Wir hören meist nur von den Lawinen, die schlimme Schäden angerichtet oder Todesopfer gefordert haben. Im Winter 1950/51 sollen übrigens 1.400 Lawinen abgegangen sein! Bis heute absoluter Rekord.
Lawinen gibt es nicht erst seit Neuem. Schon Feldherr Hannibal soll auf seinem Heerzug durch die Alpen 20.000 Soldaten und Kriegselefanten durch Lawinen verloren haben. Das ist schon über 2.000 Jahre her! Seitdem die Menschen die Alpengegend besiedelt haben, müssen sie auch mit Lawinen rechnen, vor allem an Hängen mit entsprechender Neigung. Dort gehen Lawinen ab, wenn der Schnee so schwer wird, dass er nicht mehr am Untergrund oder an der Schneedecke darunter haftet. Das passiert besonders bei Neuschnee, bei ziemlich lockerem oder auch bei sehr nassem Schnee.

Lawinensuchhund (c) dpa
Lawinensuchhunde helfen bei der Suche nach Verschütteten, dann muss gebuddelt werden.
Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (c) dpa
Haben Verschüttete einen solchen Piepser dabei, kann man sie mit diesem Gerät orten.
Straßensperrung (c) dpa
Bei Lawinengefahr müssen die Straßen gesperrt werden. Hier geht nichts mehr.
 

Gefahr Lawinen - So sucht man Verschüttete

Wie das genau geht, hat radioMikro-Reporterin Michaela Bold herausgefunden - klick den kleinen Startknopf!

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Von Schneebrettern und Staublawinen

Zwei verschiedene Arten von Lawinen gibt es: Schneebretter und Staublawinen. Auch wenn das Wort so klingt – ein Schneebrett muss nicht hart sein. Diese Art Lawine wurde so genannt, weil dabei zunächst eine große Schicht der Schneedecke zusammenhängend abrutscht. Es sieht so aus, als wäre sie oben am Hang einfach abgerissen. Schneebretter sind die gefährlichsten Lawinen für Skifahrer oder Bergwanderer, auch wenn sie aus weichem Schnee bestehen können: Der tonnenschwere Schnee drückt mit Gewalt ins Tal und reißt Skifahrer oder Bergwanderer mit sich. Die ersticken zwar nicht in der Lawine, können aber gegen Felsen gedrückt oder von der Lawine selbst erdrückt werden. Während ein solches Schneebrett weiter nach unten rutscht, kann daraus auch eine Staublawine werden.

Eine Staublawine oder Lockerschneelawine ist zunächst klein und wächst auf ihrem Weg ins Tal mächtig an: genauso wie der Schneeball, den du im Garten rollst und rollst, bis du eine große Kugel für deinen Schneemann zusammen hast. Eine Staublawine wird dabei noch enorm schnell: Bis zu 300 Kilometer pro Stunde kann sie erreichen, doppelt so schnell also, wie man auf manchen Autobahnen fährt! Sie ähnelt einem Wirbelsturm und reißt alles um sich herum mit sich, knickt Bäume ab und reißt Hausdächer ein. Weil ein Gemisch von Schnee und Luft in ihre Lunge drückt, ersticken viele Verschüttete in Staublawinen.

Eislawinen gibt es übrigens auch, sie ähneln Steinschlag: Dabei brechen Teile von Hochgebirgsgletschern ab und donnern zu Tal.

Hilfe gegen Lawinen: Sprengen

Lawinen sprengen (c) picture-alliance
Ein großer Rumms, und dann eine dicke Wolke - die Lawine ist gesprengt!
Damit Skifahrer ohne Gefahr auf die Piste können, werden vorher Lawinen absichtlich ausgelöst, bevor sie von selbst abgehen. Um das zu schaffen, sprengen Leute mit einer besonderen Ausbildung die Lawinen. Mitbekommen tut man nichts davon, denn die Sprenger fahren oft noch vor Sonnenaufgang auf den Berg.

Für die Sprengung braucht es dann erst einmal Sprengstoff. Mehrere Kilo kann eine Ladung wiegen. Eingepackt in rotes Plastik schaut die Ladung dann aus wie ein rotes, langes Paket. Damit das aber auch explodiert, müssen Zündschnüre in die Pakete gesteckt werden. Feuer alleine reicht allerdings nicht aus, um das Paket zu sprengen, da braucht man schon eine Miniexplosion vor der Explosion. Für die sorgt eine kleine Zündkapsel, so groß wie ein Metallstöpsel am Ende der Zündschnüre, die man in das Paket drückt. Und dann müssen die Pakete schnell hoch auf den Berg, wo die Lawine droht. Manchmal muss man die Sprengladung deswegen aus einem Hubschrauber werfen. Aber es gibt auch Sprengbahnen, so eine Art Mini-Seilbahnen. Da kann man die Pakete an ein Drahtseil hängen und dann wird an einer Kurbel gedreht, bis sie weg sind - und dann kommt der Knall.

Durch die Explosion drückt eine Druckwelle oben auf den Schnee und löst die Lawine aus. Übrigens: Wenn keine Lawine runterkommt, dann ist es auch nicht so schlimm, denn das bedeutet, dass der Schnee ziemlich fest, also keine große Lawinengefahr bestand.

Wie kannst du dich schützen?
In verschneiten Bergregionen musst du immer mit Lawinen rechnen. Am besten ist es natürlich, im gesicherten Skigebiet zu bleiben. Aber auch auf scheinbar sicheren Hängen können Lawinen abgehen. Vorsicht vor sehr stark verschneiten steilen Hängen! Wer unbedingt im unberührten Schnee Ski fahren möchte, sollte regelmäßig die Lawinenwarnungen im Radio hören oder vielleicht sogar eine moderne Lawinenschutzausrüstung haben. Dazu gehört auch ein "Lawinen-Airbag", der sich aufbläst und so den Verschütteten an der Oberfläche der Lawine hält.


Silke Schmidt-Thrö und Simone Wichert


 
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