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Forschungsprojekt

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Die Bedeutung von Fernsehfiguren für Jugendliche

Das Projekt zielt darauf ab, die für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 relevanten Fernsehfiguren herauszuarbeiten und in ihrer Bedeutung für die Identitätsentwicklung zu verstehen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Herausbildung von geschlechtlicher sowie kultureller Identität. Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten, bei denen das IZI mit internationalen WissenschaftlerInnen zusammenarbeitet.


A. Die Lieblingsfiguren von Jugendlichen (2004 - 2006)

In dieser Studie wird untersucht, für welche Figuren sich Jugendliche aus dem Fernsehangebot begeistern und welche Bedeutungen den Figuren dabei zukommt. Dazu werden Lebensweltanalysen zu 30 Mädchen und 30 Jungen zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt. Ziel der Studie: Die handlungsleitenden Themen und die Lieblingsfiguren von Jugendlichen zu identifizieren und auf deren Bedeutung für die Identitätsentwicklung hin zu analysieren.

(Durchführung Stichprobe Mädchen: IZI, Leitung: Dr. Maya Götz; Durchführung Stichprobe Jungen: RISP Tübingen, Leitung: Dr. Reinhard Winter, Gunther Neubauer)


B. Fernsehfiguren und die Entwicklung von kultureller Identität
(2004 - 2005)

Im mehr-nationalen Teil der Studie soll anhand von ethnographischen Einzelfallstudien die Bedeutung von Fernsehfiguren für die Entwicklung von kultureller Identität in unterschiedlichen Ländern herausgearbeitet werden. Hierfür werden in den USA, in Indien, Südafrika und Deutschland an jeweils 6 Einzelfall-Studien von Pre-Teens (14-15 Jahre) die Bedeutungen von Fernsehfiguren in der individuellen Gestaltung von kultureller Identität, d.h. von geschlechtlicher, ethnischer, religiöser sowie nationaler und lokaler Identität, erforscht.

(Durchführung IZI, Leitung: Dr. Maya Götz; Forschungsteam: Prof. JoEllen Fisherkeller (New York), Divya McMillin, Ph.D. (Indien), Firdoze Bulbulia (Südafrika), Dr. Maya Götz, Anita Lakhotia u.a. (Deutschland)

C. Die Bedeutung von Fernsehfiguren in der Entwicklung von kultureller Identität (2005-2007)
Aus dem Vergleich der Fallstudien ergaben sich ausdifferenzierte Fragestellungen, die nun in dem jeweiligen kulturellen Kontext genauer erforscht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt abermals auf dem Potenzial von Fernsehfiguren für die kulturelle Identitätsentwicklung.

In der deutschen Teilstichprobe werden 30 Jugendliche zu den Identitätsankern ihrer lokalen Identität befragt sowie zu den Merkmalen einer lokalen Identität bei diversen Fernsehfiguren.

In der indischen Stichprobe zeigte sich die besondere Bedeutung der Familie und ihrer religiös-kulturellen Einbindung für die Identitätsentwicklung und Rezeption von TV Figuren. In Interviews mit 30 Jugendlichen wird diesen Fragestellungen noch einmal gezielt nachgegangen.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Dezember 2005 auf der internationalen IZI-Konferenz vorgestellt.