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31.07.2010


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Meine Musik Martin Ullrich

Seit 1. Oktober ist Prof. Martin Ullrich Präsident der Musikhochschule Nürnberg und damit Nachfolger von Siegfried Jerusalem. Eine steile Karriere, nachdem er vor genau vier Jahren erst eine Professur für Musiktheorie an der Universität der Künste in Berlin angenommen hat.

Stand: 06.11.2009

Präsident der Nürnberger Musikhochschule Martin Ullrich | Bild: Hochschule für Musik Nürnberg

Zwei Jahre später wurde er dort zum Studiendekan der Fakultät Musik und zum Beauftragten für Lehrerbildung berufen und nun nach weiteren zwei Jahren die Top-Position im Musikhochschulbereich. Eine Hochschulkarriere im Jahresturnus. Step by step – alle Jahre wieder kam eine neue, weiterführende Herausforderung dazu. In großen Schritten zusammengefasst: 1997 noch freier Mitarbeiter als Klavierlehrer an der Musikschule in Berlin-Spandau, 2000 schon Lehrbeauftragter für Musiktheorie und Gehörbildung an der Universität der Künste Berlin, fünf Jahre später nach einigen weiteren Zwischenschritten dann die Professur mit 33 Jahren. Wenn man Martin Ullrich fragt, ob er ein Durchstarter sei, dann antwortet er sympathisch offen, dass er sich selbst erschrecke, wenn er seine berufliche Vita höre. Nein, er sei einfach nur neugierig – auf Musik ganz allgemein, auf Musiktheorie, auf Popmusik, auf Weltmusik, auf das Phänomen des Hörens, auf Musik in digitalen Medien und ganz speziell auf Biomusikologie und auf Robert Schumann.

Zum Kontrapunkt bei Robert Schumann hat er auch seine Dissertation geschrieben, die im kommenden Jubiläumsjahr des Komponisten anlässlich dessen 200. Geburtstags herauskommen wird. Noch hat der gebürtiger Frankfurter, der seit 16 Jahren in Berlin lebt, in Nürnberg kein gemeinsames Zuhause für sich und seine Familie. Und noch hat er von seinem neuen Wirkungsort nicht viel außerhalb der Musikhochschule gesehen. Denn die Aufgaben sind vielfältig: "Kennenlernen, kennenlernen, kennenlernen" – das ist derzeit seine Hauptaufgabe.

Ein Koffer in Berlin

In vier Jahren – so lange läuft Martin Ullrichs Vertrag zunächst – will er die jüngste Musikhochschule Deutschlands als festes, vollwertiges Mitglied in der 24-köpfigen Musikhochschullandschaft etabliert haben. Das ist sein ehrgeiziges Kernziel. Wenn man Martin Ullrich im Gespräch erlebt und seine vielfältigen administrativen Erfahrungen in Berlin hinzuzieht, dann besteht kein Zweifel daran, dass er dieses Ziel erreichen wird. Für alle Fälle jedenfalls hat er noch einen Koffer in Berlin... als Professor für Musiktheorie.

Meine Musik mit Martin Ullrich bringt erstaunliche Querverbindungen ans Licht von frühester englischer Mehrstimmigkeit bis hin zum Kultpopsong der 70er Jahre "Killing me softly".

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