31.07.2010
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Wilhelm Ebert war Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) und der Weltvereinigung der Lehrerorganisationen. 2009 erschienen seine Lebenserinnerungen "Mein Leben für eine pädagogische Schule. Im Spannungsfeld von Wissenschaft, Weltanschauung und Politik", in denen er auf ein halbes Jahrhundert Bildungspolitik zurückblickt.
Stand: 05.07.2010
Dieses Zusammenpressen der Wissensaufnahme in den sogenannten Lernphasen ist einfach nicht gut, denn wenn man eine Lernphase als Gegensatz zu anderen Phasen definiert, dann heißt das, dass jedes Kind nur auf die Zeit nach der Lernphase fixiert ist, wenn es die Bücher endlich ins Eck werfen und spielen kann. Stattdessen wäre es doch viel vernünftiger, diese Dinge ineinanderfließen zu lassen. Schon 1975 waren die Ganztagsschulen in aller Munde. Man ging damals davon aus, dass sie demnächst kommen werden, und rechnete sogar schon aus, bis wann man sie in der gesamten Gesellschaft eingeführt haben wird. Es war damals ebenfalls selbstverständlich, dass es in Zukunft genügend Kindergartenplätze geben wird usw. Wie aber sieht es heute aus? Ich denke, die Situation ist heute noch genauso schlecht wie früher. Aber jeder spricht davon, jeder verspricht, dass sich alles ändern wird – und in Wirklichkeit geschieht nichts oder nur sehr, sehr wenig.