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Hans Leipelt
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Die Weiße Rose - Studentischer Widerstand gegen Hitler


Fakten VII

Hans Leipelt

wurde am 18.7.1921 als Sohn eines Ingenieurs und einer promovierten Chemikerin in Wien geboren. Seine Mutter stammte aus einer österreichisch-jüdischen Familie christlichen Glaubens. Leipelt wurde protestantisch erzogen und konfirmiert.

1925 siedelte die Familie nach Hamburg über. Seine Kindheit verlief unbeschwert, bis die Nürnberger Gesetze 1935 die Mutter zur “privilegierten Volljüdin” stempelten. Hans und seine Geschwister wurden “jüdische Mischlinge 1. Grades”. Seine in Wien gebliebenen Großeltern flohen nach dem “Anschluss” in die Tschechoslowakei. Sein Onkel beging Selbstmord, der Großvater starb kurze Zeit nach der Flucht.

Nach dem Abitur meldete sich Leipelt freiwillig zum Reichsarbeitsdienst, anschließend zur Wehrmacht. Nach dem Feldzug gegen Polen und Frankreich wurde er mit dem Eisernen Kreuz dekoriert, musste aber im April 1940 als “jüdischer Mischling” die Wehrmacht verlassen. Seine Entlassung empfand er stets als “unehrenhaft und entwürdigend”.

1940 begann er in Hamburg Chemie zu studieren, wurde als “jüdischer Mischling” von der Universität verwiesen und schrieb sich in München ein, wo der Nobelpreisträger Prof. Heinrich Wieland am Chemischen Institut die rassistischen Studienbedingungen ignorierte.

Am 19.7.1942 wurde die nach Deutschland zurückgekehrte Großmutter nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Leipelts Schwester musste die Schule verlassen. Als der “arische” Vater am 23.9.1942 starb, wurde die Familie gänzlich schutzlos.

Nach der Verhaftung der Scholls erhielt Leipelt das 6. Flugblatt per Post. Mit Marie-Luise Jahn begann er das Blatt zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten. Sein Motto: “Und ihr Geist lebt weiter”.

Als er Geld für die Frau des verhafteten Prof. Huber sammelte, wurde er denunziert und am 8.10.1943 verhaftet. Am 13.10.1944 wurde er zum Tode verurteilt und am 29.1.1945 hingerichtet.





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