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Zu jung für ein Kind - Wenn Jugendliche Mütter werden


Inhalt

Im Jahr 2008 kamen in Deutschland 5.613 Babys zur Welt, deren Mütter noch nicht erwachsen waren. Viele von ihnen finden Halt in ihren Familien, die sich um die Teenagermütter und ihre Enkel kümmern. Andere haben es weniger gut getroffen. Sie sind mit ihren Kindern, ihren Sorgen, Nöten, Ängsten alleine, wissen nicht, wie sie die neue Situation bewältigen sollen. Oft sind die Frauen durch ihre Erziehung, durch alkoholkranke Eltern oder gewalttätige Partner nicht in der Lage, einem Kind gerecht zu werden, ihm Fürsorge zu geben und es richtig zu ernähren.

Um diese "Sorgenkinder" kümmern sich Mutter-Kind-Einrichtungen. Diese professionell geführten Schutzräume bemühen sich darum, den Teenagermüttern und ihren Babys optimale Startbedingungen für die neue, oftmals sehr schwierige Lebensphase zu geben. Sie bieten neben einer Wohnmöglichkeit sowohl pädagogische Unterstützung als auch praktische Erziehungshilfe an und entlasten die jungen Mütter bei der Betreuung ihres Kindes, damit sie weiterhin eine Schule besuchen bzw. einer Berufsausbildung oder einem Beruf nachgehen können.

Der Film begleitet Jenny und Sabrina, zwei junge Mütter, die mit ihren Kleinkindern Zuflucht im Stuttgarter Weraheim gefunden haben. Sie erzählen von ihren Hoffnungen, ihren Problemen, ihrer Hilflosigkeit, aber auch von der Hoffnung, die sie im Weraheim schöpfen.

Jenny ist noch klein, als sich ihre Eltern trennen. Mit 13 Jahren verliebt sie sich in einen Libanesen, der sich illegal in Deutschland aufhält. Mit 15 Jahren kommt sie in ein Heim, reißt aus und wird schwanger. Kurz darauf stirbt ihre Mutter. Jenny ist allein. Dennoch entscheidet sie sich für das Kind und wird nach Stuttgart ins Weraheim vermittelt. Jenny kommt mit ihrem energiegeladenen Kind oft nicht zurecht. Daher nutzt sie die Möglichkeit, es durch Mitarbeiter des Weraheims betreuen zu lassen. Jetzt geht sie wieder zur Schule und will den Hauptschulabschluss nachmachen. Nach vielen Jahren hat sie Kontakt mit ihrem Vater aufgenommen, der sich um seinen Enkel kümmern will. Jenny könnte es schaffen und gemeinsam mit ihrem Sohn ein selbständiges Leben beginnen.

Ein echtes Zuhause haben die zwanzigjährige Sabrina und der zweiundzwanzigjährige Dennis nie gehabt. Weil ihre Mütter alkoholkrank waren und sich nicht um sie kümmern konnten, wuchsen beide in Pflegefamilien auf. Als ihre Tochter Joana zur Welt kommt, fühlen sich die jungen Eltern überfordert. Sie leben von Sozialhilfe und dem Erziehungsgeld für Joana, Dennis muss eine Jugendstrafe wegen Scheckbetrugs abarbeiten und hat keinen Beruf. Trotzdem halten sie an ihrem Traum von der eigenen Familie fest. Mithilfe des Weraheims wollen sie den Sprung in eine bessere, gemeinsame Zukunft wagen.




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