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Ökosystem Wald - 3. Der gesunde Wald


Inhalt

Der natürliche Wald wurde zuerst von einigen Schweizer Forstleuten propagiert. Auch viele deutsche Förster haben sich inzwischen dieser Meinung angeschlossen. Naturnah heißt, einen vielstufigen Wald entstehen zu lassen aus Sämlingen und Jungbäumen von reifen Bäumen, die sich in der Gegend und in dem Waldstück als robust und produktionstüchtig erwiesen haben. Naturnah heißt viele Baumarten mit unterschiedlichen Funktionen.
Die wichtigsten dieser Baumarten, die Fichte mit ihren typischen Nadeln , Tanne , Kiefer, Eiche , Buche werden nach Standort, Gestalt und Nadel - bzw. Blattformen vorgestellt. Ein Forstmann erklärt die Forstwirtschaft im Mischwald: Im gesunden Wald werden die Bäume einzeln geerntet , je nach Reife oder waldbaulichen Erfordernissen, d. h. Einzelstammwirtschaft statt Kahlhieb. Der Mischwald kann die verschiedenen Schutzfunktionen am besten erfüllen. Hier entwickelt sich die reichhaltigste Bodenflora und -fauna, z. B. Ameisen und andere Destruenten, aber auch größere Tiere, wie Hasen und Rotwild.
Eine Grafik zeigt den Umbau des Waldes durch die Plenterwirtschaft: Einige Bäume bleiben bis zum Schluß stehen, sie sind die reinen Wirtschaftshölzer, einige sind Platzhalter mit verschiedenen Funktionen, unter anderem der Bodenbedeckung, der Nährstoffversorgung durch ihr Laub und letztlich auch zur Verhinderung der Bodenversauerung. In ihren Schutz kann dann eine Vielfalt von Bäumen und Sträuchern heranwachsen.
An verschiedenen Beispielen wird nun gezeigt, daß unter dem Strich der gesunde Mischwald mit Naturverjüngung genauso viel Holz, in vielleicht besserer Qualität. liefert wie der Monokulturwald. Unberücksichtigt sind hier so gar noch die Wohlfahrtswirkungen , die dieser Wald als Nebeneffekt sichert und die langfristige Stabilität und Vitalität auch gegen die Gefahren aus der Luft.
Wenn in Mischwäldern die Bäume sterben, stehen von unten immer noch einige nachwachsende Generationen bereit, um den Ausfall langfristig zu ersetzen. Das Gift aus der Luft trifft den gesunden Wald genauso wie die Reinkultur. Der naturnahe Mischwald ist jedoch vom Boden her weit weniger gefährdet.





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