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Clemens August Graf v. Galen
(1878-1946)
Bischof, später Kardinal von Münster, hatte die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die Remilitarisierung des Rheinlandes zunächst freudig begrüßt. Ab Mitte der 30er Jahre ging er zwar auf Distanz zum NS-Regime, rief aber bei Kriegsbeginn 1939 seine Diözesanen dennoch zur “Verteidigung des Vaterlandes” auf.
1941 predigte er erstmals gegen den Polizeistaat und das Euthanasie-Programm (“Vernichtung unwerten Lebens”; Informationen unter
http://www.br-online.de/bildung/databrd/rass2.htm/fakten6.htm
). Am 3.8.1941 bezeichnete er die Euthanasie als “glatten Mord”. Die enorme Wirkung seiner Predigten veranlasste Hitler, das Euthanasie-Programm zu stoppen. Fortan vermied das Regime den offenen Konflikt mit der katholischen Kirche, Galen blieb bis Kriegsende unbehelligt. Die Texte seiner Predigten wurden u.a. von der “Weißen Rose” verbreitet.
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