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Mit dem Wasser leben - 4. Niederlande - Leben mit den Fluten


Inhalt

Informationen zur Sendereihe

Flüsse, Seen, Meere - Wasser prägt Europa und seine Menschen. Ob als unverzichtbare Nahrungsquelle, faszinierende Natur, Wirtschaftsfaktor, einzigartiges Kulturgut oder politisch-geografische Grenze. So vielfältig das Lebenselixier Wasser die Europäer beeinflusst, so unterschiedlich ist der Umgang mit dem nassen Element. Und die rasante weltweite wirtschaftliche Entwicklung mit ihren ökologischen und kulturellen Folgen verlangt immer häufiger Veränderungen - eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten und die Natur.

Die Folgen 1-4 der Reihe "Mit dem Wasser leben" widmen sich ökologischen Aspekten und zeigen an verschiedenen Beispielen, wie eng das Wasser mit dem alltäglichen Leben verknüpft ist. Wir nutzten es zur Energieerzeugung, mit aufwendig gebauten Wasserkraftwerken in Kaprun. Als Trinkwasser scheint es unbegrenzt verfügbar, jedoch lässt der Blick auf schmelzende Gletscher in der Schweiz oder Verschmutzungen im Genfer See auch andere Szenarien erahnen. Für die Niederländer spielt das Wasser schon lange ein existenzielle Rolle: Mit vielen Maßnahmen müssen sie sich gegen Hochwasser und Überflutungen schützen.

Folge 4: Niederlande - Leben mit den Fluten

„Das grüne Herz“ - so nennen die Niederländer eine Region tief im Inneren des Landes nahe Nijmwegen, die von den Flüssen Waal und Maas begrenzt wird. Mit ihren satten Schafsweiden und strohbedeckten Häusern mutet die Landschaft harmlos Idyllisch an. Doch bei jedem kräftig anhaltenden Regen und bei Stürmen droht sie überschwemmt zu werden. Im Februar 1995 mussten hier wegen eines drohenden Deichdurchbruches, sämtliche Einwohner vorsorglich evakuiert werden.

Hier an einem See bei Appeltern, der durch die Überflutung der Maas über die Jahre entstanden ist, lebt Adri van Ooijen mit seiner Familie. Adri hat Häuser entworfen und gebaut, die den Überflutungen standhalten. Wenn das Wasser zu steigen anfängt, treibt das Haus bis zu fünf Metern auf. Seine Häuser stehen nicht wie sonst hinter, sondern vor dem Deich. Außerdem betreibt Adri einen Campingplatz , der rundum vom Wasser umschlossen ist. Daher kennt er die Wasserlandschaft und ihre Regulatorien sehr gut: Die alte Pumpstation , die früher das Wasser aus den Überflutungsgebieten abgepumpt hat, und die hightechgesteuerte Schleuse , mit Hilfe derer Schiffe die Höhenunterschiede zwischen den Gewässern ausgleichen (Video offline, Hilfe zum Real-Player) können.

Quelle: WDR




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