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21.11.2009


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Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Stand: 21.11.2009, 07:54 Uhr

Verbände rufen nach Konsequenzen aus Fußball-Wettskandal

Bochum/Frankfurt: Der beispiellose Skandal um manipulierte Fußball-Wetten lässt den Ruf nach Konsequenzen laut werden. So kündigten DFB und Ligaverband an, Vergehen konsequent zu ahnden. Ligapräsident Rauball sagte, man sei es den Fans schuldig, einen sauberen Wettbewerb zu gewährleisten. Und die UEFA sprach von "null Toleranz" gegenüber Wettbetrügern. Ein hartes Durchgreifen der Staatsanwaltschaft verlangte Bayern-Manager Hoeneß. Nach Angaben der federführenden Bochumer Staatsanwaltschaft sind in Deutschland mindestens 32 Spiele manipuliert worden, unter ihnen vier der zweiten Liga. Den Schaden beziffern die Ermittler auf zehn Millionen Euro.

Verbraucherzentralen fordern mehr Schutz vor Kreditkarten-Betrug

Berlin: Die Verbraucherzentralen fordern einen besseren Schutz vor dem Missbrauch von Kreditkarten. Verbandschef Billen sieht hier Banken und Handel in der Pflicht, für mehr Sicherheit zu sorgen. Billen verwies auf andere europäische Länder, die den Magnetstreifen durch einen Chip ersetzt haben. Auch würden moderne Automaten Betrügern das Leben schwerer machen. Derzeit tauschen die Banken hierzulande hunderttausende Kreditkarten aus, nachdem es in Spanien zum massenhaften Diebstahl von Kundendaten gekommen ist.

US-Gericht verurteilt Pharma-Giganten Pfizer zu Schadenersatz

Philadelphia: Der US-Pharma-Riese Pfizer muss einer Krebspatientin einen Schadenersatz von 6,3 Milionen Dollar zahlen. Das hat ein Geschworenengericht in Philadelphia entschieden. Es kam zu dem Ergebnis, dass die Geschädigte durch die Einnahme von Pfizer-Medikamenten gegen Hormonstörungen Brustkrebs bekommen hat. Nach Ansicht des Gerichts hat Pfizer nicht über die Risiken der Medikamente informiert. Weitere 1500 Verfahren sind in ähnlich gelagerten Fällen noch anhängig.

Schäuble warnt vor überzogenen Erwartungen an Steuerreform

Berlin: Bundesfinanzminister Schäuble hat die Erwartungen an die geplante Steuerreform nochmals gedämpft. In einem Zeitungsinterview sagte Schäuble, die Bürger dürften sich keine Illusionen machen. Der Spielraum für Steuersenkungen sei begrenzt. Dafür stehen nach Angaben des CDU-Politikers 2011 insgesamt 20 Milliarden Euro zur Verfügung. SPD-Fraktionschef Steinmeier hielt der Bundesregierung vor, die Bürger über ihre wahren Steuerpläne täuschen zu wollen. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai werden die Menschen nach Ansicht Steinmeiers merken, dass nur wenige in den Genuss von Steuersenkungen kommen.

Mehr als 20 Arbeiter sterben bei Grubenunglück in China

Peking: Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas sind nach Behörden-Angaben mindestens 23 Arbeiter ums Leben gekommen. Die Gasexplosion ereignete sich in mehreren hundert Metern Tiefe, dort sind noch rund 90 Bergleute eingeschlossen. Fast 400 Arbeiter konnten sich retten. Aufgrund der mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen gelten die Bergwerke in China als die gefährlichsten der Welt. Obwohl einige besonders unsichere Minen geschlossen wurden, sterben täglich im Durchschnitt immer noch sechs Bergleute.

Studenten in Berkeley protestieren gegen Gebühren-Erhöhung

San Francisco: Eine drastische Erhöhung der Studiengebühren treibt die Studenten der weltberühmten Universität von Berkeley auf die Barrikaden. Hunderte Studenten besetzten ein Gebäude auf dem Campus, drei Studenten wurden festgenommen, als sie die Türen verbarrikadieren wollten. Anlass der Proteste war der Beschluss, die Studiengebühren von Januar an um 30 Prozent zu erhöhen. Sie steigen damit im Grundstudium auf 10.000 Dollar jährlich. Die Hochschulleitung begründet ihre Entscheidung mit der Kürzung staatlicher Subventionen. Berkeley gilt weltweit als Elite-Universität - aus ihr sind 21 Nobelpreisträger hervorgegangen.

Schavan plädiert für Hausaufgabenhilfe auf Staatskosten

Berlin: Bundesbildungsministerin Schavan will mit Bildungsschecks die Zahl der Schulabbrecher senken. Sie sagte in einem Zeitungsinterview, das diese Zuschüsse beispielsweise für Hausaufgabenhilfe, Musikunterricht und Sport eingesetzt werden sollten. Die Ministerin geht davon aus, dass 20 Prozent der 15-Jährigen in Gefahr sind, zu keinem Abschluss zu kommen.

Papst trifft 270 Künstler aus aller Welt

Vatikanstadt: Papst Benedikt XVI. empfängt heute rund 270 Künstler aus aller Welt. Unter ihnen sind die Architekten Daniel Libeskind und Zaha Hadid, die Regisseure Peter Stein und Philip Grönig sowie populäre Filmschauspieler wie Terence Hill. Das Treffen geht auf einen Brief an die Künstler zurück, den der damalige Papst Johannes Paul II. vor zehn Jahren veröffentlicht hat. Ziel der Veranstaltung ist es nach Angaben des Vatikans, den Dialog zwischen Kirche und Künstlern zu beleben und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

Weltgrößter Teilchenbeschleuniger nimmt Betrieb wieder auf

Genf: Nach mehr als einjährigen Reparaturen hat der weltgrößte Teilchenbeschleuniger den Betrieb wiederaufgenommen. Gestern Abend schickten die Forscher erstmals wieder Protonenstrahlen in den 27 Kilometer langen Tunnel am Europäischen Kernforschungszentrum. Dort wird der Urknall simuliert, um grundlegende Erkennnisse über Entstehung und Aufbau des Universums zu gewinnen. Kurz nach dem Start im September vergangenen Jahres musste die Anlage wegen eines Defekts im Kühlsystem abgeschaltet werden.

2. Liga: 1860 München siegt überraschend in Bielefeld

Bielefeld: Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat sich Fußball-Zweitligist 1860 München etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Ausgerechnet beim Tabellenführer Bielefeld gewannen die Löwen gestern Abend 1:0. Zuvor spielten Düsseldorf - Cottbus 2:1 und Ahlen - Paderborn 0:0.

Das Wetter: Nach Nebel oft freundlich, Höchstwerte 7 bis 15 Grad

Das Wetter in Bayern: Ein schwacher Tiefausläufer beeinflusst heute anfangs vor allem den Norden, ansonsten bleibt das umfangreiche Hochdruckgebiet über dem Mittelmeerraum mit milden Luftmassen wetterbestimmend. Heute ist es nach Auflösung einzelner Nebel- und Hochnebelfelder wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten, vor allem im Süden und in höheren Lagen scheint oft die Sonne. Gebietsweise kann es aber auch anhaltend trüb bleiben, besonders in Donaunähe und am Bodensee. Örtlich ist in Unterfranken etwas Regen möglich. Je nach Sonnenscheindauer liegen die Höchstwerte zwischen 7 und 15 Grad. In der Nacht ist es klar oder locker bewölkt, später gebietsweise neblig. Tiefstwerte um 3 Grad. Das Wetter in den Bergen: Die Kammlagen der Mittelgebirge sind teilweise in Wolken gehüllt, die Alpengipfel meist frei. Die Höchstwerte liegen in den Kammlagen und in den Alpen in 2000m Höhe zwischen 9 und 11 Grad. Es weht ein mäßiger Wind aus Süd bis Südwest. Die Aussichten bis Mittwoch: Morgen ist es teils sonnig, teils trüb; später nimmt von Westen die Bewölkung zu und abends kommt in Unterfranken geringe Schauerneigung auf. Von Montag an wird es wolkiger und es fällt gelegentlich Regen, am Mittwoch setzt sich wieder freundliches und meist trockenes Wetter durch. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 15 Grad.

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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