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Nanopartikel und Biowaffen gegen Krebs
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Inhalt Die Sendung besteht aus zwei jeweils 15-minüten Beiträgen, die hochinnovative Forschungsansätze der Krebstherapie vorstellen. Der erste Beitrag zeigt, wie Immuntoxine die Behandlung nicht operativer Prostatatumoren verbessern können. Auf diesem Gebiet forscht Professor Dr. Ursula Elsäßer-Beile , Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Urologie an der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg. Sie schleust das modifizierte Stoffwechselprodukt des Bakteriums Pseudomonas in den Tumor. Dieses bakterielle Zellgift legt bereits in geringer Konzentration gezielt den Stoffwechsel der Krebszellen lahm, so dass die Zellen absterben. Auch Tumorzellen, die nicht mehr auf die Prostata beschränkt sind - wie Metastasen in Lymphknoten oder Knochen - könnten durch das Immuntoxin zerstört werden. Im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Forschungsprojekts wird die neue Immuntherapie jetzt für den Einsatz in der Klinik vorbereitet. Dabei soll insbesondere die Verträglichkeit des Immuntoxins verbessert werden. Der zweite Beitrag präsentiert ein neues Verfahren der lokalen Chemotherapie , das die therapeutische Effizienz des Wirkstoffs erhöht und dabei gleichzeitig die unerwünschten Nebenwirkungen minimiert. Die Forschungsgruppe um PD Dr. Christoph Alexiou von der HNO-Klinik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt hierzu ein Verfahren, bei dem mit magnetischen Nanopartikeln Zytostatika in hoher Dosierung zielgerichtet im Tumor angereichert werden. Die von Christoph Alexiou und seinen Mitarbeitern benutzen magnetischen Nanopartikel bestehen aus Magnetit-Teilchen im Nanometerbereich, die stabil in Flüssigkeit gehalten werden. Dadurch verhält sich die gesamte Flüssigkeit im Magnetfeld wie ein "flüssiger Magnet". Belädt man diese Partikel mit einem Chemotherapeutikum und appliziert sie intraarteriell in Gefäße , die zur Tumorversorgung dienen, lassen sich die beladenen Partikel mit einem externen Magnetfeld im Tumorareal konzentrieren. Bislang ist es den Forschern experimentell gelungen, die Zytostatikamenge in Tumornähe um das 200-fache gegenüber der klassischen, systemischen Chemotherapie zu erhöhen. Die Studien der Arbeitsgruppe zeigten, dass sich so eine praktisch nebenwirkungsfreie Totalremission des Tumors erreichen lässt. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler daran, das Verfahren so zu verbessern, dass es in einer klinischen Studie angewendet und getestet werden kann. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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