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Muschelkrebse
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Tiere im Verborgenen - 1. Pfützen in Fahrspuren


Muschelkrebse sind uralt

Vermutlich schon vor etwa 500 Millionen Jahren existierten die Muschelkrebse auf unserer Erde. Lebten sie anfangs nur im Meer, eroberten sie jedoch schon im späten Erdaltertum (vor etwa 300 Millionen Jahren) auch das Süßwasser. Man schätzt, dass es heute etwa 12.000 Arten gibt, wovon etwa 100 in unseren heimischen Binnengewässer zu finden sind. Die 0,5 bis 2,6 mm kleinen Tiere leben in zweiklappigen Schalen, die ihren Körper völlig umhüllen. Die beiden Antennenpaare dienen nicht nur als Träger von Sinnesorganen, sondern sie sind auch Teil eines im Tierreich einzigartigen Fortbewegungs- und Steuerungssystems. Da sie nicht gleichsinnig schlagen, kann der Muschelkrebs durch entsprechende Koordination der einzelnen Antriebe jede gewünschte Schwimmrichtung einnehmen.
Einige Arten können auch leuchten, da sie in ihren Oberlippendrüsen Luciferin und Luciferase produzieren. Reagieren die beiden Stoffe miteinander, kommt es zur Biolumineszenz. Dabei katalysiert Luciferase in Gegenwart von molekularem Sauerstoff das Luciferin zu Oxiluciferin. Dieses optisch angeregte Produkt geht unter Emission von Lichtquanten wieder in seinen Grundzustand über.
Im 2. Weltkrieg hat diese Eigenschaft der Muschelkrebse in Japan auch militärische Bedeutung erlangt: Da sie getrocknet und pulverisiert mit etwas Wasser oder einem Tropfen Speichel zum Leuchten zu bringen sind, benutzte man sie, um Meldungen zu lesen, ohne eine für den Feind erkennbare Lampe anzünden zu müssen.



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