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Sandras Tier-TV - 5. Tiere und ihr Sozialverhalten


Inhalt

Sandra Singer führt in das Thema der Sendung ein: Viele Tierarten leben in einer Gemeinschaft: in Herden, Familien oder Kolonien. Grundlegende Voraussetzungen für das Zusammenleben sind Regeln und die Fähigkeit zur Kommunikation, die über ganz bestimmte Signale funktioniert. Signale sind Verhaltensweisen wie die Warnrufe bei Gefahr oder Balzrituale. Der größte Teil der Signale ist angeboren und wird von den Artgenossen instinktiv und unmissverständlich verstanden und ist für sozial lebende Tiere überlebensnotwendig. Auch längst domestizierte Tiere wie unsere Hunde und Katzen haben diese archaischen Kommunikationsweisen über Jahrtausende hinweg weitgehend behalten.

(1) Hunde und ihre Verständigung (ca. 3,5 Min.)
Hunde erfahren (Video offline, Hilfe zum Real-Player) bereits über den Geruch und über die Spuren am Boden eine Menge über ein für sie fremdes Revier. Wenn sich zwei Hunde begegnen, läuft ein Programm ab, mit dem die Tiere kommunizieren. Ganz bestimmte Verhaltensweisen oder Körperhaltungen wie zurückgelegte Ohren, kräftiges Scharren oder Heben der Rute sind für den anderen eindeutige Signale. Nicht selten kommt es auch zu Kämpfen zwischen den Tieren, die jedoch meistens als Scheingefechte ablaufen und notwendig sind, um die Rangordnung zu klären. Hunde, die einem solchen “Kampf” ausweichen wollen, vermeiden den Blickkontakt, legen die Ohren an, machen sich klein oder versuchen die unangenehme Situation durch Übersprunghandlungen zu überspielen.

(2) Cinderella (ca. 3 Min.)
Der zweite Beitrag zeigt, dass die Verständigung von Tieren auch zwischen verschiedenen Arten funktioniert. Kuriose Tierfreundschaften gibt es immer wieder, und manchmal kommt es sogar zu tierischen Adoptionen. Der Film zeigt das Beispiel einer Hündin, die ein Rehkitz in ihre eigene Familie aufgenommen hat. Drei Wochen lang wird das Kitz Cinderella von der Hündin der Familie Laichmann mitgesäugt. Später ahmt das Kitz seine Welpengeschwister nach und trinkt mit ihnen gemeinsam aus dem Milchnapf. Auch die Welpen ahmen ihre Adoptivschwester nach, als sie beginnt sich für Pflanzennahrung zu interessieren – allerdings bleibt es bei einem Versuch. (Video offline, Hilfe zum Real-Player)

(3) Gänsefreund (ca. 2,5 Min.)
Auch zwischen Mensch und Tier gibt es enge und manchmal kuriose Bindungen. So hat sich eine Nonnengans nach dem Verlust ihres Männchens einen Menschen als neue Bezugsperson “auserwählt”. Der Computerspezialist Bruno Koopmann erläutert, wie diese bereits dreieinhalb Jahre dauernde innige Freundschaft entstand, wie sie sich untereinander mit Tönen und Gesten verständigen und welche Konsequenzen für die Gans und ihn diese “Partnerschaft” hat. Wir können beobachten, wie er und Nonni sich bei ihren wöchentlichen Wiedersehen begrüßen, und begleiten die beiden auf einem gemeinsamen Spaziergang im Zoo und im Park.

(3) Bienenstaat (ca. 3,5 Min.)
Ein hoch organisiertes und differenziertes Gemeinwesen mit Regeln und Gesetzen ist der Bienenstaat. Jedes der rund 40 000 Tiere hat eine bestimmte Aufgabe, die für die Gemeinschaft wichtig ist: Der Beitrag benennt und zeigt die Tätigkeit der Königin (Eierlegen), der Drohnen (Begatten) und die verschiedenen Tätigkeiten einer Arbeiterin, denen sie im Laufe ihres Lebens nachgeht, wie Fütterung der Larven, Reinigung des Stockes, Wache, Beschaffen von Futter, Anlegen der Brutzelle für die Königin und vieles mehr. Die Kommunikation (Video offline, Hilfe zum Real-Player) der Bienen untereinander ist sehr differenziert. Dazu gehören Duftsignale zur Erkennung des Stocks und zum Anlocken der Drohnen vor der Begattung; Alt- und Jungkönigin verständigen sich durch Töne; am bekanntesten sind die Bienentänze, durch die die Arbeiterinnen sich gegenseitig Entfernung und Richtung von Futterplätzen mitteilen.

Durch das aufmerksame Beobachten der Verhaltensweisen von Tieren kann der Mensch viel über ihr Sozialverhalten lernen und daraus auch Rückschlüsse über sein Verhalten den Tieren gegenüber ziehen.




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