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Forschungsprojekt

>> Forschungsprojekt "Familie und Fernsehen"

I. Einführung

1. Methode
2. Stichprobe
3. Fragestellung

Fernsehen ist in Familien mit Kindern seit langem ein Thema. Haben Kinder das Fernsehen erst einmal für sich entdeckt, zieht es Konflikte und häufige Diskussionen nach sich (Kübler/Swoboda 1998, S. 176 ff.). Es ist mit Abstand das Diskussionsthema Nummer eins zwischen Eltern und ihren Kindern und liegt bei den Streitthemen auf Platz zwei gleich hinter Auseinandersetzungen über das "Zubettgehen" (Krotz et al. 1999, S. 119/120). Fernsehen gehört zum Alltagsleben in Familien dazu.
So zentral das Thema scheinen mag, so fragmentiert sind die aktuellen Ergebnisse der Rezeptionsforschung. Richtungweisende Arbeiten zum Mediengebrauch in der Familie liegen aus der ersten Hälfte der 90er Jahre vor (z.B. Hurrelmann 1996 / Erhebung 1993), Charlton (Zusammenfassend 2000 / Erhebung 1984-1986). Die fundierteste neuere Auseinandersetzung mit Fernsehen im Alltag von Familien mit Vorschulkindern bieten Hans-Dieter Kübler und Wolfgang Swoboda (1998/Erhebung 1995 und 1996)). Aktuellere Daten werden eher als Randthema in Basisstudien durch Elternbefragungen miterhoben (z.B. Krotz et al. 1999, Klingler/Feierabend 1999).
Die Erkenntnisse des Forschungsstandes gleichen eher einem Puzzle aus älteren umfassenderen Studien und neueren Einzelteilen. Ein wichtiges Moment in dem Themenfeld Familienfernsehen, vor allem im Alltag mit jüngeren Kindern, sind Eltern mit ihren Qualitätsvorstellungen und den Fernsehregeln, die sie für die Familie aufstellen. Mit einer kleineren, aktuellen Umfrage möchte das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hier ein kleines Puzzleteil dazu legen.

Methode
Im Erhebungszeitraum April 2001 sprachen wir Eltern über Internetforen an und baten sie, einen Fragebogen mit zumeist offenen Fragen auszufüllen. Ziel war es, etwas über die Fernsehregeln in der Familie und die Qualitätskriterien der Eltern zum Kinder- und Familienprogramm herauszufinden. An der Befragung beteiligten sich 162 Eltern, zumeist Mütter aus Zwei-Eltern-Familien. Es ist also eine kleine Umfrage, die spezielle Online-Foren nutzende Eltern ansprach. Deshalb können die Ergebnisse nur auf qualitative Tendenzen hinweisen und keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben.
Die in diesem Forschungsbericht dargestellten Ergebnisse sind also eher im Sinne eines Pre-Tests zu verstehen, aus dem sich Forschungsfragen ableiten lassen, die an intensiven qualitativen Studien detailliert erforscht oder an größeren quantitativen Stichproben überprüft werden müssen. In der Darstellung der Ergebnisse ist es uns wichtig, die Eltern ernst zu nehmen und ihre Aussagen ohne (explizite) Wertung vorzustellen.

Stichprobe
Im Erhebungszeitraum Mitte März bis Mitte April 2001 baten wir per Internetforen Eltern, einen Fragebogen mit zumeist offenen und einigen geschlossenen Fragen auszufüllen.
Befragt wurden insgesamt 162 Familien. Den Fragebogen haben mit 153 Müttern zu 9 Vätern überwiegend Frauen ausgefüllt. Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 33,2 Jahre. Rund 93% der Befragten leben zusammen mit einem Partner im Haushalt, der Rest ist allein erziehend. Zu 91% waren es Familien mit zwei Eltern, in denen insgesamt 280 Kinder (in Ausnahmefällen jugendliche Geschwister) leben. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sind die Familien der Stichprobe etwas höher gebildet. Eltern mit Hauptschulabschluss sind unterrepräsentiert.

Ausbildung

Selbst

 

Beruf

Selbst

Partner

Hauptschule

13

 

Selbständig

18

25

Mittelschule

56

 

Angestellt

61

86

Fachhochschule

19

 

Arbeiter

2

13

Abitur

33

 

Beamter

9

14

Universität

39

 

Hausarbeit

72

6


In den Familien leben 297 Kinder (161 Jungen, 136 Mädchen), dies ergibt einen Durchschnitt von 1,8 Kindern pro Familie. Das durchschnittliche Alter der Kinder beträgt 5 Jahre.
Diese Stichprobe ist sicherlich nicht repräsentativ und es wurden nur Eltern angesprochen, die Online-Foren nutzen. Die Ergebnisse weisen insofern eher auf Tendenzen hin, die durch die Ergebnisse größerer Repräsentativ-Umfragen ergänzt werden.

Fragestellung

Die zentralen Fragestellungen der Untersuchung waren:

- Welche Qualitätsannahmen haben Eltern bezüglich des Kinder- und Familienfernsehens?
- Wonach werden Fernsehregeln im Alltag mit Kindern formuliert?
- Nennung und Begründung von geeigneten und ungeeigneten Sendungen für Kinder
- Nennung und Begründung von geeigneten Sendungen für Familien
- Erhebung zu Fernsehsendungen, die die Eltern als Kinder erlebt haben



II. Ergebnisse der Internetbefragung von Eltern 2001

III. Was sind geeignete und ungeeignete Kindersendungen?

IV. Literaturrecherche zum Thema Familie und Fernsehen

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