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Stätten der Besinnung


Inhalt

Traditionelle Lebensgewohnheiten und religiöse Riten wie Morgen- und Abendgebet, Sonntagsgottesdienst, gemeinsame Mahlzeiten im Familienkreis etc. sind vielen Menschen längst abhanden gekommen. Sie finden kaum mehr Ruhe, führen ein rastloses Leben. Umso wichtiger ist es, öfter einmal innezuhalten, sich zu besinnen und die Nähe zu Gott zu suchen. Hilfreich dabei sind Stätten der Besinnung. Das können Sakralbauten wie Kirchen , Moscheen oder Tempel sein, außergewöhnliche Orte wie der interreligiöse Andachtsraum am Flughafen München oder Bereiche der Stille in Einkaufzentren, Erlebnisparks oder Fußballstadien.

Der Andachtsraum des Flughafens München ist für Gläubige aller fünf Weltreligionen geöffnet, die evangelische Pfarrerin Gabriele Pace (Video offline, Hilfe zum Real-Player) stellt ihn vor. Ausgehend vom Flughafen-Meditationsraum präsentiert die Sendung Orte der Besinnung, die für Angehörige der fünf Weltreligionen eine wichtige Rolle spielen.

Für gläubige Juden hat die Klagemauer in Jerusalem eine herausragende Bedeutung; hier können sie beten, meditieren und Gott suchen. Wichtig ist auch der Berg Moses auf der Halbinsel Sinai. Hier soll Moses die zehn Gebote empfangen haben. Das ist der Ort, dem das Judentum seinen Anfang zuschreibt – ein Ort der Besinnung. Das Versammlungs- und Gotteshaus und das religiöse Zentrum der jüdischen Gemeinden in aller Welt ist die Synagoge . Die Betenden wenden sich nach Jerusalem.

Tausende Christen kommen Jahr für Jahr in die Grabeskirche nach Jerusalem. Für sie dieser Ort das Herzstück des Christentums, hier an der Kreuzigungs- und Grabstätte Christi wollen sie Jesus gedenken. Und für viele Pilger ist eine Wallfahrt nach Altötting ein Weg zur Besinnung. Seit Generationen strömen Menschen zur Schwarzen Madonna in die Altöttinger Gnadenkapelle und widmen der Gottesmutter Votivtafeln .

Als herausragende Orte der Besinnung für Muslime stellt der Film den Felsendom in Jerusalem und die Sultan-Ahmed-Moschee , die „blaue Moschee“ in Istanbul vor. Eine Moschee ist der Ort, wo sich die Muslime , allein oder in der Gruppe ihrem Gott Allah zuwenden. Im Islam ist es aber genauso üblich, dass die Gläubigen im Freien beten. Der eigentliche Kultort ist die Kaaba , der mit schwarzen Tüchern verhängte leere Würfel, in dessen Ecke sich ein Meteorit befindet. Das Umschreiten dieses Steines ist der Höhepunkt der Haddsch, der traditionellen Pilgerfahrt der Muslime.

Die wichtigsten Stätten der Besinnung für Hindus befinden sich in Indien. Die heiligste Stadt des Hinduismus heißt Varanasi. Ein Bad im heiligen Fluss Ganges soll von Sünden reinigen. Hindu-Pilger beten in ihren Tempeln zu mehreren Göttern. Der Hinduismus ist eine Religion, die aus unterschiedlichen Schulen und Ansichten besteht. Die Hindus haben kein gemeinsames, für alle gültiges Glaubensbekenntnis, aber wiederkehrende Rituale der Besinnung.

Die Suche nach Stätten der Besinnung für Buddhisten führt nach Nepal. Am Fuße des Himalaya wurde Prinz Siddharta Gautama, der Begründer des Buddhismus, geboren. Unter dem Pappelfeigenbaum wurde Siddharta zum „Erleuchteten“. Ein Besuch der Orte, an denen Buddha weilte, soll das Heil eines Pilgers bewirken. Buddha lehrte, dass letztlich nichts auf der Welt Bestand hat, sondern veränderlich ist. Er sagte: „Vergiß nicht zu beten. Bete an den heiligen Orten für alle Menschen und alles, was zu Empfindungen fähig ist im ganzen Universum.“

Das Entscheidende für gläubige Menschen gleich welcher Religion ist, so die Botschaft der Sendung, einen Ort zu finden, an dem sie Gott näher kommen.




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