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Die Bedeutung von Fernsehfiguren
für Kinder
Das Ziel des Projekts ist es, die
für 9- bis 11-jährige Kinder relevanten Fernsehfiguren
herauszuarbeiten und in ihrer Bedeutung für die Identitätsentwicklung
zu verstehen. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt
dabei auf der Konstruktion von Geschlecht. Das Projekt besteht
aus mehreren Teilprojekten.
A. Das Angebot an Fernsehfiguren
im Kinderfernsehen
Medienanalytisch werden die typischen Ausprägungen von
Fernsehfiguren untersucht. In einer qualitativen Analyse werden
zunächst 90 Fernsehfiguren des deutschen Kinderfernsehens
analysiert. Forschungsleitende Frage ist: Wie gehen die Protagonisten
und Protagonistinnen der Sendungen mit den auf sie zukommenden
Konflikten um? Die so herausgearbeiteten Typen von Helden
und Heldinnen des Kinderfernsehens werden auf ihre Merkmale
hin betrachtet. (Durchführung: IZI, Leitung: Dr. Maya
Götz, Projektmanagement: Katrin Brunner, Ralf Schauer)
Aufbauend auf der qualitativen Analyse
werden Hypothesen über typische Genderausprägungen
bei den Helden und Heldinnen des Kinderfernsehens formuliert
und anhand einer Programmstichprobe (2003) quantitativ inhaltsanalytisch
untersucht. (Durchführung: Universität Kassel, Leitung:
Prof. Ben Bachmair; Projektmanagement: Clemens Lambrecht)
Die kulturellen Unterschiede der typischen
Genderausprägungen von Fernsehfiguren werden anhand einer
Stichprobe der Vorauswahl des PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL
(1990-2002) quantitativ inhaltsanalytisch untersucht. (Durchführung:
IZI, Leitung: Dr. Maya Götz; Projektmanagement: Ralf
Schauer)
Die kulturellen Ausprägungen von
Kinderfernsehen werden anhand einer Stichprobe von 42 PRIX
JEUNESSE INTERNATIONAL-Teilnehmern im Vergleich mit 21 Programmen
globaler Orientierung quantitativ inhaltsanalytisch untersucht.
(Durchführung: IZI, Leitung: Prof. Hans-Peter Brosius;
Projektmanagement: Nicole Zenner)
B. Die Lieblingsfiguren von Jungen und Mädchen
Wenn Mädchen und Jungen sich für eine Fernsehfigur
ganz besonders begeistern, kommt dieser eine besondere Bedeutung
im Leben der Kinder zu. Doch wie sehen diese hilfreichen Lieblingsfiguren
aus? Welche Figuren suchen Mädchen und Jungen im Fernsehangebot
und welche finden sie? In dieser Studie werden Lebensweltanalysen
zu 40 Mädchen und 40 Jungen im Alter von 9-11 Jahren
bundesweit durchgeführt. In qualitativen und quantitativen
Medienanalysen wird das derzeitige Angebot geschlechterspezifisch
analysiert. Ziel der Studie: die handlungsleitenden Themen
und die Lieblingsfiguren von Jungen und Mädchen in der
späten Kindheit zu identifizieren und auf ihre Bedeutung
für die Identitätsfindung hin zu analysieren.
(Durchführung Mädchenstichprobe: IZI, Leitung: Dr.
Maya Götz; Projektmanagement: Petra Strohmaier, Karin
Brunner, Carolina Ensinger; Durchführung Jungenstichprobe:
RISP Tübingen, Leitung: Dr. Reinhard Winter, Gunther
Neubauer)
Anhand von Gruppenbefragungen werden die gefundenen typischen
Momente von Lieblingsfiguren in einer größeren
Stichprobe erweitert. Anschließend wird die Bedeutung
der Lieblingsfiguren im Kontext der Genderidentität vor
dem Hintergrund geschlechter-reflektierender Pädagogik
ausgewertet. Ziel ist es, die Probleme und Chancen von Fernsehfiguren
herauszuarbeiten.
Zeitplan
Die Ergebnisse der Studie wurden im Dezember 2005 auf der
internationalen IZI-Konferenz vorgestellt.
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