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Klimawandel - Für Tiere und Pflanzen

Stand: 09.07.2012

 
Fabrikschornsteine (c) dpa
Sind diese Rauchschwaden an der Erderwärmung schuld?
März 2007: Der Weltklimarat schlägt Alarm: Es wird immer wärmer auf der Erde. In den nächsten einhundert Jahren werden die Temperaturen um bis zu 6,4 Grad steigen und der Meeresspiegel bis zu 59 Zentimeter, das sagen die Forscher des Weltklimarates voraus. Schuld daran sind Gase wie vor allem das Kohlendioxid, kurz CO2.

Seit die Menschen Fabriken gebaut haben, um darin mit Hilfe von Technik Güter in größerer Menge zu produzieren, werden durch die Fabrikschornsteine schädliche Abgase in die Luft geblasen. Das hat vor ungefähr zweihundert Jahren mit Beginn der Industrialisierung angefangen und ist seitdem immer mehr geworden. Vor knapp einhundert Jahren sind noch die Autos dazugekommen, denn auch aus deren Auspuffen kommt Kohlendioxid. Selbst wenn man den Ausstoß dieser schädlichen Gase jetzt sofort stoppen würde, würde sich die Atmosphäre trotzdem noch Hunderte von Jahren weiter aufheizen.

Was ist eigentlich der Weltklimarat?
Der Weltklimarat, englisch heißt er Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC, ist ein Zusammenschluss von fünfhundert führenden Klimaforschern auf der ganzen Welt. Die Vereinten Nationen haben diesen Rat 1988 eingerichtet. Die Wissenschaftler sollen das Klima, seine Veränderungen und Auswirkungen auf die Erde erforschen und Vorschläge machen, was man verändern könnte, um die Erderwärmung aufzuhalten.


Klimawandel nicht erst seit heute

Seitdem es die Erde gibt mit ihren Kontinenten und Ozeanen, mit ihren Pflanzen und Tieren, hat sich das Klima schon oft verändert - und daran war nicht immer der Mensch schuld. Klima, Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde beeinflussen sich gegenseitig und verändern sich auch miteinander. Während der Eiszeit in Europa sind viele Menschen verhungert oder haben sich rechtzeitig in wärmere Gebiete gerettet. Diese Klimaveränderung damals hat also große Völkerwanderungen ausgelöst. Dagegen war es vor mehr als tausend Jahren im heute eis- und schneebedeckten Grönland so warm, dass die Menschen anfingen, dieses Land zu besiedeln.

Eisberg (c) dpa
Wenn die Erde wärmer wird, schmelzen die Eisberge.
Heiße Sommer, feuchte Winter

Bis zum Beginn der Industrialisierung hatte der Mensch keinen großen Einfluss aufs Weltklima. Seit über 600.000 Jahren muss es immer ungefähr gleich viel Kohlendioxid in der Atmosphäre gegeben haben. Das haben Forscher herausgefunden, indem sie Eiskerne aus der Antarktis oder Grönland untersucht haben oder auch Gestein, das sich vor langer Zeit im Meer abgelagert hat. Kohlendioxid ist ein sogenanntes "Treibhausgas", durch das die Wärmestrahlung zumindest zum Teil zur Erde zurückkommt.

Ganz ohne solche Treibhausgase wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Lebewesen darauf leben könnte. Aber eine zu große Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre ist schädlich, denn sie lassen es zu warm werden auf der Erde und sind damit schuld am Klimawandel: Seit der Industrialisierung hat sich die Menge des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre fast verdoppelt. Forscher rechnen damit, dass deswegen in den nächsten Jahren die Sommer immer trockener und heißer, die Winter immer milder und feuchter werden.

Industrialisierung - was ist das eigentlich?

Der Lebensraum der Tiere verändert sich

Schneehase (c) dpa
Ohne Schnee hat der Schneehase im Winter keine Tarnung.
Wegen der Erderwärmung wird es immer mehr Hitzewellen, Dürren und auch Überschwemmungen und Stürme geben. Damit ändert sich auch der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Schon jetzt blühen viele Blumen und Bäume früher im Jahr als sonst und die Zugvögel kommen eher zurück aus ihren Winterquartieren. Manche Zugvögel haben nicht mal mehr Lust, überhaupt noch in ihr Winterquartier zu ziehen.

Fische laichen früher und Insekten entwickeln sich schneller. Winterschläfer dagegen bleiben viel zu lang aktiv, sie werden nicht müde, weil es viel zu lang warm bleibt und auch noch genug zu fressen gibt. Pflanzen und Tiere aus wärmeren trockeneren Klimazonen werden bei uns heimisch.

Und die Arten, die es lieber kalt mögen, sterben in manchen Regionen ganz aus. Dabei können sich schnell wachsende Pflanzen leichter an Klimaveränderungen anpassen als langsam wachsende wie zum Beispiel Bäume.

Pflanzen und Tiere aus den Tropen

Sogar Tiere und Pflanzen aus wärmeren Gebieten wie den Tropen könnten bei uns heimisch werden. Forscher rechnen damit, dass einige unserer Gemüsesorten irgendwann im Freiland angebaut werden können und nicht mehr im Gewächshaus gezogen werden müssen. Auch werden manche fremden Obstsorten besser wachsen und vielleicht sogar unsere heimischen verdrängen.

Die alte deutsche Apfelsorte Holsteiner Cox zum Beispiel mag es nicht allzu warm, der Braeburn aus Neuseeland aber schon. Nur: Bananen, Ananas oder Zitrusfrüchte wird man bei uns trotzdem nicht anbauen können, denn im Winter wird es hier immer noch Nachtfröste geben - und die vertragen diese Pflanzen leider nicht.


Simone Wichert


 
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