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Der innere Arzt - Das Leben des Paracelsus
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Inhalt Der Film gibt einen detaillierten Bericht über das Leben des Paracelsus und berichtet über wichtige Stationen seines Lebens, mit Spielszenen und Wiedergaben von grafischen Zeichnungen und Dokumenten. Im Vorspann zeigt der Film eine Plastik des Äskulap, des Schutzheiligen der Ärzte, der im Altertum als Gott verehrt wurde. Um seinen Stab windet sich die Schlange, die ein Symbol für den Urgedanken der Medizin ist, daß Heilmittel nichts anderes als kleinste Mengen von Gift sind und daß nur die Dosis die Heilkraft bestimmt. Diesem Urgedanken entspricht Paracelsus’ bekannteste These, die auch heute noch gültig ist: Die Menge macht das Gift (Dosis facit venenium). Der Film führt uns in einer Spielszene zurück in das Jahr 1541. Hier diktiert kurz vor seinem Tod der bettlägerige Arzt Paracelsus sein Testament . Als Erbe setzt er die Armen, Elenden und Bedürftigen ein. Entsprechend ihrer Not und ihren Gebrechen soll an sie das verteilt werden, was von seinem Hab und Gut übrig geblieben ist. Paracelsus wurde 1493 in Einsiedeln in der Schweiz als Theophrast von Hohenheim, genannt nach dem schwäbischen Stammsitz seines Geschlechtes, oder als Theophrast Bombast (Baumbast) von Hohenheim geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter zogen Vater und Sohn nach Villach , wo der Vater als praktizierender Arzt seinen Sohn häufig zu Krankenbesuchen mitnahm. Vom Vater erhielt der Sohn eine umfassende humanistische Ausbildung. Alte Stiche zeigen uns Stadtansichten von Einsiedeln und Villach zur Zeit des 16. Jahrhunderts. Ab dem 16. Lebensjahr wanderte Paracelsus quer durch Süddeutschland und Frankreich, um an den verschiedenen Universitäten Medizin zu studieren. In Ferrara (Italien) promovierte er, doch legte er sich bald mit den dortigen Medizinprofessoren an. Zur damaligen Zeit war die Medizin eher eine Buchstabenwissenschaft, man lernte aus den Werken der antiken Lehrer und setzte sich nicht an das Krankenbett der Patienten, um Erfahrungen zu sammeln. Paracelsus revoltierte spöttisch gegen diese Art der Medizin. In seinem Lebensbericht hat er diese Zeit ausführlich beschrieben. Fast für 12 Jahre begab er sich von Ferrara aus auf Wanderschaft durch Europa und Nordafrika. Von Assuan bis Schottland, von Frankreich bis Moskau, Konstantinopel und Jerusalem zog er durch die Lande. Er nahm am niederländischen und am dänischen Krieg teil. Vor allem aber lernte er bei den weisen wie bei den einfachen Menschen, in Hospitälern und auf Jahrmärkten . Er war lerneifrig, neugierig und ohne Standesdünkel und sammelte das Wissen seiner Zeit. Stiche von den Aufenthaltsorten seiner Wanderzeit, eine Landkarte mit seinen Reisewegen und Spielszenen wechseln im Film miteinander ab. Zu jener Zeit galt als Ursache einer Krankheit immer ein Ungleichgewicht der vier Körpersäfte: Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle. Paracelsus war bestrebt, die herkömmliche Medizin zu reformieren. In seinen Büchern begründete er eine neue, revolutionäre Sicht von Krankheit. Nach seiner Ansicht bestand die Aufgabe des Arztes darin, die Heilungskräfte des Körpers zu wecken und zu unterstützen. Neid, Mißgunst und Unverständnis seiner Kollegen machten ihm die Arbeit schwer, doch sagte er selbst von sich: “[...] den Kranken gefiel ich.” So gewann er immer mehr den Ruf eines Arztes, der zwar nicht der traditionellen Medizin folgte, der aber hohe Heilungserfolge verzeichnen konnte. In Straßburg ließ er sich 1526 nieder und erhielt dort das Bürgerrecht. Nachdem Paracelsus 1527 den bekannten Buchdrucker Johannes Froben aus Basel heilen konnte (ihm sollte ein Fuß amputiert werden), bat ihn auch Erasmus von Rotterdam um ärztlichen Beistand. Als Folge wurde Paracelsus zum Stadtarzt von Basel ernannt und durfte Vorlesungen an der dortigen Universität halten. Doch noch immer hielt er auf Distanz zur herkömmlichen Medizin, ja, er griff sogar seine Kollegen an und forderte sie heraus. Auf einem Flugblatt kritisierte er die Ärzte mit ihrer alten Heilkunst, die sie aus Büchern gesammelt hatten. Er forderte sie auf, sich die Naturgeheimnisse anzueignen, die Heilkunst zu reformieren. In den Apotheken säuberte er die Regale vom “Hokuspokus”. 1527 warf er Bücher antiker Medizinlehrer in die Flammen des Sommersonnwendfeuers. Seine Vorlesungen an der Universität hielt er in deutscher, statt wie üblich in lateinischer Sprache. Das war zu viel für seine Berufskollegen wie auch für die Honoratioren der Stadt. Der Magistrat wendete sich von ihm ab. Auf Flugblättern, angeheftet an verschiedene Kirchentüren in der Stadt, wurde er übelst angegriffen. Seiner schon angekündigten Verbannung entzog er sich durch die Flucht aus Basel. Bis zum Ende seines Lebens war er ein unsteter Wanderer, der zahlreiche Bücher und Artikel verfaßte. Lange vor Freud und Jung beschrieb er psychiatrische Krankheitsbilder und deren Heilung. Er schrieb ein Handbuch der Medizin , Abhandlungen zur Philosophie und Theologie, doch nur wenige Schriften wurden zu seinen Lebzeiten gedruckt. Zwar schüttelte man über seinen Lebenswandel den Kopf, doch wurde er als Mediziner aufgesucht, da seine Heilungserfolge nicht geleugnet werden konnten. Seine letzte Station war Salzburg, wo er 1541 verstarb . Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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