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KAT spezial - Versteckte Gefahren


Fakten II

Skaten - Fahren ohne Knautschzone
Immer wieder verunglücken Skater im Straßenverkehr. Kommt es zum Aufprall oder Sturz, muss ihr Körper die Wucht des Zusammenstoßes abfangen. Am häufigsten sind Brüche im Handgelenk, besonders oft erwischt es auch den Speichenknochen im Bereich des Unterarms. Der Grund: Bei einem Sturz versuchen die Skater, sich mit den Händen abzustützen. Regelmäßig verletzt werden auch Knie, Ellenbogen und Steißbein. Seltener sind Schienbein- und Sprunggelenksbrüche. Zum Schutz sollte man Schoner für Knie, Ellenbogen und Handgelenk tragen sowie einen Helm aufsetzen – auch wenn es für Jugendliche etwa ab zwölf nicht mehr als „cool“ gilt, mit Schonern zu fahren.

Unfallrisiko Tretroller
Ein schlechtes Beispiel für Kinder und Jugendliche geben häufig erwachsene Fahrer von Tretrollern ab. Sie schützen sich nur selten mit Polstern und können dabei ihr Gefährt nicht einmal lenken und bremsen.

Oft eine unterschätzte Gefahr: Medikamente im Straßenverkehr
Eine Spritze, eine neue Plombe und alles ist vorbei. Dabei hatte er doch solch einen Bammel vor dem Zahnarzt gehabt. Er setzt sich aufs Rad und fährt los. Wenig später kommt es zum Zusammenstoß mit einer Fußgängerin . Und damit beginnt der Ärger mit Polizei und Versicherungen. Nach Schätzungen sind heute bei jedem vierten Unfall in Deutschland Medikamente im Spiel. Medikamente haben dämpfende oder enthemmende Wirkung, sie verursachen Stimmungsschwankungen, verändern die Reaktionszeit, führen zu Müdigkeit, Schwindel oder Sehstörungen.
Seit 1998 wird Drogen- und Medikamentenmissbrauch als Ordnungswidrigkeit geahndet. Der Nachweis wird durch eine Blutprobe erbracht. Es drohen Fahrverbot, Eintrag in die Flensburger Verkehrssünderkartei und ein Bußgeld von 250 Euro und mehr. Vollkasko-Versicherungen weigern sich, Schäden an Autos zu begleichen, Haftpflicht-Versicherungen stellen Regressforderungen.
Problematisch ist, dass es bei Medikamenten keine „Null-Lösung“ geben kann, denn oft sind Medikamente wichtig und garantieren erst die Fahrtauglichkeit von Verkehrsteilnehmern (z.B. Blutdruck-, Blutzucker-, Kopfschmerzmittel oder Medikamente, die vor Anfällen bewahren).

Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass in folgenden Fällen höchste Vorsicht geboten ist:
· Betäubungsspritze beim Zahnarzt,
· Tropfen zur Pupillenerweiterung beim Augenarzt,
· ambulante Behandlungen mit örtlicher Betäubung.

Sie sollen auch wissen,
· dass die Wirkung von Medikamenten vom Alter, dem Gewicht und dem Allgemeinzustand eines Menschen abhängig sind,
· dass Stress und Emotionen sowie
· Alkohol die Wirkung verstärken können.

Grundsätzlich muss der Beipackzettel von Medikamenten gelesen werden. Entscheidend ist der Warnhinweis : „Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird“. Jeder sollte wissen, welche Neben- und Wechselwirkungen ein Medikament haben kann.

Als verkehrsrelevante Medikamente gelten:
· Schlaf- und Beruhigungsmittel,
· Mittel gegen Allergien,
· Antidepressiva,
· Neuroleptika,
· opiathaltige Schmerzmittel,
· Stimulanzien,
· Appetitzügler.




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