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Osmanen, Türken, Europäer - 2. Die Geburt des Osmanischen Reichs
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Anregungen I Didaktische Vorüberlegungen zum Einsatz der Sendereihe in der 9. Jahrgangsstufe der Hauptschule Das Zusammenwachsen Europas und die vielfältigen Aspekte der Globalisierung haben schon seit längerem einen Geschichtsunterricht obsolet gemacht, der einseitig nationalstaatlich ausgerichtet sich vor allem mit der deutschen Geschichte beschäftigt. Notwendig erscheint ein Unterricht, der die zahlreichen Verflechtungen zwischen der deutschen und internationalen Entwicklung thematisiert und den Blick auf die Weltgeschichte öffnet. Dies ist auch aus einem anderen Grund von besonderem Interesse: Schon lange sind (zumindest in den städtischen Ballungsgebieten) Klassen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Sprachen, Religionen oder Herkunftskulturen Normalität. Gerade in solchen Klassen liegt es nahe, möglichst vielfältige Zugänge zur Geschichte zu öffnen und auch die Geschichte der Völker und Kulturkreise intensiver zu behandeln, in denen die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ihre Wurzeln haben. Dies gilt insbesondere für die osmanische und türkische Geschichte, ist doch die Gruppe der türkischen Schüler/innen die größte unter den hier lebenden Migranten. Dabei käme es vor allem darauf an, die jeweiligen Beziehungen, den Austausch, die Verbindungen mit der deutschen Geschichte aufzuarbeiten. Damit wird die Behandlung nichtdeutscher Geschichte nicht zu einem Zugeständnis an die Migranten, das nur für diese von Interesse ist, sondern auch spannend für die deutschen Schüler/innen: Es geht ja gerade um die Einbindung der jeweiligen nationalen Geschichte in den internationalen Kontext. Die Filme der Sendereihe bieten eine Fülle von Material, um gerade diesen Fragen nachzugehen. Die Filme sind chronologisch aufgebaut und ermöglichen auf diese Weise einen systematischen Zugang. Historische Prozesse und Strukturen werden immer wieder anschaulich gemacht durch vielfältige Bezüge zur Gegenwart: Traditionen oder historische Überreste werden lebendig gemacht in Denkmälern, Bildern von Menschen, im Alltag, in der Lebensweise. Auch wenn die Filme manchmal den Eindruck entstehen lassen, die Vergangenheit lebe unverändert in der Gegenwart weiter, ist diese Herangehensweise an Geschichte für Schüler/innen doch sehr anschaulich und motivierend. Dadurch werden sie dafür sensibilisiert, im Alltag genauer hinzuschauen und historisch Gewachsenes zu verstehen. Die Filme füllen eine Lücke aus, weil es bislang wenig systematisch für die Schule aufbereitetes Material gibt. |
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