11.03.2010
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Die Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice gibt es erst seit 2006 und ist den neuen Anforderungen der Einrichtungshäuser, des Küchenfachhandels, der Möbelspeditionen und der Möbelindustrie angepasst. Im Juli 2011 werden Inhalte und Struktur der Ausbildungsordnung und damit der Ausbildungsberuf endgültig festgesetzt.
Stand: 03.08.2008
7:00 Uhr. Matthias beginnt seinen Arbeitstag. Er ist Auszubildender zur Fachkraft für Möbel-, Küchen und Umzugsservice. Sein erster Auftrag an diesem Tag: Ein Sideboard und eine Sitzgruppe in ein Evangelisches Gemeindehaus liefern. Zuerst werden alle Möbelteile am Lager abgeholt, verladen und dann beim Kunden wieder ausgeladen. Für den Job braucht Matthias viel Kraft. Schwere Teile kann er jedoch kaum alleine heben. Da muss er zusammen mit seinen Kollegen anpacken und Teamarbeit leisten. Drinnen muss er dann die Einzelteile zusammenbauen. Handwerkliches Geschick braucht er dafür und Spaß am Basteln. Den hat Matthias, denn sein Hobby ist schon länger der Modellbau.
Im ersten Ausbildungsjahr darf er noch nicht die Stichsäge und andere gefährlichere Werkzeuge benutzen. Dafür muss er erst einen Kurs an der Berufsschule machen. Um sich nicht zu verletzen, muss er dabei die Sicherheitsvorschriften einhalten. Doch der Umgang mit dem Akkuschrauber ist für ihn schon Routine. Um den Überblick nicht zu verlieren und alle Einzelteile richtig zusammenzubekommen, muss er Ordnung halten und die Einzelteile sortieren. Oft kniet er am Boden oder arbeitet in gebückter Haltung. Nicht jedermanns Sache. Nicht nur mit den Kollegen muss Matthias kommunizieren. Kunden beraten muss er ebenso wie Lieferunterlagen und Rechnungen mit ihnen prüfen. Beim Ausliefern oder Aufbauen arbeitet er manchmal unter Zeitdruck, wenn die Möbelstücke auf einen bestimmten Termin bestellt sind.
Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice ziehen auch die Möbel und Kisten für Privatleute um. Die Möbel müssen sicher verpackt und verladen werden, damit sie auch in der neuen Wohnung unbeschädigt ankommen. Dort müssen Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice auch elektrische Einrichtungen und Geräte installieren oder Anschlüsse an Wasserleitungen und Lüftungsanlagen herstellen. Ihr Arbeitsplatz ist vor Ort bei den Kunden, aber auch im Büro, wenn sie die Routen planen. Sie müssen also ständig mobil sein. Während der dreijährigen Ausbildung arbeitet Matthias im Betrieb und besucht im Wechsel damit die Berufsschule. Dort lernt er die ergänzende Theorie. Das Zimmer im Evangelischen Gemeindehaus ist jetzt neu eingerichtet. Zusammen mit seinen Kollegen hat Matthias gut angepackt. Und weiter geht’s zum nächsten Auftrag.
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