10.02.2010
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Insgesamt 15 Preise wurden beim 58. Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2009 vergeben - darunter vier erste. Jüngste Preisträgerin ist die erst 17-jährige Geigerin Hyeyoon Park aus Korea.
Vier erste, fünf zweite und sechs dritten Preise - das ist die Bilanz des 58. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2009. Darüber hinaus konnten sich die jungen Musiker über zahlreiche Sonderpreise sowie Konzerteinladungen freuen.
Als letzte Entscheidung des diesjährigen Wettbewerbs stand das Finale im Fach Violine auf dem Programm. Ein erster Preis ging hierbei an die erst 17-jährige Koreanerin Hyeyoon Park. Die Geigerin hat die Konkurrenz hinter sich gelassen und zählt zu den jüngsten Preisträgern in der Wettbewerbsgeschichte überhaupt.
Neben Violine standen heuer auch Harfe, Gesang und Kontrabass auf dem Programm. Zum Abschluss präsentierten sich die ausgezeichneten Musikerinnen und Musiker nun noch einmal im Konzertsaal.
Sie sind jung, hochbegabt und konzerterfahren. Einer der begehrten Preise beim ARD-Musikwettbewerb könnte dann noch den Durchbruch zum Star bedeuten. Die ausgezeichneten Musiker hoffen nun, wie einst Jessey Norman oder Maurice André, dass ein Traum wahr wird. Denn bei diesem großen internationalen Forum für klassische Nachwuchsmusiker kann man schließlich einiges abräumen: Insgesamt gab es in diesem Jahr 112.500 Euro an Preisgeldern sowie Sonderpreise und Stipendien im Wert von 45.500 Euro zu vergeben. Doch für die Karriere noch viel wichtiger: Auf die Gewinner warten nun zahlreiche attraktive Engagements.
"Wir fördern weder Selbstdarsteller noch Instrumentalvirtuosen. Uns interessieren stilistisch vielseitige Musiker mit kommunikativen Fähigkeiten. Deshalb müssen sich die Solisten im Semi-Finale mit dem Münchner Kammerorchester ohne Dirigenten zusammenraufen."
(Christoph Poppen, ehemaliger künstlerischer Leiter)
Der Beste einer Kategorie bekommt nicht automatisch den ersten Preis. Es kommt immer wieder vor, dass erste oder zweite Preise nicht vergeben werden wenn das Niveau nicht stimmte. Die Jury ist berüchtigt für Strenge und hängt die Messlatte hoch. So gewann erstmals im letzten Jahr ein Fagottist in der 57-jährigen Geschichte des Wettbewerbs einen ersten Preis.
Die internationale Jury setzt sich aus Pädagogen, ausübenden Künstlern und Musikexperten zusammen. Bewertet werden technisches Können, musikalische Gestaltung, künstlerische Persönlichkeit und die Tonqualität.
Anhand des klassischen Repertoires zeigten die Musiker alles, was sie können. Zur Pflicht gehört jedoch auch, ein eigens für den Wettbewerb komponiertes Werk uraufzuführen. Seit 2001 werden Aufträge für jede Wettbewerbskategorie an namhafte Komponisten vergeben. Damit habe der Wettbewerb sogar schon Musikgeschichte geschrieben, so der ehemalige künstlerische Leiter Christoph Poppen. Diesmal standen Neukompositionen von John Woolrich, Toshio Hosokawa, Poul Ruders und Nicolaus Richter de Vroe auf dem Programm.
Von Anfang an sind alle Veranstaltung des ARD-Wettbewerbs öffentlich, die ersten beiden Runden sogar kostenlos zugänglich. Nicht selten fiebern Begeisterte bis zum Ende mit, wenn die besten eines Faches im Finale um die Platzierung kämpfen. In der Endrunde konnte dann jeder Gast seinem ganz persönlichen Favoriten die Stimme für den Publikumspreis abgeben.
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