09.02.2010
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Mit Stolz kann das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf die letzten 60 Jahren zurückblicken. Seit seiner Gründung hat es sich unter seinen Chefdirigenten enorm stark entwickelt. Einen Eindruck davon gibt die Jubiläumsbox: von jedem der sechs Dirigenten-persönlichkeiten stellt BR-KLASSIK eine besonders wertvolle Aufnahme vor.
Stand: 07.10.2009
Jeder Chefdirigent formte das Orchester auf seine Weise - und zusammen führten sie es an die Weltspitze. Das bestätigte zuletzt eine Umfrage der Musikzeitschrift "Gramophone", die das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im November 2008 zum sechstbesten Orchester der Welt kürte.
Eugen Jochum wurde 1949 mit der Gründung beauftragt und leitete das Symphonieorchester bis 1960. "Der Idealfall ist erreicht, wenn der Musiker sich zwar durch den Dirigenten getragen fühlt, aber das Empfinden behält, dass er es selber ist, der gestaltet", so Jochums Credo. Jochum war ein begnadeter Bruckner-Dirigent, förderte aber auch die zeitgenössische Musik. Seiner engen Freundschaft zu seinem Förderer und Vorbild Wilhelm Furtwängler verdanken wir die Aufnahme der 2. Symphonie in e-Moll aus dem Jahre 1954.
Nachfolger von Eugen Jochum wurde Rafael Kubelík, von 1961 bis 1979 am Pult des Symphonieorchesters. Er verstand es, die Musiker mit Leidenschaft und künstlerischer Kompetenz in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern. Sein Mahler-Zyklus mit dem Orchester war die erste Gesamtaufnahme der Symphonien dieses Kmponisten mit einem deutschen Orchester. Der Live-Mitschnitt von Anton Bruckners Symphonie Nr. 8 in c-Moll entstand im Mai 1977.
Kyrill Kondraschin ist mit seinem Debüt beim Bayerischen Rundfunk im Februar 1980 zu hören: Rimskij-Korsakows Russische Ostern und César Francks Symphonie in d-Moll. Kondraschin, ein Experte für das russisch-sowjetische Repertoire und zudem ein hervorragender Mahler-Dirigent, sollte die Nachfolge Kubelíks antreten, starb jedoch überraschend 1981 im Alter von 67 Jahren – noch vor seinem Amtsantritt.
1983 fand man mit Sir Colin Davis einen neuen Chefdirigenten – und einen weltweit renommierten Musiker, zu dessen Spezialitäten die Musik Mozarts und Hector Berlioz' zählen. In den neun Jahren seiner Stabführung festigte er die Weltgeltung des Orchesters und erweiterte das Repertoire vor allem auch um britische Komponisten, was die Mitschnitte von Edward Elgars "Enigma"-Variationen und Ralph Vaughan Williams' Symphonie Nr. 6 aus den Jahren 1983 und 1987 belegen.
Lorin Maazel formte das Symphonieorchester von 1993 bis 2002. "Er ist mit Sicherheit ein Genie – ein Genie mit allem, was dazu gehört. Mit seiner technischen Perfektion vermittelt er dem Orchester eine unumstößliche Sicherheit", so der Kontrabassist des Orchesters Otmar Kopold. Eine besondere Beziehung verbindet Maazel mit der Musik Igor Strawinskys, die er bereits in seinem ersten Konzert mit dem Symphonieorchester zur Aufführung brachte. Im Juni 1999 dirigierte er die Suite aus dem "Feuervogel", der Mitschnitt des "Sacre du Printemps" entstand im April 1998.
Mariss Jansons trat im Jahr 2003 als Wunschkandidat aller Musiker die Leitung des Symphonieorchesters an. Richard Strauss nimmt in seinem Repertoire einen wichtigen Platz ein. "Seine Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang und berührt mich immer wieder sehr tief", so Jansons. Die vorliegende Aufnahme umfasst drei Münchner Konzertmitschnitte aus den Jahren 2006 und 2009, darunter die Rosenkavalier-Suite, Till Eulenspiegel und die Vier letzten Lieder mit der Sopranistin Anja Harteros.
CD 1: Eugen Jochum
CD 2: Rafael Kubélik
CD 3: Kyrill Kondraschin
CD 4: Sir Colin Davis
CD 5: Lorin Maazel
CD 6: Mariss Jansons
Bestellnr. der Box: 900708 (7 CDs)
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