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Kurzbiographie des Paracelsus
Paracelsus
(eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim) wurde Ende 1493 als Sohn des
Arztes
Wilhelm Bombast von Hohenheim in
Einsiedeln
im Kanton Schwyz geboren. 1502 wandert die Familie nach
Villach
in Kärnten aus, Theophrast besucht die Klosterschule St. Paul im Lavanttal, wird dann Hospitant an der Bergschule und Laborant in den Mineralbergwerken. 1509 geht er nach Wien, 1511 beginnt er sein Medizinstudium an der Universität. Er arbeitet vermutlich 1512 in der Praxis seines Vaters und bezieht 1513 die Universität von Ferrara; er schließt 1515 sein Studium wahrscheinlich mit einer
Promotion
ab und geht auf Wanderschaft. Er durchwandert
ganz Europa
, nimmt 1520 am
dänischen Feldzug
gegen Schweden teil und kehrt nach Reisen durch Polen, Ungarn und Dalmatien 1524 nach Villach zurück. Er versucht in Salzburg eine eigene Praxis aufzubauen, wird aber als Sympathisant der aufständischen Bauern der Stadt verwiesen; 1526 taucht er in
Straßburg
auf und erwirbt das Bürgerrecht. Im Jahre 1527 läßt er sich in Basel nieder, wird Stadtarzt und hält Vorlesungen an der Universität. Während der Basler Jahre entsteht im Entwurf ein umfangreiches Schrifttum. Die Anfeindungen seiner Kollegen machen ein Verbleiben in Basel unmöglich. Paracelsus flieht 1528 nach Colmar, wo die großen Syphilisschriften entstehen. Im Jahr darauf wirkt er in Nürnberg, wo die Syphilisschriften im Druck erscheinen; weitere Veröffentlichungen werden durch die Leipziger Fakultät verhindert. Paracelsus zieht als wandernder Arzt und Prediger über Beratzhausen, Regensburg und Amberg nach St. Gallen, wo er 1530 die Schriften
Paragranum
und Paramirum abschließt. Als Wanderarzt und Laienprediger durchzieht er das Appenzeller Land, taucht 1534 in Innsbruck auf, dann in Südtirol, in Sterzing, in Bad Pfäffers, in Ulm, schließlich in Oberösterreich. Um diese Zeit entstehen die Traktate Von der Bergsucht, das Büchlein von der Pest, Von den Tartarischen Krankheiten u. a. 1537 hält er sich in Mährisch Kromau auf und kehrt 1538 über Preßburg und Wien nach Villach zurück. 1540 folgt er einer Berufung durch den Bischof Ernst von Baiern nach Salzburg; dort ist er am 24. September 1541
gestorben
. Er wurde auf dem Armenfriedhof von St. Sebastian beigesetzt, nachdem er seine bescheidene Habe
testamentarisch
den Armen der Stadt vermacht hatte.
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