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Edition TELEVIZION
"Ein bisschen wählen dürfen..." Jugend - Politik - Fernsehen.
Eine Untersuchung zur Rezeption von Fernsehinformation durch 12- bis 17-Jährige

 

 



 

"Ein bisschen wählen dürfen..." - so formuliert eine 13-Jährige ihre Erwartungen an die Politik. Sie drückt damit den Wunsch nach Partizipation am politischen Leben ebenso aus wie die Ahnung, dass Jugendliche hierfür wenig Raum haben. Eine Demokratie lebt von der Aktivität ihrer Mitglieder, und die Bereitschaft zu politischem Denken und Handeln wird in der Kindheit und der Jugend grundgelegt. Neben Elternhaus und Schule kommt den Medien, allen voran dem Fernsehen, hierbei besondere Bedeutung zu.

  • Welches Verständnis haben Jugendliche von Politik?
  • Wo sehen sie sich selbst im gesellschaftlichen Leben?
  • Was ist in ihren Augen wichtige Fernsehinformation?
  • Wie nutzen und wie werten sie Informationssendungen?
Diese Fragen wurden in einer Studie für die Altersgruppe 12- bis 17-jähriger Jugendlicher aus Ost- und Westdeutschland untersucht. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass politische Bildung eine wichtige Aufgabe für alle Bildungseinrichtungen sein muss, will man den Jugendlichen die Fähigkeit vermitteln, aus dem Fernsehen relevante Informationen herauszufiltern und ihre zukünftige Aufgabe als demokratische Staatsbürger wahrzunehmen.

Inhaltsangabe:

Bernd Schorb und Helga Theunert
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1.2.3.4
Jugend - Politik - Fernsehen: Einführung in die Fragestellung
Stand der Forschung
Was ist Jugend?
Welche Leistungen vollbringt Jugend?
Was heisst Jugend heute?
Jugend ohne Interesse für Politik?
Politik ohne Interesse für Jugend?
Welche Bedeutung hat mediale Information?
Nutzen Jugendliche Fernsehinformation?
Die Untersuchung
Das Ziel und die Fragen
Die Untersuchungskonzeption
Die Untersuchungsschritte
Expolration: Face-to-Face-Befragung von 210 Jugendlichen
Vertiefung: Intensivinterviews mit 23 exemplarischen Jugendlichen
Dialog: Perspektivenaustausch zwischen Jugend, Politik und Fernsehen
Analysen: Strukturen und Inhalte relevanter Fernsehinformation

Achim Lauber und Daniel Hajok
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2.3.2
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2.4.2
Freizeit und Politisches: Interessen Jugendlicher
Sport und Musik, Umwelt und Frieden - Was Jugendliche interessiert
Die Mehrheit interessiert sich auch für politische Themen
Alter und Anregungsmilieu moderieren das Interesse an politischen Themen
Konkrete Lebenslagen beeinflussen die Aufmerksamkeit
Institutionen, Inhalte, Köpfe - Was Jugendliche unter Politik fassen
Formale Defintion von Politik
Inhaltliche Definition von Politik
Personenbezogene Definition von Politik
Lehrstellen und Frieden - Was Jugendliche von der Politik erwarten
Wo politischer Handlungsbedarf gesehen wird
Lebensweltnähe bestimmt die Erwartungen an Politik
Unterschreiben und Demonstrieren - Wie Jugendliche sich engagieren (würden)
Formen politischen Engagements
Für und wieder politisches Engagement

Susanne Eggert und Julia Inthorn
3
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3.2.5
Jugend - Politik - Fernsehen: Einführung in die Fragestellung
Von Explosiv bis Tagesschau: Informationen im Fernsehen
258 Stunden und 39 Minuten - Fernsehinformation pro Woche
Was es wo zu sehen gibt
Was wie oft und wann gezeigt wird
Beziehungsprobleme am Nachmittag und Haushaltsdebatten am Abend - Informationsangebote im Fernsehen
Nachrichten: Hintergründe und Zusammenh&aml;nge
Polit-Talk: Experten debattieren
Boulevardmagazine: EInzelschicksale und Sensationelles
Talkshows: Konflikte aus dem Alltag

Daniel Hajok
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4.2.1
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4.2.3
4.2.4
4.3
Information oder Infotainment: Zugänge und Urteile von Jugendlichen
Medien, allen voran das Fernsehen - Informationsquellen Jugendlicher
Medien und Personen als Informanten
Medien am wichtigsten, Eltern am glaubwürdigsten
Fernsehen an erster Stelle der medialen Informationsquellen
Es darf auch unterhalten - Nutzung von Fernsehinformation
Erst die Unterhaltung, dann die Information
Explosiv, Tageschau und taff. in der Nutzung vorn
Nachrichtensendungen und Boulevardmagazine bevorzugt
Interesse und Gewohnheit als zentrale Nutzungsmotive
Boulevardmagazine am besten, Talkshows am schlechtesten - Bewertung von Fernsehinformation

Susanne Eggert und Helga Theunert
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5.5.2
5.6
Aktiv, human, ichbezogen: Weltbilder Jugendlicher und ihre Bedeutung für Politik- und Informatinsverständnis
Politisch aktiv, aber kritisch gegenüber dem System - Die Aktionisten
Gleichiet und Selbstbestimmung als Lebensprinzipien
Weltorietiert und integriert in sozialen Welten - Die Humanisten
Mitgefühl für sozial Benachteiligte
Engagiert in der demokratischen Gesellschaft
Rational-distanzierte Beobachtung der gesellschaft
Auf die eigene Person und die eigene Lebenswelt fixiert - Die Egozentrierten
Politik noch nicht im eigenen Horizont
Politik als Aufgabe der anderen
Infotainment als Lebenshilfe
Realitätswahrnehmung bestimmt durch persönliche Probleme
Ein Sonderfall - aber nicht randständig
Die Typen im Vergleich - Zusammenfassung
Die Weltbilder von 12- bis 17-Jährigen - noch nicht verfestigt
Sichtweisen auf Gesellschaft und Politik - Je nach Typus souverän oder abhängig
Bedeutung von Fernsehinformation - Gespalten in Wissens- und Unterhaltungssuche

Helga Theunert und Bernd Schorb
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6.6
6.6.1
6.6.2
Die interessierte Jugend: Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Auf dem Weg zum Erwachsensein - Die Entwicklung des Informationsinteresses
Meinungen bilden und festigen sich auch durch Fernsehen
Im Übergang zum Jugendalter beginnt sich das Informationsinteresse auszuformen
Im Jugendalter nähert sich das Informationsinteresse dem von Erwachsenen
Aktionisten, Humanisten und Egozentrierte - Typische Weltbilder in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen
Nicht diese Politik - Das Politikverständnis der Jugendlichen
Zur Politik des Staates gehen Jugendliche auf Distanz
Politisches wird von Jugendlichen wertgeschätzt
Nur wenige Jugendliche werden politisch aktiv
Vielerlei ist informativ - Das Informationsverständnis der Jugendlichen
Der Informationsbegriff von Jugendlichen ist weitgefasst
Nicht alle sehen und mögen die gleiche Information
Die Informationskluft - Trennlinie zwischen den Nah und den Weitsichtigen
Die Weitsichtigen informieren sich umfassend
Die Nahsichtigen konsumieren Infotainment
Schlussfolgerungen - Anregungen, die Jugend zu integrieren
Räume für politisches Handlen öffnen
Die Informatinskluft schließen

Herausgegeben von Bernd Schorb und Helga Theunert
München: KoPäd Verlag 2000, 213 Seiten. Broschur.
ISBN: 3-934079-15-6