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Entscheidungen im 16. Jahrhundert - 1. Martin Luther - Die neue Lehre


Inhalt

Im ersten Teil der Sendung erklärt eine biographische Skizze die Trennung Luthers von der alten Kirche. Auf dieser Grundlage werden im zweiten Teil einige Elemente der neuen Lehre herausgearbeitet.

Der Konflikt zwischen den Lehren der alten Kirche und den Auffassungen Luthers trat offen zutage, als Luther die Praxis der Ablaßverkündung angriff. Wie Papst und Kaiser mit dem Kritiker in Wittenberg fertig zu werden versuchten, wird anhand zeitgenössischer Druckgraphik illustriert.

Luthers Lehre entstand in der Auseinandersetzung mit der alten Kirche. Innerhalb der Lehrtradition galt, daß der Mensch durch gute Werke an seinem Heil mitwirken könne. Dagegen setzte Luther seine Auffassung von der Rechtfertigung: Allein die Gnade Gottes verhelfe dem Menschen zu seinem Heil.

Die Sendung erläutert die Anschauung der alten Kirche am Beispiel der Wallfahrt zur schönen Maria in Regensburg und eines - zur Rettung der Verstorbenen gestifteten - Arme-Seelen-Altars. In den Gemeinden, die sich zu Luther bekannten, wurden die Kirchen ausgeräumt , die Altäre und Statuen der Heiligen fortgeschafft. Die Sendung zeigt, wie der Marienaltar der Kirche in Kalbensteinberg hinter einer Tafel mit einer Christusdarstellung verborgen wird.

Von den sieben Sakramenten der alten Kirche ließ Luther nur die gelten, die er im neuen Testament verankert fand. Lucas Cranach gibt sie auf seinem Altarbild in der Stadtkirche von Wittenberg wieder. In der Darstellung des Abendmahls ist Luther in die Schar der Jünger Jesu eingereiht.

Um die Unterschiede zwischen dem alten Gottesdienst und dem neuen zu charakterisieren, stellt die Sendung Teile der Messe im lateinischen Ritus dem evangelischen Wortgottesdienst mit der Abendmahlsfeier gegenüber.

Luther bestritt die Kompetenz des Papstes, Glaubensfragen zu entscheiden. Aber trotzdem kam er ohne Autorität nicht aus. Bald übernahmen die Fürsten das geistliche Regiment. Das Grabmahl eines sächsischen Landesherrn in Coburg zeigt exemplarisch, wie von nun an der Fürst seine Stellung in der Gemeinde versteht.






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