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Michael v. Faulhaber
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Namenstage im November


Michael v. Faulhaber , Kardinalerzbischof von München-Freising wurde am 5. März 1869 in Klosterheidenfeld als Sohn eines Bäckermeisters geboren. Nach Theologiestudium und Priesterlaufbahn lehrte er ab 1903 alttestmentliche Exegese in Straßburg, wurde 1911 Bischof von Speyer und 1917 Erzbischof von München-Freising. 1921 stieg er zum Kardinal auf.

Als Monarchist stand er der Weimarer Demokratie reserviert gegenüber und suchte im Dritten Reich zunächst einen Mittelweg zwischen Zustimmung und Ablehnung zu finden. Kurz vor Weihnachten 1933 bewies Faulhaber Mut, als er in mehreren Predigten dem Nationalsozialismus die Wertvorstellungen der Bibel entgegenhielt und die Prinzipien der rassischen Toleranz und Humanität verteidigte. 1934 ließ er die Predigten unter dem Titel Judentum, Christentum, Germanentum, Adventspredigten veröffentlichen. In der Folgezeit verurteilte der Kardinal den Rassenhaß des öfteren als “giftiges Unkraut” im Wesen des deutschen Volkes. Während des Pogroms vom 9. November 1938 (“Reichskristallnacht”) stellte er dem Oberrabbiner Münchens einen Lastwagen zur Rettung von Kultgegenständen zur Verfügung, unterließ aber, wie die anderen deutschen Bischöfe, jeden öffentlichen Protest. Während Faulhaber vehement gegen zahlreiche Verletzungen des zwischen dem NS-Regime und der Kirche abgeschlossenen Reichskonkordats protestierte, unterstützte er die NS-Außenpolitik beim Anschluß Österreichs und des Sudentenlandes. Im Jahre 1939 feierte er die “wunderbare Errettung” Hitlers vor dem Attentat Georg Elsers .
Am aktiven Widerstand gegen Hitler wollte er sich nicht beteiligen und soll 1944 anläßlich eines Gestapo-Verhörs sogar den Inhalt vertraulicher Gespräche mit Widerstandskämpfern verraten haben.

Seine Kritiker loben sein mutiges Eintreten für die Belange der katholischen Kirche, halten aber die Versuche, ihn zum Helden des Kampfes gegen den Nationalsozialismus hochzustilisieren, für übertrieben.

Michael v. Faulhaber starb am 12.7.1952 in München.





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