06.09.2010
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Claudia Kemfert studierte Wirtschaftswissenschaften und war von 2004 bis 2009 Professorin für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance. Ihre Themen sind u. a. die ökonomischen Kosten des Klimawandels und die künftige Energieversorgung.
Stand: 16.07.2010
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Der Klimawandel hat enorme wirtschaftliche Folgen: Wenn wir es nicht schaffen, die Treibhausgase einzudämmen, dann bedeutet das, dass es auf der Erde immer mehr extreme Klimaereignisse geben wird. Arme Länder haben darunter am meisten zu leiden, sei es durch Überflutungen in solchen Regionen wie z. B. Bangladesh, wo dann auch die Schäden sehr, sehr hoch sind. Oder denken Sie an die zunehmende Verwüstung, also an die Tatsache, dass sich die Wüsten immer weiter ausdehnen. In Afrika gibt es extreme Hitze, extreme Dürre, extreme Winde. Das heißt, diese Extreme können immer weiter zunehmen und das wird dann auch ganz sicher volkswirtschaftlich zu Buche schlagen. Der Klimaschutz hingegen hat enorme wirtschaftliche Chancen. Wir haben ja die erneuerbaren Energien bereits angesprochen. Diese Branche boomt; das wird auch weltweit ein Absatzschlager sein. Da bieten sich für die Konzerne eben auch enorme Möglichkeiten im Hinblick auf die erzielbaren Gewinne und den Profit.
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