Skywalk – Attraktion am Grand Canyon
Stand: 23.03.2007
In den USA gibt es den "Grand Canyon". Das ist eine besonders tiefe Schlucht mit steilen, rötlichen Felswänden, die sich kilometerweit durch die Landschaft zieht. Ein Naturwunder. Millionen von Menschen reisen jedes Jahr dorthin.
Seit März 2007 gibt es eine neue Attraktion: Den "Skywalk", den Himmelsweg. Ein Halbrund aus Glas und Stahl direkt über dem Abgrund. Über 30 Millionen US-Dollar hat der Bau gekostet.
Die hufeisenförmige Glasbrücke scheint über der Schlucht zu schweben. Mehr als einen Kilometer über dem Boden des Tales ist der Aussichtsweg in den Felsen verankert.
Kerstin Zilm berichtet für unser Radio aus den USA, kennt den Grand Canyon und hat Antworten auf die Fragen unserer klaro-Klasse:
Extradickes Glas aus Deutschland
Der Boden des Aussichtrundgangs ist aus einem besonderen Glas. Das wurde extra für den Skywalk entwickelt. Es besteht aus fünf Schichten und ist 7,5 Zentimeter dick.
Auch die Brüstung ist aus Glas. Das Glas für den Boden hat eine Firma aus Köln entwickelt und das Glas für die Brüstung kommt von einer Firma aus Berlin.
Die Ingenieure sagen, die Glasbrücke sei so stabil, dass 70 große Flugzeuge übereinander darauf stehen könnten, ohne dass sie bricht.
Der Skywalk gehört den Hualapai-Indianern
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Eine Indianerin vom Stamm der Hualapai.
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Bei der Eröffnung war auch eine Gruppe Indianer vom Stamm der Hualapai dabei. Sie besitzen das Land am Grand Canyon, auf dem der Skywalk errichtet wurde. Zu dem Bau hatten sie ihre Zustimmung gegeben.
Die Idee und das Geld kamen von dem amerikanischen Unternehmer David Jin. Aber den Hualapai-Indianern gehört der Skywalk. Das war die Bedingung dafür, dass sie den Bau erlaubt haben. David Jin bekommt aber in den ersten 25 Jahren die Hälfte der Eintrittsgelder.
Trotzdem freuen sich nicht alle Stammesmitglieder der Hualapai über ihre Glasbrücke. Einige finden, dass der Bau die ihnen heilige Landschaft entweiht. Die dafür sind, halten dagegen, dass durch die vielen Touristen Arbeitsplätze für die Indianer entstehen.
Rund 2.500 Menschen leben im Stamm der Hualapai-Indianer. Sie leben in einem Reservat. Viele sind sehr arm und haben keine Arbeit.
Karen Zoller
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