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Publikationen  TELEVIZION   Ausgabe 14/2001/1

Maya Götz

Kinder- und Familienfernsehen aus der Sicht der Eltern

Eltern legen Wert auf Qualität im Kinderprogramm: lehrreich, altersadäquat und gewaltfrei soll es sein. Für das Familienprogramm fordern sie zusätzlichen Raum für Kommunikation und Interaktion.

Zum Forschungsstand

Fernsehen ist in Familien mit Kindern seit langem ein Thema. Haben Kinder das Fernsehen erst einmal für sich entdeckt, zieht es Konflikte und häufige Diskussionen nach sich (Kübler/Swoboda 1998, S. 176 ff.). Es ist mit Abstand das Diskussionsthema Nummer eins von Eltern mit ihren Kindern und liegt bei den Streitthemen auf Platz zwei gleich hinter Auseinandersetzungen über das "Zubettgehen" (Krotz et al. 1999, S. 119/120). Fernsehen gehört zum Alltagsleben in Familien dazu.

So zentral das Thema scheinen mag, so fragmentiert sind die aktuellen Ergebnisse der Rezeptionsforschung. Aus der ersten Hälfte der 90er Jahre liegen richtungsweisende Arbeiten zum Mediengebrauch in der Familie vor (z.B. Hurrelmann 1996 /Erhebung 1993), Charlton (Zusammenfassend 2000 / Erhebung 1984-1986). Die fundierteste neuere Auseinandersetzung mit Fernsehen im Alltag von Familien mit Vorschulkindern bieten Hans-Dieter Kübler und Wolfgang Swoboda (1998 / Erhebung 1995 und 1996). Aktuellere Daten werden eher als Randthema in Basisstudien durch Elternbefragungen miterhoben (z.B. Krotz et al. 1999, Klingler/Feierabend 1999).

Die Erkenntnisse des Forschungsstandes gleichen eher einem Puzzle aus älteren, umfassenderen Studien und neueren Einzelteilen. Ein wichtiges Moment in dem Themenfeld Familienfernsehen, vor allem im Alltag mit jüngeren Kindern, sind Eltern mit ihren Qualitätsvorstellungen und den Fernsehregeln, die sie für die Familie aufstellen. Mit einer kleineren, aktuellen Umfrage möchte das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hier ein kleines Puzzleteil dazu legen.

Methode

Im Erhebungszeitraum April 2001 sprachen wir Eltern über Internetforen an und baten sie, einen Fragebogen mit zumeist offenen Fragen auszufüllen. Ziel war es, etwas über die Fernsehregeln in der Familie und die Qualitätskriterien der Eltern zum Kinder- und Familienprogramm herauszufinden. An der Befragung beteiligten sich 162 Eltern, zumeist Mütter aus Zwei-Eltern-Familien mit Vorschulkindern. Es ist also eine kleine Umfrage, die spezielle Online-Foren nutzende Eltern ansprach. Deshalb können die Ergebnisse nur auf qualitative Tendenzen hinweisen und keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben. Die folgenden Ergebnisse sind also eher im Sinne eines Pre-Tests zu verstehen, aus dem sich Forschungsfragen ableiten lassen, die an intensiven qualitativen Studien detailliert erforscht oder an größeren quantitativen Stichproben überprüft werden müssten (vgl. Götz/Reichenberger/Hofmann 2001).

Eltern sind sich einig: Fernsehregeln müssen sein

Ein hoher Prozentsatz der Eltern gibt an, dass sie ihrem Kind in Bezug auf TV- und Video- Konsum sagen, was sie dürfen und was nicht (Krotz et al. 1999, S. 118). Unter Eltern herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass es Fernsehregeln geben muss (Krotz et al. 1999, S. 115). Das war in dieser Umfrage nicht anders. Die Gestaltung der Regeln findet dabei nach Angaben der Eltern vor allem durch die erwachsenen Familienmitglieder und den Alltag statt. Nach Aussagen der Eltern werden die Regeln oftmals eingehalten, zumindest bei den jüngeren Kindern.

Inhaltlich orientieren sich die Regeln häufig an einer zeitlichen Limitierung, was sich mit Ergebnissen früherer Studien deckt (z.B. Kübler/Swoboda 1998, S. 181). Eltern geben ihren Kinder vor, wie lange sie fernsehen dürfen, im Sinne von "nur eine halbe Stunde am Tag" oder der Tageszeit im Sinne von "erst ab 17.30 Uhr". Häufiger wird dabei explizit zwischen Wochentag und Wochenende unterschieden. Eine weitere Kategorie in der zeitlichen Limitierung ist die Anzahl der gesehenen Sendungen im Sinne von "Nur eine Sendung am Tag."

Mehreren Eltern, insbesondere von Vorschulkindern, ist es zudem wichtig, dass sie erst gefragt werden, bevor der Fernseher eingeschaltet wird. So behalten sie die Zugangskontrolle, und ebenfalls vor allem bei Vorschulkindern benennen Eltern häufiger ihre eigene Anwesenheit in der Rezeptionssituation als feststehende Regel in der Familie.

Die am häufigsten genannte und subjektiv oftmals bedeutsamste Dimension richtet sich jedoch auf den Inhalt der Sendung. Insbesondere Eltern jüngerer Kinder ist es wichtig, die Fernsehinhalte ihrer Kinder zu kontrollieren. In einigen Fällen beschreiben sie dies als "Zensur".

"(Unsere) Kinder sehen nur spezielle Kindersendungen oder Natursendungen, alle Sendungen werden durch uns ‚zensiert‘, d. h. wir verschaffen uns einen ersten Eindruck von der jeweiligen Sendung. Zu bestimmten Sendungen wie ‚Tigerenten Club‘, ‚Die Sendung mit der Maus‘, ‚Löwenzahn‘, ‚1,2 oder 3‘ raten wir sogar zu, andere verbieten wir." (Mutter, 33 Jahre, 2 Töchter mit 4 und 10 Jahren)

Mehrfach berichteten die Eltern auch von gezielten Begrenzungen auf einen Sender, den Kinderkanal von ARD/ZDF. Eltern bemühen sich, Sendungen zu finden, die sie für Kinder geeignet halten.

Was Eltern unter Qualität im Kinderfernsehen verstehen

Sich mit den Qualitätskriterien von Eltern auseinanderzusetzen ist kein neues Anliegen. In einer niederländischen Studie ging Peter Nikken 1995 den Qualitätskriterien von Eltern nach. Aus Gruppendiskussionen mit 50 Eltern wurden Thesen zu Qualitätsmerkmalen erstellt. In einer Telefonumfrage gaben anschließend 357 Eltern an, für wie wichtig sie diese hielten. "Verständlichkeit" (besonders bei Bildungssendungen und Nachrichten), "Ästhetische Qualität" (besonders bei Zeichentrickserien), und "Engagement" (insbesondere bei Bildungssendungen) stellten sich als besonders wichtig heraus (Nikken 1995, S. 30 ff.).

In einer bundesdeutschen Befragung gingen 1996 Christoph Frey und Ulrike Six zunächst ähnlich vor und ließen Eltern ebenfalls Kriterien zur Qualitätsbestimmung einschätzen, die allerdings alle eine relativ hohe Zustimmung bekamen. Die Autoren zweifeln selbst daran, inwieweit diese Kriterien Aufschluss über die real umgesetzten Orientierungen geben (Frey/Six 1997, S. 180 ff.). Daher wurden Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen in einem zweiten Schritt gebeten, positive bzw. negative Merkmale von Kinderfernsehen frei zu benennen und diese subjektiv in ihrer Wichtigkeit zu werten. Es zeigte sich, dass für Erwachsene vor allem Bildungs- und Informationssendungen und das Merkmal kind- bzw. altersgerecht positiv sind. Mit deutlichem Abstand folgen unterhaltende und lustige Sendungen. Als negatives Kriterium nannten die Eltern vor allem Gewalt (Frey/Six 1997, S. 186 ff.). Erwachsene haben also Qualitätsvorstellungen im Kopf, die eher allgemein gehalten und abfragbar sind.

Das für Kinder geeignete Programm hat für Eltern einen Namen: "Die Sendung mit der Maus"

Um dies noch einmal zu aktualisieren und auf die Ebene konkreter Sendungen zu beziehen, wurden Eltern gebeten, drei Sendungen zu benennen, die sie als für Kinder geeignet bzw. ungeeignet bezeichnen. In freien Nennungen sollten sie ihre Aussage begründen. Mit deutlichem Abstand liegt "Die Sendung mit der Maus" dabei mit 91 Nennungen auf Platz 1 der für Kinder geeigneten Sendungen, gefolgt von "Löwenzahn", "Sesamstraße", "Biene Maja", den "Teletubbies" und dem "Sandmännchen" (s. Tab. 1). Dies ist sicher nicht überraschend, doch wichtig, empirisch festzuhalten. Von der Tendenz ebenso wenig überraschend, in der Eindeutigkeit dann aber doch verblüffend, ist das Verhältnis von öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern. Die öffentlich-rechtlichen Angebote dominieren eindeutig die Liste der nach Ansicht der befragten Eltern für Kinder geeigneten Sendungen. Erst auf dem 17. Platz liegen mit "Disney-Trickfilme" (5 Nennungen), gefolgt von "Pokémon" (4 Nennungen) Angebote privater Fernsehanbieter. Das Prädikat "für Kinder geeignete Sendungen" scheint eindeutig an die Öffentlich-Rechtlichen vergeben und mit dem Namen "Die Sendung mit der Maus" verbunden zu sein.

Begründung für geeignete Kindersendungen

Die Sendung mit der Maus

lehrreich
informativ
altersadäquat
lustig
unterhaltsam
für alle was dabei
91

47
20
19
15
10
09
Löwenzahn

lehrreich
informativ
altersadäquat
unterhaltsam
für alle was dabei
lustig
58

37
13
10
06
06
06

Sesamstraße

lehrreich
unterhaltsam
Kinder lernen mit Spaß
lustig
altersadäquat
gewaltfrei
48

27
09
09
08
08
06
Biene Maja

gewaltfrei
Wertevermittlung
Identifikationsfigur
verständlich
altbewährt
31

09
05
04
04
04



Aus der Elternperspektive sollte ein geeignetes Kinderprogramm "lehrreich" sein

Tabelle 1:
Nennungen geeigneter Kindersendungen
Die Sendung mit der Maus
Löwenzahn
Sesamstraße
Biene Maja
Teletubbies
Sandmännchen
Tiersendungen
Der Bär im großen blauen Haus
Heidi
91
58
48
31
28
23
17
15
13

Als Begründungen, warum Sendungen geeignet seien, ist über alle Sendungen "lehrreich" das am häufigsten genannte Argument, gefolgt von "altersadäquat" als Beschreibung der Eltern für ein Angebot, das nach ihren Vorstellungen den Anliegen und Fähigkeiten der Altersgruppe entspricht. Argumente, die sich auf Vergnügen richten, wie "lustig" oder "unterhaltsam", werden weniger häufig genannt.

Auch hier bestätigen sich die Ergebnisse früherer Untersuchungen, denn in den Antworten der Eltern spiegeln sich ihre Vorannahmen wider, was das Fernsehen Positives für ihre Kinder leisten könnte. Auf eine entsprechende Frage in der Studie "Kinderwelten 2000" wurde dem Fernsehen vor allem zugetraut, Wissen über kindliche Umwelt und Umfeld (94% Zustimmung) und über die Welt (Zustimmung 78%) zu vermitteln (RTL Disney Fernsehen 2000, S. 32). Dass Eltern das Argument "lehrreich" bei der Beurteilung einer geeigneten Sendung für Kinder vorbringen, ist nicht verwunderlich und durchaus verständlich. Denn Fernsehen von Kindern ist nach wie vor als pädagogisch wenig wünschenswert stigmatisiert. Während wir Erwachsenen uns Fernsehen mittlerweile auch als Unterhaltung und Entspannung offiziell zugestehen, bleibt bei Kindern der Wunsch bestehen: Sie sollten doch wenigstens etwas Sinnvolles davon lernen. Das beruhigt das Gewissen, bürdet aber die gesellschaftliche Last der "Untugend Fernsehen" dem Kinderfernsehen auf.

Ikone "Maus"

Auffällig ist ohne Zweifel die häufige Nennung des Kinderklassikers "Die Sendung mit der Maus". Auch nach Altersgruppen aufgeteilt, ist sie stets die meistgenannte Sendung. Ist innerhalb der Stichprobe dieses Programm als eine der drei für Kinder geeigneten Sendungen erwähnt, so steht sie in vielen Fällen an erste Stelle der Reihenfolge. Die häufigste Kombination ist hierbei: 1. Platz "Die Sendung mit der Maus", 2. Platz "Löwenzahn", 3. Platz "Sesamstraße". "Die Sendung mit der Maus" (ARD/KI.KA) – so scheint es zu sein - ist die Sendung, die viele Eltern als Antwort auf die Frage nach einem geeigneten Programm an erste Stelle setzen, bzw. die ihnen als erstes einfällt. Sie ist aus der Perspektive der Eltern lehrreich, informativ und altersadäquat und erfüllt zunächst schlicht und ergreifend die Merkmale, die Eltern sich erhoffen (und die sie nicht zuletzt auch an diesem Programm entwickelten).

Liste der am häufigsten genannten
Begründungen für eine geeignete
Kindersendung (über alle Sendungen):
lehrreich
altersadäquat
gewaltfrei
informativ
lustig
unterhaltsam
verständlich
142
85
47
46
44
33
29

 

Vermutlich sind die konkreten Vorstellungen von der Sendung dabei verschieden, denn im Medium bleiben eigentlich nur das Grundkonzept, einige Figuren und eine potenzielle ästhetische und inhaltliche Orientierung konstant. Ansonsten ist keine "Sendung mit der Maus" wie die andere. Insofern verbirgt sich hinter dem Namen vermutlich eher die Zustimmung zu einer bestimmten Grundorientierung, die nicht unbedingt konkret ausformuliert oder mit aktuellen Seherfahrungen zu tun haben muss.

Zudem steht erfreulicherweise auch der öffentliche Diskurs seit langem auf der Seite der "Maus" und trägt seinen Teil dazu bei, diese Sendung zur Marke zu stilisieren, die das gesellschaftliche Verständnis von Qualitätsprodukten im Kinderfernsehen prägt.

So schön es ist, dass es hier scheinbar etwas gibt, wo sich Produzierende, Eltern, PädagogInnen und JournalistInnen einig sind, so besteht auch die Gefahr, eine Ikone zu produzieren. Schon jetzt sind es weit mehr Erwachsene als Kinder, die die Sendung sehen. 50% der Zuschauerschaft kommen aus Haushalten ohne Kinder. Dies legt die Vermutung nahe, dass "Die Sendung mit der Maus" auch ein Stück Nostalgie ist, mit der wir u.a. auch unsere Vorstellungen von dem, was Kinderfernsehen ausmachen sollte, fundamentieren. Die Verantwortung auf der Seite der Produzierenden wird es sein, dass dies nicht unter Ausschluss der real existierenden Kinder geschieht.



Ungeeignete Sendungen haben weniger eindeutig einen Namen - und wenn, dann ist es "Pokémon"

Begründung für ungeeignete Kindersendungen

Pokémon

gewalthaltig
zu schnell
wirklichkeitsfremd
konsumfördernd
unsympathische Figuren
nicht verständlich
falsche Konfliktlösungen
42

20
06
05
05
04
04
03
Krimis

gewalthaltig
nicht altersadäquat
macht Angst
wirklichkeitsfremd
nicht verständlich
27

16
06
04
03
02

Digimon

gewalthaltig
zu schnell
nicht verständlich
falsche Konfliktlösungen
macht Angst
21

12
04
03
03
02
Nachrichten

gewalthaltig
nicht altersadäquat
überfordernd
macht Angst
Kinder nicht alt genug
zu schnell
nicht verständlich
20

11
04
04
03
02
02
02



Bei der Frage nach den "ungeeigneten Fernsehsendungen für Kinder" steht "Pokémon"
(RTL 2) mit 42 Nennungen auf dem ersten Platz, vor der Genreangabe "Krimis", "Digimon" (RTL 2), der Angabe "Nachrichten" und den "Teletubbies" (s. Tab. 2).

Tabelle 2:
Nennungen
ungeeigneter Kindersendungen
Pokémon
Krimis
Digimon
Nachrichten
Teletubbies
Talkshows
Die Simpsons
Horrorfilme
Sailor Moon
42
27
21
20
13
12
8
7
7

Während das geeignete Fernsehprogramm für Kinder bei Eltern einen Namen hat, nämlich : "Die Sendung mit der Maus", ist das ungeeignete Programm weniger auf einen einzelnen Sendungstitel zu vereinen. Wenn Sendungen genannten werden, sind es diejenigen, auf die sich auch die öffentliche Diskussion konzentriert, nämlich: "Pokémon", "Digimon" und "Teletubbies". Hier ist die Beurteilung der Eltern vermutlich auch durch die öffentliche Diskussion (Agenda-Setting) mitgeprägt.

Inhaltliches Hauptargument gegen "Pokémon" ist eindeutig der gewalthaltige Inhalt. Es schwingt aber auch mit, dass "Pokémon" in der Ästhetik und den Vorstellungen den Vorannahmen von Eltern wenig entspricht. Hier einige Begründungen von Eltern, warum "Pokémon" eine für Kinder ungeeignete Sendung ist:

..."(weil) der Handlungsverlauf viel zu schnell ist und sich alles immer um Kampf dreht! Allein diese grausamen Figuren, da ist wirklich nichts Schönes dran. (...)" (Mutter 30 Jahre mit 4-jährigem Sohn)

..."hab ich noch nie gesehen, ist mir allein von den Figuren total unsympathisch." (Mutter 32 Jahre mit einem 3- und einem 1-jährigen Sohn)

..."(weil) ich als Erwachsener nicht mal den Durchblick habe !!! (...)" (Mutter 29 Jahre mit einem 2-jährigen und einem 4-jährigen Sohn)

Eltern fühlen sich von "Pokémon" inhaltlich und ästhetisch nicht angesprochen. Eine Sendung, in der sich alles um "total unsympathische" Figuren und "Kampf" dreht und in der "Erwachsene nicht mal den Durchblick" haben, sind für sie Gründe, warum sie diese Sendung eher für ungeeignet halten. Die elterlichen Seherfahrungen sind dabei unterschiedlich fundiert. Die öffentliche Diskussion, die unter anderem mit entsprechender Boulevardisierung im Fernsehen und in diversen Printmedien geführt wurde, verstärkt vermutlich dieses Unwohlsein der Eltern.

Gleichzeitig ist "Pokémon" eine Sendung, in der schon Kindergartenkinder sich auskennen "müssen", um in der Peer-Group mitreden zu können. Einige Eltern beschreiben genau dieses Dilemma:

Mutter (38 Jahre) mit zwei Söhnen (11 und 7 Jahre) und einer Tochter (4 Jahre) nennt "Pokémon" und "Digimon" als für Kinder ungeeignete Sendungen, da "inhaltslos, brutal. Allerdings ist ‚Pokémon‘ so wichtig gewesen, dass ein Verbot eine Ausgrenzung für Kinder dargestellt hätte."

Das Anschauen der Sendung ist für ihre Kinder wichtig, um nicht aus der Gruppe der Gleichaltrigen ausgeschlossen zu werden. Gleichzeitig halten die Eltern das Programm für ungeeignet und würden es gerne verbieten. Hier entsteht für die Eltern eine Zwickmühle, die durch den nicht zu unterschätzenden finanziellen Aufwand, den die "Pokémon"-Begeisterung bedeutet, noch verstärkt wird.

Aus der Elternperspektive sind gewalthaltige Programme für Kinder ungeeignet

Als frei genannte Begründung für die Nichteignung dominiert eindeutig das Argument "gewalthaltig". Eltern lehnen Inhalte, die aus ihrer Perspektive gewalthaltig sind, ab. Mit viel Abstand folgen Argumente, die sich auf eine Überforderung der Kinder beziehen.

Liste der am häufigsten genannten
Begründungen für eine ungeeignte
Kindersendung (über alle Sendungen):
gewalthaltig
nicht altersadäquat
zu schnell
wirklichkeitsfremd
macht Angst
nicht verständlich
niveaulos
102
38
26
25
2,
19
15


Die exponierte Position der Nennung "gewalthaltig" bedeutet nicht, dass Eltern von einem einfachen Wirkungsmechanismus ausgehen (s. hierzu Krotz et al. 1999, S. 115). Vermutlich ist dies das greifbarste Argument für das oftmals latent bestehende Unwohlsein gegenüber Angeboten, die von den Sehgewohnheiten und Wünschen der Erwachsenen abweichen.

Eltern greifen gerne auf Altbewährtes zurück, das sie selber schon als Kinder gesehen haben

In vielen der Aussagen von Eltern zu einem geeigneten Programm schwingt eine gewisse nostalgische Erinnerung an die eigene Kinder-Fernsehzeit mit.

"Meine Tochter liebt Ernie und Bert und mein Mann und ich erinnern uns gerne daran, wie wir die ‚Sesamstraße‘ als Kinder gesehen haben und haben immer noch Spaß daran (...)." (Mutter, 34 Jahre, mit 3-jährigerTochter)

Eltern fühlen sich von Sendungen, die sie selber als Kinder gesehen haben, emotional angesprochen. Insofern stellt sich die Frage, in welcher Beziehung die Aussagen der Eltern zu geeigneten Kinder- bzw. Familiensendungen stehen, die sie selber erfahren haben. Daher baten wir in zwei weiteren Fragen Eltern, die Sendungen zu nennen, die sie selber als Kinder im Fernsehen gesehen habe. Abermals steht mit 62 Nennungen "Die Sendung mit der Maus" auf dem ersten Platz vor der "Sesamstraße" und der "Biene Maja". Die Sendungen, die Eltern als für Kinder geeignet nennen, sind also vor allem die Programme, die sie auch selber gesehen haben.

Schließlich baten wir die Eltern, noch einmal die Sendungen zu nennen, die sie nach ihrer Erinnerung gemeinsam mit ihren Eltern gesehen haben. Auch hier steht "Die Sendung mit der Maus", wenn auch nicht an so exponierter Position wie bei den anderen Fragen, an erster Stelle vor "Dalli-Dalli" (11 Nennungen), gleich auf mit der "Sesamstraße" (11 Nennungen), gefolgt von der "Hitparade" (9 Nennungen) und dem "Sandmännchen" (9 Nennungen). Auch bei dem, was Eltern als geeignete Familiensendung beschreiben, finden sich neben den beiden ZDF-Shows "Die Sendung mit der Maus" und die "Sesamstraße" wieder.

Diese Ergebnisse, die sicher im Detail noch näher zu erforschen wären, deuten darauf hin, dass potenziell eine Ähnlichkeit der Sendungen, die von den Eltern selbst positiv erinnert wurden (und dadurch auch als Namen präsent sind), mit den Sendungen besteht, die Eltern als geeignetes Kinder- und Familienprogramm beurteilen. Es scheint so, dass Eltern, zumindest die von Vorschulkindern, gerne auf Altbewährtes und selber in der Kindheit Erfahrenes zurückgreifen. Damit geht eine Tradierung und auch Festschreibung von Vorstellungen einher, die durchaus verständlich, aber für den Alltag in Familien problematisch werden kann. Denn die Erfahrungen der Eltern reichen nicht aus, um die Vielfalt der derzeitigen Angebote sowohl in privaten als auch öffentlich-rechtlichen Programmen adäquat verstehen und einschätzen zu können. Der öffentliche Diskurs, der sich immer wieder auf wenige bekannte Sendungstitel bezieht, ist hier ebenfalls nicht sonderlich hilfreich.

Was aus Sicht der Eltern eine Sendung für die ganze Familien leisten sollte

Eine weitere Frage an die Eltern richtet sich auf ihre Vorstellungen von einem "für die ganze Familie geeigneten Fernsehprogramm". Abermals steht "Die Sendung mit der Maus" an erster Stelle, wenn auch nicht ganz so exponiert wie bei der Angabe für eine geeignete Kindersendung. Auf dem zweiten Platz folgt "Löwenzahn" (s. Tab. 3). Beides sind öffentlich-rechtliche Angebote, die sich aus Sicht der Eltern vor allem als Familiensendung eignen, weil sie "für alle was dabei" haben und "lehrreich" sind.

Liste der am häufigsten genannten
Begründungen für ein geeigntes
Familienprogramm (über alle Sendungen):
für alle was dabei
lehrreich
Spaß
interessant
unterhaltend
gemeinsam fernsehen
spannend
bietet Gesprächsanlässe
86
79
35
33
26
24
15
15


Eine häufig genannte Kategorie bei der Begründung, warum eine Sendung für Familien geeignet sei, ist - wie bei den Kindersendungen - "lehrreich". Bei den Familiensendungen sollten es aber nicht nur die Kinder sein, die etwas Wissenswertes erfahren, sondern eben auch die Erwachsenen. Dies leisten nach Angaben der Eltern neben "Maus" und "Löwenzahn" (Peter Lustig) Tierfilme, "Wetten, dass...?" und Quizshows. Eine Fernsehsendung für die ganze Familie sollte dabei nicht nur Wissen vermitteln, sondern zum Nachforschen anregen. Ein positives Erlebnis mit dem Familienfernsehen war es für die Eltern, wenn sie, durch die Sendung angeregt, im Lexikon nachschlugen, weitere Informationen einholten oder Gezeigtes nachbastelten. Diese Anregung zum Selbermachen schreiben einige Eltern übrigens auch Kochsendungen zu, die sie deshalb als gute Familiensendung nennen.

Begründung für geeignete Familiensendungen

Die Sendung mit der Maus

für alle was dabei
lehrreich
interessant
Spaß
abwechslungsreich
informativ
nostalgisch
51

19
18
12
07
04
03
03
Löwenzahn

für alle was dabei
lehrreich
was zu lernen
informativ
Spaß
interessant
gemeinsam fernsehen
bietet Gesprächsanlässe
Anregungen
33

16
14
07
04
03
02
02
02
02

Tiersendungen

lehrreich
interessant
für alle was dabei
Tiersendung
was zu lernen
realitätsnah
spannend
30

13
09
07
04
03
03
02
Wetten, dass ...?

spannend
unterhaltend
für alle was dabei
Spaß
gemeinsam fernsehen
nicht schädlich
16

07
07
04
04
03
02



Tabelle 3: Nennungen
geeigneter Familiensendungen
Die Sendung mit der Maus
Löwenzahn
Tiersendungen
Wetten, dass ...?
Märchen
Disney-Trickfilme
Trickfilme
Wer wird Millionär?
Natursendungen
Quizsendungen
51
33
30
16
12
10
10
10
9
9


Neben Sachinformationen und Anregungen erwarten Eltern aber auch, dass alle emotional angesprochen werden und sich in den Figuren wiederfinden. Genannt wird dies beispielsweise bei der Sitcom "Full House" (RTL 2):

Mutter (34 Jahre) mit 2 Töchtern (8 und 11 Jahre):

... (weil) "die Mitspieler Kinder in jedem Alter und Erwachsene sind und alle mal irgendein Problem haben, mit dem man sich als Kind, aber auch als Elternteil, identifizieren kann."

Sendungen, die dies aus Sicht der Eltern für Vorschulkinder leisten sind "Pumuckl" ("Der Pumuckl für die Kinder und Meister Eder für die Erwachsenen") und "Der Bär im großen blauen Haus" (KI.KA).

Familienfernsehen sollte nach Ansicht der Eltern aber auch Kommunikation anregen und es den Eltern ermöglichen, sich mit ihren Kindern über Inhalte zu unterhalten und ihnen so Zusammenhänge der Welt vermitteln zu können. Für eine Mutter (31 Jahre) mit 2-jährigem Sohn bieten zum Beispiel Tierfilme diese Möglichkeit:

"(...) und wenn der Löwe die niedliche Gazelle beißt, dann ist es für Kinder erstens nicht so brutal, als wenn der böse Mann die arme Frau tötet, und man kann den Kindern zweitens erklären, dass der Löwe nur Hunger hatte und halt einfach nicht zu McDonalds gehen kann."

Bei diesem sicherlich auch humorvoll gemeinten Beitrag schwingt mit: Es geht den Eltern nicht nur um inhaltlich Wissenswertes und emotional Ansprechendes, sie wollen vor dem Fernseher gemeinsam mit ihren Kindern etwas machen, an dem alle Spaß haben und das allen etwas bringt. Die Interaktion soll mit Hilfe des Programms innerhalb der Familie stattfinden. Nach Ansicht einer Reihe von Eltern können Quizsendungen dies besonders gut leisten, "da alle mitraten und mitfiebern (...)." (Mutter, 34 Jahre, mit einem 8-jährigen Sohn und einer 5-jährigen Tochter). Um diese Aktion vor dem Fernseher zu ermöglichen, muss das Programm den Familien auch Raum für Kommunikation und Interaktion lassen und nicht die gesamte Aufmerksamkeit bannen.

Eine Mutter (34 Jahre mit 5-jährigem Sohn) begründet, warum Quizshows, Musiksendungen und Kochshows für die ganze Familie geeignet sind: (Sie) "lockern die Atmosphäre auf, da man sich währenddessen auch unterhalten kann, Erklärungen abgeben kann, zusammen lachen kann, selbst mitraten kann und die Kinder gelobt werden können usw."

Für diese Eltern soll Fernsehen zur Auflockerung der Atmosphäre vor dem Bildschirm dienen. Der Programminhalt sollte die Gemeinsamkeit fördern und nicht verhindern. Das ist eine Perspektive auf Familienprogramm, die weit weniger inhaltsschwer ist, als Programmproduzierende dies vielleicht annehmen. Eine für die Familie geeignete Sendung sollte sich - aus Sicht der Eltern - dabei in die alltäglichen Rituale einpassen, so wie das "Sandmännchen":

(Wo) ..."alle Familienmitglieder vor dem Schlafengehen der Kinder sich gemeinsam vor dem Fernseher entspannen - bei gleicher Melodie, gleichen Eingangsfiguren, manchmal raten, welches Märchen dargestellt wird und wo der Sandmann sich befindet und dann den Zaubersand abwehren...." (Mutter, 35 Jahre, mit zwei Töchtern, 1 und 6 Jahre)

Hier haben sich mit einer entsprechenden Sendung Rituale gebildet, die jeden Abend stattfinden, die helfen, Kinder (und Eltern) zur Ruhe kommen zu lassen und vermutlich auch noch viel Spaß machen.

Zusammenfassung: Eltern und ihre Sicht auf Familienfernsehen

Sendungen, die Eltern in ihrer Kindheit gerne gesehen haben:

Kindersendungen

 

Familiensendungen

Die Sendung mit der Maus:
62 Nennungen

 

Die Sendung mit der Maus:
12 Nennungen

Sesamstraße:
53 Nennungen

 

Dalli-Dalli (Foto ZDF):
11 Nennungen

Biene Maja:
46 Nennungen

 

Sesamstraße:
11 Nennungen

Heidi:
32 Nennungen

 

Hitparade (Foto ZDF):
9 Nennungen

Im Alltag finden Eltern (notgedrungen) Wege, mit den Anforderungen des Themas "Fernsehen und Familie" umzugehen. Sie entwickeln - zum Teil mit hoher Kreativität - Regeln, die sie versuchen, nach ihren Wahrnehmungen im Alltag auszuhandeln. Neben der Beschränkung der Zeit vor dem Fernseher, sind Zugangskontrolle und (bei jüngeren Kindern) die eigene Anwesenheit in der Rezeptionssituation von Eltern frei genannte Dimensionen ihrer Regeln. Die häufigste Einflussnahme richtet sich jedoch auf den Inhalt, und Eltern versuchen, für ihre Kinder geeignete Sendungen auszuwählen bzw. diese zu empfehlen. Eltern beurteilen ein Programm dabei vermutlich häufig von ihrem eigenen ästhetischen Empfinden her, von ihren Wünschen (lehrreich) und Vorbehalten (Gewalt) aus. Die tradierten und auch im öffentlichen Diskurs als Qualitätsprodukte diskutierten Angebote stehen hier ganz oben auf der Hitliste der für Kinder geeigneten Programme. Dies sind häufig auch die Sendungen, die die Eltern selber als Kinder auch schon gesehen haben. Neben den "Klassikern" finden sich hier auch neuere Formate. Als für Kinder nicht geeignete Programme werden hauptsächlich die Sendungen genannt, die auch öffentlich kritisch diskutiert werden: "Pokémon" (RTL 2), "Digimon" (RTL 2) und die "Teletubbies" (KI.KA/ARD). Bei allen Sendungen ist der Hauptgrund für Eltern, sie als ungeeignet zu nennen, ein nach ihren Wahrnehmungen gewalthaltiger Inhalt.

Bei einem für die ganze Familie geeigneten Angebot fordern Eltern - als junge, engagierte Erwachsene - auch Spaß für sich selber ein. Inhaltlich sollen die Programme für alle etwas Wissenswertes, etwas zum Mitdenken, zum Mitfühlen und zum Darüberreden bieten, was möglichst auch noch über die Sendungen hinaus anregt. Dabei sollten sie die Kinder nicht überfordern, keine Gewaltdarstellung enthalten und sich in den Alltag von Familien einpassen. Neben den tradierten Qualitätsvorstellungen, die an eine Sendung gerichtet werden, stellen Eltern die Familie vor dem Fernseher in den Mittelpunkt. Die Angebote sollen Gemeinsamkeit ermöglichen und nicht behindern.

Eltern fordern ein Programm, mit dem sie etwas anfangen können, das sie für sich und ihren Alltag in der Familie nutzen können: Für die einen ist ein ästhetisch und inhaltlich anspruchsvolles Angebot gefragt – namentlich oft in Verbindung mit öffentlich-rechtlichen Sendungen genannt - andere Familien genießen Sendungen, die nicht zu inhaltsschwer oder zu dominant in der Rezeptionssituation sind – namentlich oft mit Sendungen der RTL-Gruppe und "Wetten, dass ...?" (ZDF) verbunden. Vom Fernsehangebot wird Vielfältigkeit gefordert. Hier gilt es, die aus Sicht der Eltern bestehende scharfe Trennlinie innerhalb des Dualen Systems aufzubrechen und weitere, für Familien geeignete Formate zu finden. Dies umzusetzen fordert von den Produzierenden Kreativität und eine Grundhaltung, die Familien ernst nimmt, so wie sie sind, die sie in ihrem Alltag unterstützt, ihnen anbietet, was sie wollen, ohne dabei inhaltliche und ästhetische Qualitätsansprüche und Verantwortungsbewusstsein zu verlieren.


LITERATUR
  • Charlton, Michael: Kindliche Medienrezeption im familialen Kontext. In: Hoppe-Graff, Siegfried; Oerter, Rolf (Hrsg.): Spielen und Fernsehen – Über die Zusammenhänge von Spiel und Medien in der Welt des Kindes. Weinheim u.a.: Juventa 2000, S. 191 - 204.
  • Frey, Christoph; Six, Ulrike: Kriterien zur Bewertung des "Kinder-Fernsehens". In: Erlinger, Hans Dieter (Hrsg.): Kinder und der Medienmarkt der 90er Jahre. Opladen: Westdeutscher Verlag 1997, S. 177-196.
  • Götz, Maya; Reichenberger, Susanne; Hofmann; Ole: Familien-Fernsehen aus Sicht der Eltern. Internetbefragung zu Fernsehregeln und Qualitätssendungen - Eine Studie des IZI 2001 (sowie eine kommentierte internationale Literaturrecherche) ist unter www.izi.de zu finden.
  • Hurrelmann, Bettina; Hammer, Michael; Stelberg, Klaus: Familienmitglied Fernsehen. Fernsehgebrauch und Probleme der Fernseherziehung in verschiedenen Familienformen. Opladen: Leske & Budrich 1996, 308 S.
  • Klingler, Walter; Feierabend, Sabine: Kinder und Medien 1999. Ergebnisse der Studie KIM 99 zur Mediennutzung von Kindern. In: Media Perspektiven, -/1999/12, S. 610-625.
  • Krotz, Friedrich; Hasebrink, Uwe u.a.: Neue und alte Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Deutsche Teilergebnisse einer europäischen Studie. Hamburg: Hans-Bredow-Institut 1999, 142 S.
  • Kübler, Hans-Dieter; Swoboda, Wolfgang H.: Wenn die Kleinen fernsehen. Forschungsprojekt über die Bedeutung des Fernsehens in der Lebenswelt von Vorschulkindern. Berlin: Vistas 1998, 379 S.
  • Nikken, Peter: Eltern fordern Qualität im Kinderfernsehen. Ergebnisse einer niederländischen Studie. In: TelevIZIon, 8/1995/1, S. 30-32.
  • RTL Disney Fernsehen (Hrsg.): Kinderwelten 2000. Köln: RTL 2000, 81 S.

DIE AUTORIN
Maya Götz, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen, München.
maya.goetz@brnet.de
www.maya-goetz.de

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