Bevor der BR das Sendergebäude und den Mast bauen konnte, musste das Transportproblem zum Gipfel gelöst werden: Eine rundfunkeigene Material-Seilbahn wurde errichtet, die mit einer Länge von 1,4 Kilometern einen Höhenunterschied von 628 Meter überwindet. Erst 1971 folgte der Bau einer Personenseilbahn, die seit 1979 dem Bayerischen Rundfunk gehört und nur für den Werksverkehr zugelassen ist. Davor war die Station nur zu Fuß erreichbar.
Als Untermieter des BR nutzt die T-Systems (Deutsche Telekom) und der Südwestrundfunk sowie private Programm- und Funkdiensteanbieter die günstige Lage des Grünten. Die Sender des SWR und des Privatsenders werden vom Personal des BR mitbetreut.
Als UKW-Programm wird Bayern 1 vom Grünten seit 1964 in Stereo gesendet, ein Jahr später kam Bayern 3 dazu. Bayern 4 Klassik erklingt vom Grünten seit 1982 und
der Informationskanal B5 aktuell wird seit 1991 ausgestrahlt. Seit 1999 ist auch das bayernweite Digital Radio (DAB) Programmangebot von hier oben in der Luft.
Antennenanlagen
Waren die ersten UKW-Sendeantennen auf einem 38 Meter hohen, freistehenden Stahlgitterturm montiert, musste er für das Fernsehen bereits auf 52 Meter erhöht werden. Heute misst der Antennenträger einschließlich der aufgesetzten Antenne 90 Meter. Häufige Umbauten an den Antennenanlagen sorgen dafür, dass diese sich stets auf dem letzten Stand der Technik befinden, zumal sie am Standort Grünten besonders stark der Witterung ausgesetzt sind.
Anfang der neunziger Jahre wurden Gebäude und Senderanlagen modernisiert. Die neuen UKW-Sender kamen mit allen erforderlichen Zusatztechniken in einen Anbau. Auch die Aufenthaltsräume, die Küche und die Übernachtungsräume für das Senderpersonal wurden saniert: Denn auch am Grünten sorgen die BR-Sendertechniker rund um die Uhr für einen störungsfreien Rundfunkempfang.
|