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stammt die Pflanze aus Südamerika
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Die Kartoffel - eine Pflanze macht Karriere


Inhalt

Wie Getreide ist auch die Kartoffel in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika und wurde erst im 16. Jahrhundert von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht. Die Bauern schätzten die Frucht damals besonders, da sie von der Ernte nichts an ihre Grundherren abliefern mußten.

Kartoffeln gedeihen auch auf nährstoffarmen Böden gut, so daß ihr Anbau die Nahrungsmittelversorgung wesentlich verbesserte. Die Aussaat ist nach Ende der Frostperiode im Frühjahr, man zieht die Pflanze nicht aus Samen, sondern sie treibt aus Saatkartoffeln, die in kleine Erdhügel gebettet werden. Die oberirdisch entstehende Kartoffelstaude bildet ein verzweigtes Wurzelnetz, an dessen Ende unterirdisch die Kartoffeln wachsen. Diese Vorratsspeicher der Pflanze enthalten Wasser und Mineralsalze, vor allem aber Eiweiß und Stärke . Im Trick läßt sich verfolgen, wie aus Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe des Sonnenlichts in den Blättern Zucker gebildet wird, der nachts durch die Stengel in die Knollen transportiert und dort gespeichert wird.

Während früher durch den Kartoffelkäfer große Ernteschäden entstanden, setzt der Landwirt heute Pflanzenschutzmittel ein.

Kartoffeln sind zwar mehrere Monate lagerfähig, ein großer Teil der Ernte wird aber in der Lebensmittelindustrie zu haltbareren Produkten verarbeitet, z. B. Chips oder Kartoffelmehl. Die in den Knollen enthaltene Stärke wird aber auch als chemischer Rohstoff verwendet, beispielsweise zur Herstellung von Traubenzucker, Klebstoffen, Pillen oder Papier. Schließlich wird auch ein Großteil der Stärke zu Alkohol vergoren , der entweder zu Spirituosen verarbeitet wird oder wieder der chemischen Industrie als Rohstoff dient.





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