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„Thermometersiedlung“
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Knallhart am Stadtrand - Andere Wege gegen Jugendgewalt


Inhalt

Die „Thermometersiedlung“ , Ende der 1960er Jahre in Berlin-Lichterfelde entstanden, ist ein sozialer Brennpunkt. Der Anteil der Migranten liegt hier weit über dem Durchschnitt, zwei Drittel der Bewohner sind nichtdeutscher Herkunft. Es herrschen hohe Arbeitslosigkeit sowie Drogen-, Waffen- und Gewaltkriminalität. Das gesellschaftliche Klima im Kiez ist geprägt von Jugendgewalt. Aus Angst vor der Rache der Jugendgangs werden ihre Straftaten oft gar nicht mehr angezeigt. Polizei und Sozialarbeiter sind weitgehend machtlos: Sie gelten als Fremdkörper im Hochhausviertel .

Ein Projekt des Berliner Anti-Gewalt-Zentrums beschreitet neue Wege gegen die Jugendgewalt. Wichtigste Akteure sind dabei jene, die im Kiez mehr Respekt genießen als Polizisten oder Streetworker - nämlich ehemalige Straftäter wie Nenad , Samy , Skanda , Enes und Dimitri . Sie sollen lernen, ihren auf der Straße erworbenen „Ruhm" positiv einzusetzen. Dazu absolvieren sie ein mehrmonatiges Training bei dem Sozialpädagogen Oliver Lück , um zu Vorbildern im Kiez zu reifen. Ein Kamerateam hat sie auf diesem Weg begleitet.

Wenngleich es Rückschläge gibt - Enes fällt beispielsweise in alte Verhaltensmuster zurück und beendet den Streit um ein Fahrrad, in dem er zuschlägt – bestehen die Jungs den Kurs und erhalten die begehrten Zertifikate . Wenig später sind sie schon im Einsatz: Nenad gibt einem Gewaltopfer auf dem Weg zur Schule Geleitschutz und ist als Nachhilfelehrer aktiv, auch Skanda engagiert sich als ehrenamtlicher Helfer in der Jugendarbeit.




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