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Tiere und Pflanzen - Vögel im Winter


Inhalt

Für die Tiere, insbesondere die Vögel, die auch die kalte Jahreszeit in ihrer Brutheimat verbringen, ist der Winter eine äußerst harte Zeit. Am Beispiel von Rotkehlchen und Bergfinken wird je ein Vertreter der Stand- bzw. Zugvögel vorgestellt. Damit die Vögel auch bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke noch genügend Nahrung finden, wird besonders bei uns in Deutschland, an zahllosen Vogelhäuschen den „gefiederten Freunden“ Futter angeboten. Je nach Nahrung kann man zwischen Körner- und Weichfressern unterscheiden. Im Film werden Finken , Gimpel (Dompfaff) und vor allem der Kernbeißer als typische Körnerfresser vorgestellt.
An dieser Stelle des Films werden die mit der Winterfütterung verbundenen Probleme zum ersten Mal angesprochen. Diese Problematik zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Sendung: In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Euro für die winterliche Fütterung der Vögel ausgegeben. Untersuchungen in Norddeutschland zeigten, dass auf ein Meisenpaar etwa 16 Futterstellen kommen. Naturschützer warnen vor einer übertriebenen Fütterung, weil dadurch der Winter seine Auslesefunktion nicht mehr erfüllen kann. Auf diese Weise überleben immer mehr kranke und schwache Tiere, wodurch die Gesundheit der Population eingeschränkt und das Uberleben der Art gefährdet wird. Wer mit der Winterfütterung begonnen hat, der muss sie während der gesamten Frostperiode fortsetzen, weil sich die Tiere sehr schnell auf diese Situation einstellen. An Futterstellen treffen stets viele verschiedene Vogelarten aufeinander. Mit ihrem Kot verunreinigen sie nicht nur den Futterplatz, sondern auch das hier ausgestreute Futter. Zudem schleppen sie die verschiedensten Krankheitskeime ein. Das Vogelhaus ist somit ein Ort, an dem sich die Tiere mit Krankheiten infizieren können. Daher gehört zum Vogelfüttern stets auch das regelmäßige Reinigen der Futterstelle. Echter Naturschutz besteht nicht im Füttern der Vögel, sondern im Anpflanzen, Schützen und Pflegen von Bäumen und Sträuchern, deren Früchte im Winter den Tieren als Nahrungsquelle dienen können.
In diesem Zusammenhang weist die Sendung auf die enorme Bedeutung hin, die die Feldhecken für die heimische Vogelwelt haben. Hier können sie, geschützt vor Feinden, brüten und ihre Jungen aufziehen. Hecken bieten das ganze Jahr über genügend Nahrung. Besonders Rebhühner leiden darunter, dass bei uns die Feldhecken immer mehr der allgemeinen Umweltzerstörung zum Opfer fallen. Rebhühner stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Viel wichtiger als die kurzfristige Winterfütterung ist daher der Erhalt und der Schutz der natürlichen Lebensräume.
Im zweiten Teil des Films wird die gleiche Problematik am Beispiel der Wasservögel noch einmal kurz vorgestellt. Da diese Vögel ihre Nahrung im Wasser suchen, sind sie auf offene Wasserflächen angewiesen. Man findet sie deshalb an rasch fließenden Gewässern, an Stauwerken oder dort, wo z. B. Fischotter durch ihre Aktivitäten das Zufrieren verhindern. Die klimatisch begünstigte Region um den Bodensee ist ein großes Überwinterungsgebiet für Kanadagänse , Höcker- und Singschwäne, Zwergtaucher , Reiherenten, Haubentaucher, Graugänse, Blessrallen und die verschiedensten Enten- und Möwenarten.





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