Bundespräsident – Die Wahl des Staatsoberhauptes
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Der jeweilige Bundespräsident wohnt immer im Schloss Bellevue in Berlin.
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Am 23. Mai 2009 wurde ein neuer Bundespräsident für Deutschland gewählt. Drei Kandidaten standen zur Auswahl. Horst Köhler wurde von den Parteien CDU, CSU und FDP vorgeschlagen. Die Kandidatin von der SPD und den Grünen hieß Gesine Schwan und die Partei Die Linke hatte Peter Sodann vorgeschlagen.
Gewählt wurde Horst Köhler, der auch schon in den fünf Jahren davor Bundespräsident war. Gewählt wird ein Bundespräsident nicht von allen, sondern von einer Gruppe von Politikern und Bürgern.
Was macht ein Bundespräsident eigentlich den ganzen Tag, wollte unsere klaro-Klasse wissen. Barbara Kostolnik arbeitet für den Bayerischen Rundfunk in Berlin und gibt Antwort.
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Bundespräsident Horst Köhler
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Horst Köhler kam am 22. Februar 1943 in Polen auf die Welt. Seine Eltern waren Bauern, die aus Deutschland stammten. Horst Köhler hat sieben Geschwister und ist der Zweitjüngste. Die Familie lebte später in der Nähe von Leipzig, dann in Ludwigsburg, in der Nähe von Stuttgart. Dort ist Horst Köhler auch zur Schule gegangen und hat am Mörike-Gymnasium Abitur gemacht. Studiert hat er Wirtschaftswissenschaften und danach hat er unter anderem in verschiedenen Ministerien der Bundesregierung gearbeitet und für verschiedene Banken. Im Jahr 2004 wurde er zum ersten Mal zum Bundespräsidenten gewählt.
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Wie wird ein Bundespräsident gewählt?
Bundesversammlung heißt die Gruppe von Menschen, die sich alle fünf Jahre einmal trifft, um den Bundespräsidenten von Deutschland zu wählen. In dieser Gruppe sind natürlich nicht immer dieselben Menschen, das kann sich ändern. Immer gleich ist aber, dass alle Mitglieder des Bundestages, also die von den Bürgern gewählten Abgeordneten im Parlament, zur Bundesversammlung gehören. Sie aber machen nur die Hälfte der Menschen in der Bundesversammlung aus. Die andere Hälfte wird von den Regierungen der Bundesländer bestimmt.
Alles Bundespräsidenten von 1949 bis heute:
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Theodor Heuss 1949 bis 1959
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Heinrich Lübke 1959 bis 1969
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Gustav W. Heinemann 1969 bis 1974
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Walter Scheel 1974 bis 1979
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Karl Carstens 1979 bis 1984
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Richard von Weizäcker 1984 bis 1994
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Roman Herzog 1994 bis 1999
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Johannes Rau 1999 bis 2004
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Was macht ein Bundespräsident?
Der Bundespräsident ist unser Staatsoberhaupt. Wirklich entscheiden kann er jedoch wenig. Seine Hauptaufgabe ist es, den Kontakt zu anderen Ländern zu pflegen. Dazu lädt er Staatsoberhäupter anderer Länder nach Deutschland ein, reist selbst in andere Länder oder spricht auf großen Konferenzen. Durch all das kann er Menschen in anderen Ländern erklären, wie wir in Deutschland über die verschiedenen Dingen denken. Dazu braucht es viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen.
Bundespräsidenten sind ja meistens schon ein wenig älter und dadurch vielleicht auch ein bisschen weise. Obwohl sie ja von Parteien vorgeschlagen und gewählt werden, sind sie im Amt dann unabhängig. Sie sagen ihre Meinung zu allem, was in Deutschland passiert. Etwa, dass ihnen nicht gefällt, was Politiker oder große Firmen machen. Manche Bundespräsidenten können das so gut, dass sie nur mit Worten großen Einfluss ausüben können.
Karen Zoller
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