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Das Kopftuch


Inhalt

In der Sendung berichten (Video offline, Hilfe zum Real-Player) türkische Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, über ihre Einstellung zum “Kopftuchgebot”. Dabei kommen Mädchen (Video offline, Hilfe zum Real-Player) zu Wort, die sich bewusst für das Kopftuch entschieden haben, sowie eine Familie mit drei Töchtern, welche diese religiöse Tradition ablehnt.

Was will eigentlich das Kopftuchgebot? Es soll nach Ansicht der 16-jährigen Seynep, die sich mit 14 Jahren bewusst für den Islam entschieden hat, muslimische Mädchen und Frauen vor zudringlichen Blicken schützen. Sie sollen vor der Ehe keusch sein und in der Ehe treu. Im Film zitiert Seynep aus dem Koran: “Oh Prophet, sag deinen gläubigen Frauen und den Kindern, dass sie sich verhüllen sollen….”. Für Seynep ist die Hingabe an Gott besonders wichtig. Das Leben als Muslimin sieht sie als Vorteil für ihr nächstes Leben. Durch das Tragen des Kopftuchs fühlt sie sich als Persönlichkeit.

Für das Kopftuch hat sich auch die Studentin Sümmeye entschieden. Es hat sie nach eigenem Bekunden vor “schlimmen Augen” bewahrt. Es bereitet Sümmeye ein schönes Gefühl, nicht wegen Äußerlichkeiten, wie z.B. ihrer Beine, beachtet zu werden, sondern dass ihr Inneres, ihre Gedanken interessant sind.

Im krassen Gegensatz dazu tritt eine junge Türkin auf, die kein Kopftuch tragen will, sich gerne ausdrucksvoll schminkt, und sich modern kleidet. Ein Einblick in ihre Familie zeigt, dass auch solche Mädchen durchaus behütet aufwachsen können und dass traditionelle Werte wie Ehe und Familie hochgehalten werden. Sie und ihre Eltern finden ihre türkische Kultur wichtig, aber auch andere Kulturen wie die hier in Deutschland. So lernt sie ein altes türkisches Instrument zu spielen, hört aber auch Musik verschiedener Richtungen. Zum Thema der beiden unterschiedlichen Kulturen äußert sich die Studentin Sümmeye sehr gezielt. Sie ist glücklich darüber, beides zu vereinen. Sie kann hier ihre Religion ausleben, kann eine Ausbildung machen, die deutsche Sprache beherrschen und hier als Muslimin leben.

Abschließend erweitern noch drei weitere junge Mädchen das Meinungsbild (Video offline, Hilfe zum Real-Player) . Die eine fühlt sich auch ohne Kopftuch als Muslimin, die andere wünscht, “dass jeder machen soll, wie er glücklich wird”, das dritte Mädchen bringt einen neuen Aspekt in die Debatte ein: Sie will erst dann ein Kopftuch tragen, wenn sie selbst Kinder bekommt, damit die Werte ihrer Religion für die Kinder nicht verloren gehen.






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