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Dragon Ball Z
- Faszination Gewalt
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des 50-seitigen
Forschungsberichts
(hohe Bildqualität, Größe: 4 MB)

des 50-seitigen
Forschungsberichts
(niedrige Bildqualität, Größe: 1,2 MB)
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Dragon
Ball und vor allem Dragon Ball Z ist eines der Formate,
die bei Kindern derzeit extrem angesagt sind. Dragon Ball Z
erreicht in der Abendausstrahlung Spitzenquoten. Obwohl sie, wie
der Sender in den Trailern und von Seiten der Pressestelle immer
wieder betont, keine Kindersendung ist, sehen ca. 640.000 Kinder
(3 bis 13 Jahre) jeden Abend die Serie, drei Viertel davon Jungen.
Aus medienanalytischer Sicht
fallen vor allem zwei Dinge auf: die sehr komplexen Erzählstrukturen
und die brutalen Kämpfe. Abgehackte Körperteile, Blut
und Tod gehören bei Dragon Ball Z selbstverständlich
dazu. Was fasziniert Kinder und Pre-Teens an dieser Serie? Welche
Momente stellen sie in den Vordergrund und was nehmen sie aus diesem
Format für sich mit? Das Internationale Zentralinstitut für
das Jugend und Bildungsfernsehen (IZI) führt hierzu eine qualitative
Studie durch. In Einzelinterviews mit 70 regelmäßig Dragon
Ball Z sehenden Kindern und Pre-Teens (6 bis 15 Jahre) wird
der Bedeutung dieser Serie für Kinder nachgegangen. Die Ergebnisse
zeigen: Kampf ist für die Jungen das zentrale Thema. Dabei
geht es um Aggression und ihre Grenzen, eine Faszination für
die Ästhetik der Gewalt, Kämpfe als Wettkämpfe und
Stärke, die es zu gewinnen gilt. Grundschulkinder spielen es
auf dem Schulhof bewegungsorientiert und ritualisiert nach und tauschen
sich über die neuesten Ereignisse aus.

Kinder und Pre-Teens haben
das Gefühl, aus der Serie u.a. Kampftechniken zu lernen und
Kompetenzen für Auseinandersetzungen zu gewinnen. Zum Teil
beschreiben Jungen sich selbst als aggressiver, seit sie Dragon
Ball Z sehen: Sie würden nun schneller und gezielter schreien
und zurückschlagen. Für sie ist dieses Format ein Weg,
um stärker und wehrhafter zu sein. Dies passt sich sehr gut
in die männliche Sozialisation ein. Jungen fühlen sich
oft bedroht (vor allem von anderen Jungen) und haben das Bedürfnis,
wehrhaft zu sein. Die Serie gibt ihnen das Gefühl, stark zu
werden, indem sie zeigt, wie man besser und gezielter zurückschlägt.
Dass die Jungen selbst so zur Bedrohung für andere werden,
übersehen sie. Neben durchaus positiven Momenten, die Jungen
aber auch Mädchen aus der Serie gewinnen, wie eben das individuelle
Gefühl der Stärke, entsteht hier eine Gewaltspirale. In
Kombination mit anderen Momenten, wie der sexistischen Abwertung
von Frauenfiguren, werden hier problematische Zusammenhänge
deutlich, die von Pädagogik und Presse derzeit viel zu wenig
kritisch diskutiert werden.
INFORMATIONEN |
Internationales
Zentralinstitut
für das Jugend-
und Bildungsfernsehen
IZI
Dr. Maya Götz
Tel.: 089 - 59 00 29 91
Fax.: 089 - 59 00 23 79
eMail: izi@brnet.de
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