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Die Weiße Rose - Studentischer Widerstand gegen Hitler
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Fakten V Willi Graf Willi Graf wurde am 2.1.1918 in Kuchenheim/Kreis Euskirchen geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Saarbrücken, wo der Vater eine Weingroßhandlung leitete. Das Elternhaus war katholisch geprägt. Mit 11 Jahren trat Graf in den katholischen Schülerbund “Neudeutschland” ein und schloss sich nach der Auflösung der konfessionellen Jugendverbände 1934 dem “Grauen Orden” an. Der “Graue Orden” war ein Zusammenschluss ehemaliger Angehöriger der bündischen Jugend, die einen neuen Zugang zur Liturgie suchten. “In diesem Kreis erhielt Willi entscheidende literarische und theologische Impulse. Die Erkenntnis, dass Christsein und Menschsein eine Einheit bilden, forderte den politisch denkenden und handelnden Christen. Immer deutlicher wurde auch, dass Nationalsozialismus und Christentum unmöglich miteinander in Einklang zu bringen seien. So wuchs bei Willi Graf die Überzeugung, sich konsequent dem Regime verweigern zu müssen”. (Zit. nach Weiße Rose Stiftung, Hg. Die Weiße Rose. Broschüre zur Ausstellung über den Widerstand von Studenten gegen Hitler. München, 3 1995). Der Hitlerjugend trat Graf trotz aller Drohungen nie bei. 1938 gingen die Behörden gegen den “Grauen Orden” vor. Graf wurde mit 17 weiteren Mitgliedern inhaftiert und wegen “bündischer Umtriebe” vor Gericht gestellt. Dank einer Amnestie nach dem “Anschluss” Österreichs kam er wieder frei. Im selben Jahr begann er sein Medizinstudium in Bonn, wurde 1940 als Sanitäter eingezogen, erlebte den Krieg in Jugoslawien und Rußland und hörte dort von Mordaktionen gegen Juden. Im April 1942 wurde ihm gestattet, sein Studium in der Münchner Studentenkompanie fortzusetzen. Hier lernte er die Geschwister Scholl kennen. Zusammen mit Hans Scholl und Alexander Schmorell wurde Graf im Sommer 1942 an die Ostfront abkommandiert und kehrte zum Wintersemester 1942/43 nach München zurück. Ab Dezember 1942 beteiligte er sich an den Aktionen der Weißen Rose, half beim Erstellen und Verteilen der Flugblätter und organisierte die Ausweitung des Widerstands über München hinaus. Mit einem Rucksack voller Flugblätter versuchte er Gleichgesinnte in Saarbrücken, Köln, Bonn, Freiburg und Ulm zu gewinnen. Nach der Festnahme der Scholls am Abend des 18.2.1943 verhaftet, verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 19.4.1943 zum Tode. |
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