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Delfine - In Gefangenschaft

Stand: 06.07.2007

 
Delfinmutter Sunny (c) dpa
Dieses Delfin-Baby starb Anfang Juni im Delfinarium Nürnberg.
Gleich zwei Delfin-Babys sind im Juni 2007 im Nürnberger Tierpark gestorben. Das erste Baby hat anscheinend nicht genug Muttermilch bekommen, das zweite Junge ist bereits eine halbe Stunde nach der Geburt gestorben. Somit sind im Nürnberger Tierpark in den letzten drei Jahren sieben Delfine kurz nach ihrer Geburt gestorben.











Dag Encke, der Leiter des Tierparks in Nürnberg, stellt sich den Fragen der Kinder. Warum sterben immer wieder Delfin-Babys? Klick auf den Lautsprecher.

Delfinarien in Deutschland

Tümmler im Delfinarium (c) dpa
Ein Tümmler bei der Show im Nürnberger Delfinarium.
Wenn Delfine oder Wale in Gefangenschaft gehalten werden, spricht man von einem Delfinarium. Meistens werden ihnen Kunststücke beigebracht, die die Tiere dann Zuschauern vorführen. Meistens sind es Orcas oder Große Tümmler, die in Delfinarien gehalten werden. In Delfinarien werden außerdem Delfine und Wale gezüchtet. In Deutschland gibt es vier Delfinarien: in Nürnberg, Duisburg, Münster und Soltau.



Mama Sein - Das muss gelernt werden!

Delfinmutter Sunny (c) dpa
Wenn Delfine in Gefangenschaft Junge bekommen, sterben die Jungen häufiger als in der freien Natur. Das ist nicht nur im Nürnberger Tierpark so. Warum das aber so ist, konnten Wissenschaftler noch nicht eindeutig klären.

Man glaubt jedoch, dass die Delfin-Mamas im Zoo keine Chance haben, das "Kinder aufziehen" zu lernen. Delfine wissen nämlich nicht instinktiv, wie man die eigenen Kinder betreut und pflegt. In der Natur gucken sie sich das von anderen Delfinen ab. In Zoos werden jedoch die trächtigen Weibchen von den anderen getrennt, damit sie vor Kämpfen geschützt sind. Somit können die Delfine aber auch nicht voneinander lernen, wie man Junge zur Welt bringt und sich dann um die Neugeborenen kümmert.

Zu eng und zu laut

Delfin im Delfinarium Nürnberg (c) dpa
Nicht viel Platz hat der Delfin im Delfinarium ...
Delfine in Gefangenschaft zu halten ist allgemein umstritten. Tierschützer kritisieren, dass die Delfine nicht genügend Platz haben. Schließlich kann so ein Meeressäuger mit 55 Kilometern pro Stunde durchs Wasser flitzen und bis zu 300 Meter tief tauchen. Selbst das größte Becken in einem Zoo könnte ihm dafür jedoch nicht genügend Platz geben. Außerdem können sich die Delfine in einem Zoo nicht zurückziehen. Das heißt, wenn sie genug von den anderen haben oder vielleicht sogar mit einem anderen Tier im Streit liegen, können sie nicht davon schwimmen.

Delfine sind sehr soziale Tiere. Sie sind also gern mit anderen zusammen. In freier Natur schwimmen sie manchmal in riesigen Gruppen, so genannte Schulen, durch die Meere. Die können aus bis zu 1.000 Tiere bestehen. Auch das kann ihnen ein Zoo natürlich nicht bieten.

Delfine haben zudem ein gutes Gehör, das sie auch benutzen, um sich mit anderen Tieren auszutauschen. Man vermutet, dass der Lärm in den Zoos die Tiere stresst: Die Pumpen der Schwimmbecken brummen und in manchen Zoos wird Musik bei den Shows gespielt.

Einen Delfin im Zoo aus der Nähe zu sehen, ist ein tolles Erlebnis - für den Menschen. Für den Delfin wahrscheinlich aber nicht!

Tina Gentner

 
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