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Tiere und Pflanzen - Zugvögel - Der Kranich


Inhalt

Der Film begleitet den Kranich , einen typischen Zugvogel, über mehr als 2000 Kilometer quer durch Europa: von Schweden über Spanien bis nach Marokko und wieder zurück.
Abgelegene, großflächige Sumpf- und Moorlandschaften sind das ideale Brutgebiet des in Europa immer seltener werdenden Kranichs. Nur in diesen, von der Zivilisation weitgehend verschonten Biotopen, findet der sehr scheue Vogel genügend Ruhe und Nahrung, um seine Brut großzuziehen.
Der erste Teil der Sendung zeigt Kraniche in ihrer Brutheimat. Kranichweibchen legen pro Jahr höchstens drei, meist zwei Eier. Das Gelege wird von den Elternvögeln gewöhnlich abwechselnd bebrütet. Nach spätestens einem Monat schlüpfen die Jungen. Kranichküken sind Nestflüchter , die bereits kurz nach dem Schlüpfen das Nest verlassen und mit den Eltern auf Nahrungssuche gehen. Sie fressen Insekten und deren Larven sowie Würmer und Wasserschnecken.
Das Brutgebiet der früher in ganz Europa heimischen Kraniche beschränkt sich heute hauptsächlich auf Nord- und Nordosteuropa: Schweden, Polen und Russland. Nur dort finden sie noch ausgedehnte Feuchtgebiete. Im übrigen Europa wurden zu viele Moore und Feuchtwiesen entwässert und zu Acker- oder Bauland kultiviert.
Nach etwa zehn Wochen sind die Jungvögel so weit herangewachsen, dass sie die ersten Flugversuche unternehmen können. Im Herbst machen sich dann Jung- und Altvögel auf ihre lange Reise in die Überwinterungsgebiete.
Im zweiten Teil stellt die Sendung zunächst Reiherenten und Zwergtaucher als Teilzieher unter den Wasservögeln vor. Diese Vögel weichen vor der Kälte in solche Gebiete aus, in denen es weniger kalt ist. Hier frieren die Gewässer nicht zu, so dass sie noch genügend Nahrung finden.
Nach diesem Abstecher zu den Teilziehern wendet sich die Sendung wieder den Kranichen zu und zeigt sie uns auf ihrem Flug nach Süden. In ihrer für sie typischen, energiesparenden Keilform fliegen sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern. Bei gutem Wetter sind sie auch nachts unterwegs.
In vielen ihrer europäischen Überwinterungsgebiete gelten Kraniche mehr und mehr als ausgesprochene „Schädlinge“. Als Beispiel zeigt der Film ein Gebiet in der westpanischen Provinz „Estremadura“. Hier standen früher ausgedehnte Kork - und Steineichenwälder, in denen die großen Schweineherden der Bauern genügend Nahrung fanden. Und auch für die Kraniche blieb noch reichlich Futter übrig. Heute hat sich das Bild radikal geändert. Die Eichenwälder sind verschwunden. Sie machten riesigen Getreide- und Maisfeldern Platz. Die Kraniche mussten sich neue Überwinterungsgebiete suchen. Zu diesen Ausweichrefugien zählt eine Lagune auf einer Hochebene westlich von Madrid. Hier sind die Kraniche, im Wasser stehend, vor Feinden, wie Fuchs und Marder, bestens geschützt. In den angrenzenden Getreidefeldern finden sie genügend Nahrung und zwar so viel, dass die Bauern bereits gewaltige Ernteeinbußen hinnehmen müssen.
Ende Februar werden die Jungvögel endgültig „flügge“. Sie trennen sich von den Eltern. Aber erst in vier Jahren werden sie voll geschlechtsreif sein. Zur Zeit der Mandelblüte, im März, machen sich die Vögel wieder auf ihre lange Reise nach Norden. Hier wird die nächste Kranichgeneration zur Welt kommen – aber nur dann, wenn wir in Europa über Ländergrenzen hinweg bereit sind, ihnen künftig die notwendigen Lebensräume sowohl zum Brüten als auch zum Überwintern zur Verfügung zu stellen.




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