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Die zweite Eroberung - Mexiko und der Gen-Mais


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Gentechnisch veränderter Mais hat längst die Forschungslabore verlassen: Im Jahr 2000 meldete der US-amerikanische Konzern DuPont beim Europäischen Patentamt in München eine neue Maissorte mit hohem Fettgehalt zum Patent an. Greenpeace, die katholische Organisation Misereor und die mexikanische Regierung erhoben gemeinsam Klage gegen die Patenterteilung. Ihre Begründung: Derartige Mais-Züchtungen existieren schon seit Generationen in Mexiko, Chile und Peru – DuPont habe die Pflanzen im Labor nachgezüchtet, wolle sich nun ein Monopol erschleichen und weltweit Lizenzgebühren kassieren.

Im Ursprungsgebiet der Mais-Pflanze , im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca , tauchte kurz darauf gentechnisch veränderter Mais auf. Umweltgruppen, Bauern und Wissenschaftler in Mexiko schlugen Alarm, denn in dem zentralamerikanischen Land sind der Import und die Aussaat von Gen-Mais verboten. Die Befürworter des traditionellen Saatguts fürchten schwerwiegende Folgen: Wenn sich der Gen-Mais mit den natürlichen Sorten kreuzt, gibt es eines Tages gar keinen natürlichen Mais mehr.

Die Sendung berichtet über die Auseinandersetzung um das Patent, geht der Frage nach, wie der Gen-Mais nach Mexiko gekommen ist und schildert die Reaktionen von Indios und Bauern darauf.




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