Sputnik 1 - Erster Satellit im Weltall
Stand: 01.01.2012
1957 wurde zum ersten Mal ein künstlicher Satellit ins Weltall geschossen: Die Russen haben ihn gebaut und "Sputnik 1" genannt. Sputnik ist russisch und heißt "Begleiter", weil der Satellit auf seiner Umlaufbahn die Erde umkreist. Sputnik 1 ist am 4. Oktober 1957 vom damals sowjetischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet und insgesamt 92 Tage auf einer Erdumlaufbahn geblieben.
Auch unsere klaro-Kinder haben sich über Sputnik und die Weltraumforschung Gedanken gemacht. Hör dir an, was sie darüber erzählen!
Als die Russen 1957 einen Satelliten ins Weltall schossen, war die ganze Welt geschockt: Man konnte Pieptöne von Sputnik aus dem All nämlich schon mit den einfachsten Radios empfangen. Damit hatte das Raumfahrtzeitalter begonnen. Und niemand hatte damit gerechnet, dass das ausgerechnet von der damaligen Sowjetunion aus geschehen würde.
"Kalter Krieg" statt Frieden
1957: Seit zwölf Jahren war der Zweite Weltkrieg vorbei. Seitdem war die Welt geteilt: Auf der einen Seite standen die demokratischen westlichen Staaten mit freien Wahlen und freier Marktwirtschaft. Auf der anderen Seite stand der so genannte "Ostblock": Staaten, die kommunistisch regiert wurden und eigentlich Diktaturen waren: Dort stand immer nur eine Partei zur Wahl und der Staat plante zum Beispiel, welche Waren gebraucht werden würden und produziert werden mussten. Geklappt hat das nie so richtig, die Regale in den Supermärkten waren oft leer. Und wenn es etwas Besonderes zu kaufen gab, bildeten sich lange Schlangen vor den Läden.
Zwischen Westen und Osten herrschte Frieden – aber eigentlich nur deswegen, weil man sich nicht über den Weg traute und sich gegenseitig mit immer weiter entwickelten Waffen in Schach hielt. Jeder wollte seine Interessen verteidigen und seinen Einfluss auf die umliegenden Länder ausbauen. Es wurde zwar nicht mit Waffen gekämpft, aber mit Drohungen und Propaganda. Deswegen sprach man auch nicht von "Frieden", sondern vom "Kalten Krieg" und vom "Gleichgewicht des Schreckens".
Wettlauf: Wer hat schneller stärkere Waffen?
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Atompilz nach Atombombenabwurf über Hiroshima.
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Das Gleichgewicht wurde durch eine schreckliche Waffe gehalten: die Atombombe. Die Amerikaner hatten sie entwickelt und schon im Zweiten Weltkrieg eingesetzt: Sie hatten sie über der japanischen Großstadt Nagasaki abgeworfen – Japan hatte daraufhin kapituliert. Aber auch in der Sowjetunion gab es Atombomben: 1949 wurde die erste zu Testzwecken gezündet.
Drei Jahre später zündeten die Amerikaner eine 250mal stärkere Bombe: die Wasserstoffbombe. Die Russen brauchten dafür nur zwei Jahre länger. Die Amerikaner waren den Russen also immer ein bisschen voraus und so hatte die amerikanische Bevölkerung auch keine Angst, dass die Sowjetunion die USA jemals angreifen würde.
Der "Sputnik-Schock"
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Das erste Lebewesen im Weltall: die russische Hündin Laika.
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Amerikanische Wissenschaftler arbeiteten fieberhaft an ihrer ersten Rakete und berichteten auch öffentlich von ihren Fortschritten. Als dann die Piepstöne von Sputnik 1 im Radio zu hören waren und klar war, dass die nicht von einem amerikanischen Satelliten stammten, standen die Amerikaner und mit ihnen die westliche Welt unter Schock:
Nicht nur hatten die Russen bei dieser Entwicklung die Nase vorn - sollten sie tatsächlich Raketen besitzen, die weit genug reichten, auch Atomsprengköpfe auf den amerikanischen Kontinent schießen zu können? War die amerikanische Bevölkerung nun vielleicht in Gefahr? Ein regelrechter Wettlauf um die Eroberung des Weltalls begann ...
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Edwin Aldrin, zweiter Mensch auf dem Mond, fotografiert von seinem Kollegen Neil Armstrong.
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Übrigens: Sputnik 1 konnte Piepstöne zur Erde senden. Mehr aber auch nicht. Die Hündin Laika war 1957 das erste Lebewesen im All – in einer sowjetischen Rakete. Und 1961 flog der erste Mensch ins Weltall: der russische Kosmonaut Jurij Gagarin. 108 Minuten brauchte er, um einmal rund um die Erde zu fliegen. 1969 landete dann der erste Mensch auf dem Mond: der Amerikaner Neil Amstrong.
Simone Wichert
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