|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Osmanen, Türken, Europäer - 4. Das Ende einer Großmacht
|
|||
|
Inhalt II Der Mitte des 19. Jahrhunderts gegenüber dem Topkapi-Palast errichtete neue Sultanspalast Dolmabahce gilt als Symbol für den Niedergang des Hauses Osman. Das Innere und Äußere dieses Palastes wird in der vierten Folge der Sendereihe ausführlich gezeigt. Im Stil eines europäischen Schlosses gebaut, lässt er Westorientierung und Reformversuche deutlich werden; hier dankt aber auch 1922 der letzte Sultan ab, der schon lange machtlos geworden war. Anhand von Landkarten, alten Stichen und Miniaturen werden der Niedergang (Video offline, Hilfe zum Real-Player) des Osmanischen Reiches (als der Folge der Ausdehnung des englischen, französischen und italienischen Kolonialismus) gezeigt. Auch der Untergang der alten Elitetruppe der Janitscharen war symptomatisch: sie waren den modernen westeuropäischen Armeen unterlegen, Reformversuche endeten aber in Rebellionen. Schließlich wurden 1826 alle Janitscharen der Hauptstadt auf dem Hippodrom in Istanbul niedergemetzelt. Die Folge war eine groß angelegte Militärreform, für die vor allem französische und preußische Militärs als Berater herangezogen wurden. Ein Reformzentrum war die Selimiye-Kaserne , noch heute ein Hauptquartier der türkischen Armee. Anschließend wird die Unabhängigkeitsbewegung Griechenlands in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts ausführlich beschrieben. Im März 1821 begann die Rebellion im Kloster Agia Lavra auf dem Peleponnes. Die einzelnen Phasen der Auseinandersetzung werden vorgestellt anhand von Denkmälern, Gemälden, historischen Schauplätzen. Schließlich wurde der siebzehnjährige Otto von Wittelsbach zum König von Griechenland gekrönt, dessen Denkmal im bayerischen Ottobrunn noch heute zu sehen ist. Nach ihrem Sieg löschten die Griechen alle Erinnerungen an die osmanische Vergangenheit. Der im 19. Jahrhundert entstandene Nationalismus erscheint als eine nachträgliche Interpretation der Geschichte, in der die osmanische Herrschaft nur als “Türkenjoch” gesehen wird. Demgegenüber werden Gemeinsamkeiten der griechischen und türkischen Kultur benannt: das Nationalspiel Tavala , die Schmiedekunst , die Märkte oder die Küche (zum Vergleich: griechische Speisen und türkische Speisen). Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Osmanische Reich immer mehr zum “kranken Mann am Bosporus”. Die Berliner Konferenz versuchte eine Kompromisslösung für die “orientalische Frage” zu finden. Nach der Berliner Konferenz intensivierten sich die deutsch-osmanischen Beziehungen. Davon zeugen die Orientreise von Kaiser Wilhelm II. 1898, Waffen der osmanischen Armee, hergestellt von der Firma Krupp , der Kaiser-Wilhelm-Brunnen in Istanbul und der noch heute existierende deutsche Klub Teutonia in Istanbul, der ausführlich vorgestellt wird. Eines der ehrgeizigsten deutsch-osmanischen Projekte war die Bagdad-Bahn von Istanbul bis Akaba am Roten Meer, ihr Ausgangspunkt in Istanbul war der Haydar-Pascha-Bahnhof. Istanbul wurde eine Touristenattraktion mit luxuriösen Hotels wie dem Grand Hotel de Londres . Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs der Reformdruck auf die Sultane, die Wortführer waren die Tanzimat-Bewegung und die Jungtürken. Der erste Weltkrieg besiegelte das Schicksal des Osmanischen Reiches. 1918 ergaben sich die letzten osmanischen Einheiten den Westalliierten. In Originalaufnahmen werden die letzten Schritte gezeigt: 1923 Gründung der Türkischen Republik, 1924 Abschaffung des Kalifats. 1924 schließlich verließ der letzte osmanische Kalif den Palast in Istanbul. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
| © BR '2007 | ![]() |