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Gaisus Valerius Crispus
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Von Rom zum Rhein - Die Römer - 2. Leben in der Legion


Fakten VI

Was wissen wir über das Leben der Soldaten?

Vieles über das Leben der Soldaten ist durch Grabsteine (hier der Grabstein der Soldaten Gaisus Valerius Crispus ) zu erfahren. Auf den Steinen sind sie mit ihrer Ausrüstung abgebildet, mit Angaben über Dauer ihrer Dienstzeit, militärische Einheit, Heimatort, Alter und dergleichen. Diese Grabsteine sind also ganz anders gestaltet als “moderne” Grabsteine. Solche Quellen lassen den Schluß zu, daß das römische Heer kein reines “Nationalheer” war und daß über den Militärdienst die einheimische Bevölkerung z.T. in den römischen Staat integriert wurde.

Der Grabstein des Legionärs Gaius Valerius Crispus wurde in Wiesbaden gefunden. Der Legionär trägt Helm Lederpanzer und eine kurzgeschlitzte Hose. Die Schultern sind mit Lederklappen geschützt. Seine Waffen sind das Schwert, die Wurflanze und das rechteckige Schild. Crispus war Soldat der Legio VIII Augusta, stammte aus Berta in Makedonien und starb nach 21 Dienstjahren im Alter von 40 Jahren. Die Legio VIII Augusta war bis 69 n. Chr. an der unteren Donau stationiert, wo zahlreiche Rekruten aus der Nachbarprovinz Makedonien zugeteilt wurden; nach 69 verlegte man sie nach Straßburg.

Aus der Grabinschrift des Marcus Valerius Celerinus lassen sich die wichtigsten Stationen in seinem Leben rekonstruieren: in Spanien geboren, Eintritt in die zehnte Legion, im Jahre 70 n. Chr. mit der zehnten Legion von Spanien an den Niederrhein. Entlassung nach 25 Dienstjahren, Ansiedlung in der Veteranenkolonie Köln, Heirat mit Marcia Procula aus Köln. Marcus Valerius liegt nach römischem Brauch auf einem Ruhebett und erfrischt sich mit Speis’ und Trank. Ein Diener (er ist viel kleiner als sein Herr dargestellt) versorgt ihn mit Getränken. Seine Frau Marcia Procula sitzt links in einem Korbsessel, sie hält ein Körbchen mit Früchten auf dem Schoß. So vermittelt dieser Grabstein ein anschauliches Bild vom “romanisierten” Leben.








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