Senderporträt: Ismaning BR-ONLINE.DE Suche im Angebot von  BR-ONLINE.DE E-mail an  BR-ONLINE.DE zum BR-ONLINE.DE Newscenter Homepage des Bayerischen Rundfunks

UKW MW
FÜ1
Inhalt

Weitere Senderporträts:
Brotjacklriegel, Büttelberg, Dillberg, Grünten, Hohe Linie, Hoher Bogen, Hühnerberg, Kreuzberg, Ochsenkopf, Pfaffenberg, Wendelstein


  Ismaning   Etwa 25 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt München liegt am Rande des Erdinger Mooses die Senderanlage München-Ismaning. Mit ihren leistungsstarken Mittel- und Kurzwellensendern trägt sie die Stimme Bayerns über die Grenzen des Freistaates hinweg in alle Richtungen Europas.

Fünf UKW-Sender und ein DAB-Senderversorgen den Bereich München und Umgebung mit den Programmen Bayern 1, Regionalprogramm München, Bayern2Radio, Bayern 3, Bayern 4 Klassik und B5 aktuell und dem Digital Radio-Angebot des BR.

Kleine Chronik

Acht Jahre nach Verbreitung der ersten Rundfunksendungen in München - 1924 zunächst mit einem Stadtsender, ab 1928 über den Sender Stadelheim - begann die Deutsche Reichspost mit dem Bau einer Großsenderanlage nahe der Gemeinde Ismaning.

 
 
Am 2. Dezember 1932 startete die neue Sendestation zunächst als Mittelwellenstation. In den Kriegsjahren 1940/1943 wurde sie mit vier Kurzwellensendern ausgerüstet und entwickelte sich damit neben der Kurzwellen-Sendestelle Zeesen zum wichtigsten Auslandsdienst der Deutschen Reichspost. Von 1945 bis 1949 war Radio München dann ein Sender der Militärregierung. 1949 ging die Station Ismaning schließlich in das Eigentum des Bayerischen Rundfunks über. Im Technischen Archiv sind noch heute zahlreiche Geräte aus den Anfängen der Sender- und Empfangstechnik zu sehen.

Der BR baute die Senderanlage nun Schritt für Schritt zu einer modernen Mittel- und Kurzwellenstation aus, deren Wahrzeichen über viele Jahrzehnte der 160 Meter hohe Holzturm aus südamerikanischer Pechkiefer war. Wegen Baufälligkeit musste der Turm im März 1983 gesprengt werden. Neue UKW-Senderanlagen erhielt die Station Anfang der 70er-Jahre, die München und Umgebung mit den fünf Programmen des BR versorgen.

Seit Frühjahr 1994 erprobte der BR hier bereits digitales Radio (DAB) in einem Feldversuch. Mit zunächst fünf und ab 1995 mit zwölf Senderstandorten wurde ein überregionales Sendernetz im Kanal 12 aufgebaut. Der Netzausbau auf ganz Bayern wurde mit Beginn des Regeldienstes 1999 fortgesetzt.

Auch das Digitale Terrestrische Fernsehen (DVB-T) erprobt der BR seit 1998 in einem kleinen Testsendernetz mit drei Sendern (München-Freimann, Ismaning und Olympiaturm). Der reguläre Start von DVB-T in Bayern steht jetzt im Mai 2005 bevor. Der Sender Ismaning wird allerdings kein digitaler Fernsehsenderstandort; er bleibt auch weiterhin dem Hörfunk vorbehalten.

Trotz Internet und Satellitentechnik kommt dem Mittelwellen- und Kurzwellenrundfunk nach wie vor eine bedeutende Rolle zu. Schon mit einem kleinen Rundfunkempfänger lassen sich die Sendungen des Bayerischen Runkfunks europaweit empfangen. Und dass die Rundfunkübertragung über die Mittel- und Kurzwellen noch lange nicht zum alten Eisen gehört, beweist DRM (Digital Radio Mondiale) - eine neue Technik zur Digitalisierung der Kurz-, Mittel-, und Langwellenübertragung.

 
Copyright © 2004 Bayerischer Rundfunk