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SEIN MÜNCHEN - Hitlers Hauptstadt der Bewegung


Inhalt

Der kunstsinnige bayerische König Ludwig I. hatte München zu einer international hochgeachteten Stadt der Künste und Wissenschaften gemacht. Seit der Revolution 1918 hatte sich jedoch das Klima verändert. Antisemitische und nationalistische Extremisten ließen sich in der Stadt nieder. Adolf Hitler fühlte sich dazu berufen, München wieder die Stellung einer Kunststadt von Weltbedeutung zurückzuerobern.

Nach der “Machtergreifung” baute Hitler das klassische München systematisch zur “Hauptstadt der Bewegung” um. Bereits im Herbst 1933 legte er den Grundstein für das “Haus der Deutschen Kunst”. Dieser Monumentalbau an der Prinzregentenstraße gehörte zusammen mit den Bauten am Königsplatz, dem sog. “Führerbau” , dem Verwaltungsgebäude der NSDAP und den “Ehrentempeln ” für die November-Putschisten zu den frühesten Architekturprojekten der Nationalsozialisten. Weitere Repräsentationsbauten waren am Odeonsplatz und seiner näheren Umgebung geplant. Einschneidendster Eingriff ins Stadtbild war die geplante "Ost-West-Achse" . Entlang der Prachtstraße sollten weitere repräsentative Bauten entstehen (u.a. das Denkmal der Partei, Hauptbahnhof , Filmpalast und Bierpalast ). Doch als die Arbeit beginnen sollte, lag München infolge des Krieges bereits in Trümmern .

Ausschnitte aus NS-Propagandafilmen, die alle Arbeitsvorgänge genauestens dokumentierten, Wochenschauberichte und alte Photographien (z.B. Hitler als Bauherr) zeigen, wie sehr die ausgeführten Baumaßnahmen das Stadtbild verändert haben.
Skizzen, Baupläne und das erhaltene Modell der "Ost-West-Achse" geben einen Eindruck davon, in welchem Ausmaß die geplanten Bauvorhaben das klassische München zerstört hätten.








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