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Sams in Gefahr
Deutschland 2003. Länge: 101 Minuten
Regie: Ben Verbong
Darsteller: Christine Urspruch, Ulrich Noethen u. a.

Herr Taschenbier und Frau März sind nun schon einige Jahre verheiratet und haben einen Sohn. Der 10-jährige Martin ist schüchtern, nicht besonders gut in der Schule und hat keine Freunde. Mittels der „Rückholetropfen“ taucht das Sams pünktlich an Martins Geburtstag auf. Endlich hat er einen Freund. Doch schnell ist Martin auf das Sams eifersüchtig. Er missbraucht die neuen Wunschpunkte und löst damit eine Reihe abenteuerlicher Verstrickungen aus …

Der Film bringt den Kindern viel Spaß. Besonders die Figur des Sams gefällt ihnen.

„Der Film ist sehr lustig und die Darsteller haben mit auch gut gefallen. Und die Sprüche waren auch sehr lustig!“ (Junge)

„Das mit den Nebenwirkungen war lustig!“ (Mädchen)

„Das stimmt auch fröhlich, wenn man da ein lustiges Wesen sieht, das überall rumhopst und ganz verfressen ist und dann immer auch ganz schnell beleidigt ist und sogar Zahnbürsten auffrisst und so!“ (Mädchen)

„Das Sams und der Sportlehrer haben sich sehr gut in ihre Rollen versetzt.“ (Mädchen)

Die Kinder bedauern, dass das Sams innerhalb der Geschichte mehr in den Hintergrund tritt. Sie vergleichen „Sams in Gefahr“ mit dem ersten Film und den Sams-Büchern.

„Ich finde, der Darsteller von Martin, der war ein bisschen zu weinerlich. Ich finde das Sams zu sehr in den Hintergrund gerückt von der Geschichte her. Und ich muss sagen, der Film ist gut, aber der erste Film ist einfach viel besser!“ (Mädchen)

„Ich finde, der Titel hat nicht ganz so toll gepasst ‚Das Sams in Gefahr‘, trotz dass es in Gefangenschaft war, war es nicht immer im Vordergrund“ (Junge)

„Die Buchvorlage ist ganz anders!“ (Mädchen)

Manche Kinder beklagen, dass der Film nicht spannend genug war und auch im Aufbau sowie in der Figurenkonstellation Unklarheiten hatte.

„Es war alles klar, dass sie das Sams wieder zurückkriegen und der Lehrer bestraft wird.“ (Junge)

„Der hatte nicht wirklich einen Aufbau, das war irgendwie alles so eine Masse.“(Mädchen)

„Ich fand die Kostüme schlecht und die Rolle von der Tina war überhaupt nicht klar.“ (Mädchen)


Zusammenfassend

Mit der Einführung der Figur Martin Taschenbier erhoffte sich der Film, noch mehr Kinder zu erreichen, denn immerhin sind Kinderdarsteller bei Kindern sehr beliebt. Aber bei den Geschichten um das Sams, das weder als Kind noch als erwachsen deklariert werden kann, funktioniert das auch ohne Kinderdarsteller. Die Hauptsache ist, das Sams ist dabei und die Geschichte ist lustig. Bestes Beispiel ist der erste Teil „Das Sams“. Auch ohne Kinderdarsteller wurde der Film ein Erfolg bei Kindern (bei Erwachsenen natürlich auch). So wird im zweiten Teil ganz deutlich, dass die Figur Martin Taschenbier keine Rolle für die Kinder spielt. Für sie sind nur die polarisierenden Figuren interessant: das freche Sams und der fiese Sportlehrer. Die Kinder vergleichen den Film mit der Buchvorlage sowie mit dem ersten Sams-Film und prüfen genau. Deutlich wird, dass diese „Fortsetzung“ im Vergleich zur Buchvorlage und in filmischer Hinsicht nicht so gut abschneidet. Der Film bringt den Kindern viel Spaß, sie können sich mit dem Sams amüsieren und lachen. Denn wer möchte nicht mal so frech sein wie das Sams!