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Die Weiße Rose - Studentischer Widerstand gegen Hitler
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Fakten I Hans Scholl wurde am 22.9.1918 in Ingersheim/Württemberg geboren. 1932 kam die Familie nach Ulm, wo der Vater als Wirtschafts- und Steuerberater arbeitete. Als Gymnasiast trat Scholl in die Hitlerjugend (HJ) ein, wurde begeisterter Hitlerjunge und brachte es zum Fähnleinführer. Enttäuscht von Bürokratie und Fremdbestimmung in der HJ suchte er Kontakt zu Anhängern der verbotenen bündischen Jugend. Wegen dieser Kontakte wurde er 1937 verhaftet, durfte aber sein Abitur machen. Nach Reichsarbeits- und Wehrdienst begann er 1939 in München Medizin zu studieren . 1940 diente er als Sanitätsfeldwebel in Frankreich. Bei der Lektüre moderner französischer Dichter, Philosophen und Theologen begann er sich für ein unorthodoxes Christentum zu begeistern. Im Herbst 1940 erhielt er Studienurlaub und kehrte wieder an die Universität zurück. In München suchte er Kontakte zu “kaltgestellten” Intellektuellen und nahm an Lese- und Diskussionsabenden - der Keimzelle der “Weißen Rose” - teil. Im Sommer 1942 wurde er an die Ostfront versetzt und war zu Beginn des Wintersemesters 1942/43 wieder in München. Mit seiner Schwester Sophie und den Freunden von der “Weißen Rose” leistete er zunächst stillen Widerstand, der sich auf geheime Treffen und die Verbreitung von Texten wie z.B. die Predigten des Münsteraner Bischofs Graf Galen beschränkte. Dann ging die Gruppe dazu über, eigene Flugblätter herzustellen und zu verbreiten. Mit ihren Flugblättern wollten sie den Teufelskreis durchbrechen, in dem "jeder wartet, bis der andere anfängt", und so alle schuldig werden. Beim Auslegen des 6. Flugblatts wurden Hans Scholl und seine Schwester am 18.2.1943 vom Hausdiener Jakob Schmied gesehen, festgehalten und an die Gestapo ausgeliefert. Der Volksgerichtshof unter Vorsitz Roland Freislers verurteilte die Geschwister Scholl am 22.4.1943 zum Tode. Noch am selben Tag wurden sie hingerichtet. Den Gestapo-Beamten erläuterte Hans Scholl seine Motive und starb mit dem Ruf “Es lebe die Freiheit!”. |
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